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    Home»Körper & Geist»Die Pollensaison 2025 hat mit dem Pollenflug der Hasel bereits begonnen
    Eine Frau, die sich die Nase putzt. (c) AdobeStock

    Die Pollensaison 2025 hat mit dem Pollenflug der Hasel bereits begonnen

    14. Jan. 20254 Mins Lesezeit

    Allergikerinnen und Allergiker vor allem in Wien bzw. generell im Osten Österreichs müssen sich mit dem beginnenden Pollenflug der Hasel auf die neue Pollensaison einstellen. Erste Pflanzen an sonnigen Standorten haben nämlich bereits die Blühbereitschaft erreicht. Der Pollenflug ist derzeit nur lokal gegeben. Generell wird eine unterdurchschnittliche Blüte in Wien erwartet. Betroffene sollten nun aber an Vorkehrungen denken und sich regelmäßig über die Situation informieren. Die Purpurerle hat wie üblich Ende Dezember bereits zu blühen begonnen und ihre Blüte in Wien schon abgeschlossen. Dieser Stadtbaum sorgt zwar für kaum messbaren Pollenflug, kann aber lokal doch auch für Beschwerden sorgen. Das berichtet der Pollenservice Wien der MedUni Wien.

    Inhaltsverzeichnis verbergen
    Pollensaison 2025 hat bereits 2024 begonnen
    Haselpollensaison beginnt
    365 Tage im Jahr Pollenservice Wien
    Tipps für die Allergenvermeidung
    Weiterführende Informationen


    Pollensaison 2025 hat bereits 2024 begonnen

    Die Pollensaison 2025 hat – streng genommen – schon 2024 in den letzten Dezembertagen mit der Blüte der Purpurerle begonnen. Diese Baumart ist eine Kreuzung und hält dem Stadtklima gut stand. Leider verlängert sie aber durch die frühe Blütezeit die Erlenpollensaison. Die Kätzchen der Grauerle [Alnus incana] und der Schwarzerle [Alnus gutinosa] sind noch fest geschlossen. In Wien beginnt die Grauerle vor der Schwarzerle zu blühen und das spätestens ab Ende Jänner – abhängig von den Wetterbedingungen.

    Schwarzerlenblüten.(c) Pixabay.com
    Die Kätzchen der Schwarzerlen sind noch fest geschlossen.

    Haselpollensaison beginnt

    Der Pollenflug der Hasel hat noch nicht verbreitet eingesetzt. Allerdings haben erste Pflanzen die Blühbereitschaft an sonnigen Standorten bereits erreicht. Auch aus unserem Nachbarland, Deutschland, gibt es schon Berichte der einsetzenden Haselblüte. Bei Sonnenschein und Temperaturen ab 5°C muss daher auch in Wien bereits mit erstem Pollenflug gerechnet werden. Selbst die Augen offen zu halten, ist äußerst sinnvoll wie Maximilian Bastl vom Pollenservice Wien der MedUni Wien empfiehlt: „Blühende Pflanzen zu erkennen und die Nähe zu meiden, ist ein großer Vorteil. Die Pollenkonzentrationen sind in unmittelbarer Nähe zur Quelle um ein Vielfaches höher.“

    Es gibt aber auch Positives zu vermerken: Nach einer unterdurchschnittlichen Saison 2024 wird die Blüte der Hasel auch 2025 unterdurchschnittlich ausfallen. Die Anzahl der Kätzchen, die den Pollen produzieren, ist das zweite Jahr in Folge gering. Insbesondere die Baumhasel zeigt teilweise kaum Besatz.

    365 Tage im Jahr Pollenservice Wien

    Pollenkonzentrationen werden vom Pollenservice Wien 365 Tage im Jahr gemessen und erhoben. Auch die Pollenvorhersagen und die Informationen auf der Webseite werden zu jeder Jahreszeit mindestens wöchentlich aktualisiert. Das sorgt für die angestrebte hohe Qualität der Pollenvorhersagen. Die Beobachtung der Natur und insbesondere die Entwicklung der Blühstände von allergenen Pflanzen an unterschiedlichen Standorten ist ein wichtiger Bestandteil der Arbeit.

    Nur durch die Verwurzelung in der Wissenschaft kann eine hohe Qualität erreicht werden. Der Klimawandel sorgt bereits jetzt für markante Veränderungen der Pollensaison. Hier hat die MedUni Wien Pionierarbeit geleistet: Eine Studie hat erstmals für Österreich eine markante Änderung der Beifußpollensaison belegt. Auf solche Änderungen kann nur durch eine flexible Arbeitsweise, wie sie an der MedUni Wien praktiziert wird, und durch die Verschränkung mit der Forschung eingegangen und adäquat reagiert werden. Denn Pollenausbreitungsmodelle gelangen durch extreme Wetterphänomene und stark schwankende Temperaturen an ihre Grenzen. Die Zukunft der Pollenvorhersage bedeutet daher vor allem eine genaue und regelmäßige Überwachung der Natur. Selbstverständlich muss das auch lokal erfolgen.

    Eine Metropole wie Wien erfordert nicht nur aufgrund des „urban heat island effect“ besondere Aufmerksamkeit. Durch die etwas wärmeren Bedingungen in der Stadt kommt es allgemein dazu, dass Pflanzen etwas früher als in anderen Gebieten Österreichs zu blühen beginnen können.

    Tipps für die Allergenvermeidung

    • Halten sie sich an den Tagen hoher Belastung so wenig wie möglich im Freien auf. Die stundenaktuelle Pollenbelastung finden sie postleitzahlgenau auf www.polleninformation.at [Allergierisiko].
    • Wechseln sie nach dem Aufenthalt im Freien ihre Kleidung und legen sie sie nicht im Schlafbereich ab.
    • Wollen sie ihr Haus/ Wohnung lüften, empfehlen wir den Einbau von Pollenschutzgittern vor den Fenstern. Damit bleiben die meisten Pollen draußen, das Lüften in der Nacht wird erleichtert und erholsamer Schlaf bei frischer Luft möglich.
    • Tragen sie eine Sonnenbrille [ideal mit Seitenschutz]. Sie hält die Pollen von ihren Augen fern und schützt deren Schleimhäute, die zur Pollenzeit besonders lichtempfindlich sind.
    • An pollenintensiven Tagen ist bei möglichst allen Aufenthalten im Freien – vor allem bei sportlichen Aktivitäten – eine Schutzmaske empfehlenswert.
    • Pollenfilter im Auto regelmäßig warten und tauschen.
    Hasel-Baum.(c) AdobeStock
    Mit dem Einsetzen der Haselblüten startet leider auch die alljährliche Pollensaison.

    Weiterführende Informationen

    www.polleninformation.at – Aktueller Pollenflug, individuelle Belastung, Download Pollen-App etc.

    www.pollenallergie.at – Service für Ärztinnen und Ärzte

    www.allergenvermeidung.org – Hintergrundinformationen und Tipps zur Allergenvermeidung

    www.pollenservice.wien – Pollenservice Wien

    https://link.springer.com/article/10.1007/s10453-024-09836-8 – MedUni Wien-Publikation

    (Bilder: AdobeStock, Pixabay.com, AdobeStock)

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    Thomas Kumhofer
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    Thomas Kumhofer denkt das Älterwerden seit über zehn Jahren neu. Als Kopf hinter „AlterNEUdenken“ schickt er den klassischen Ruhestand in Rente: Statt auf Häkeldeckchen und Couching setzt er auf Aktives Altern und neuronale Abenteuer. Mit Expertise und Neugier beweist er, dass die beste Zeit für neue Expeditionen – im Kopf oder auf der Weltkarte – genau jetzt ist.

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