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    Home»Körper & Geist»Auf ins Museum – virtuell ohne Ansteckungsgefahr #ZuHauseBleiben
    Außenansicht des Naturhistorischen Museums Wien. (c) NHM Wien/ Kurt Kracher

    Auf ins Museum – virtuell ohne Ansteckungsgefahr #ZuHauseBleiben

    10. Apr. 20206 Mins Read

    Obersts Gebot der Stunde ist nach wie vor, zu Hause zu bleiben, um die Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus so gering wie nur irgendwie möglich zu halten. Wir alle haben gehofft, dass die verordneten Ausgangsbeschränkungen gerade zu Ostern wenn nicht aufgehoben dann doch zumindest gelockert werden könnten. Dem ist leider nicht so.

    Wie wär´s daher – Corona-Krise hin, Corona-Krise oder her – mit einem Besuch im Museum? Klar, aktuell haben alle Museen und Kultureinrichtungen geschlossen. Aber viele bieten die Möglichkeit, virtuell durch die Räume zu flanieren. Wir haben hier für sie eine [kleine] Auswahl an virtuellen Rundgängen durch die heimische Welt der Museen zusammen gestellt.

    Inhaltsverzeichnis verbergen
    Schloß Schönbrunn und die Welt der Habsburger virtuell entdecken
    #NHMWienFromHome – online durch das Naturhistorische Museum Wien
    #MAKfromhome – MAK intensiviert sein Digitalangebot
    Fernbeziehung mit dem Technischen Museum Wien
    Eine [kleine] Auswahl weiterer virtueller Angebote ganz ohne Ansteckungsgefahr

    Schloß Schönbrunn und die Welt der Habsburger virtuell entdecken

    Der Historiker und langjährige Kulturvermittler der Schloß Schönbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H. [SKB], Martin Mutschlechner, nimmt sie im Rahmen der neuen Onlinevideo-Reihe „Imperiale Impressionen“ via Facebook und Instagram mit auf einen virtuellen Rundgang durch die kaiserlichen Gemächer und prunkvollen Repräsentationsräume von Schloß Schönbrunn. Der Experte für den Brückenschlag zwischen analoger und digitaler Kulturvermittlung begibt sich auf die Spuren von Kaiser Franz Joseph, Kaiserin Elisabeth sowie Maria Theresia und ihrer Familie.

    Bei seinem Rundgang, der ihn durch das Arbeitszimmer Franz Josephs, das Gemeinsame Schlafzimmer Franz Josephs und Elisabeths, die Große Galerie, das Runde Chinesische Kabinett, den Zeremoniensaal, das Viuex Laque-Zimmer, das Millionenzimmer und das Reiche Zimmer führt, gibt er spannende Einblicke in das Leben und Wirken dieser außergewöhnlichen Habsburgerpersönlichkeiten. In weiteren Folgen der Reihe wird ein Blick hinter die Kulissen gewährt. Hier kann entdeckt werden, was sonst im Verborgenen bleibt.

    Darüber hinaus lohnt es sich, in das interaktive Webportal Welt der Habsburger einzutauchen. Dort wartet eine virtuelle Ausstellung zur Geschichte der habsburgischen Monarchie mit einem weit gefächerten Themenspektrum, unter anderem zu den Wohn- und Lebenswelten der Habsburger. Mit ausführlichem Text- und Bildmaterial werden Leben und Wirken der bedeutendsten Herrscherpersönlichkeiten kritisch beleuchtet und die zeitgeschichtlichen Hintergründe erklärt.

    Zusätzlich kann die virtuelle Ausstellung Der Erste Weltkrieg und das Ende der Habsburgermonarchie zur Geschichte des Krieges von 1914 bis 1918 in Österreich online erkundet werden.

    Schloß Schönbrunn, Große Galerie, Stichwort virtuell ins Museum ohne Ansteckungsgefahr.(c) Schloß Schönbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H./ Severin Wurnig
    Die Große Galerie im Schloss Schönbrunn kann auch virtuell besichtigt werden.

    #NHMWienFromHome – online durch das Naturhistorische Museum Wien

    Wer Führungen und Workshops im Naturhistorischen Museum Wien [NHM Wien] vermisst, kann sich zahlreiche Videoclips auf der NHM Wien-Website oder auf den Social Media-Kanälen ansehen. In dem neuen Video-Format #NHMWienFromHome behandeln Museumspädagogen*innen sowie Wissenschafter*innen aktuelle Themen aus allen naturkundlichen Bereichen und präsentieren sogar kleine Experimente und Forschungsaufgaben für zu Hause. Täglich um 14 Uhr werden die neuen #NHMWienFromHome-Videos für Groß und Klein auf Facebook, Instagram, Youtube und auf der Website des NHM Wien online gestellt.

    Der Besuch des gesamten Ausstellungsbereiches des NHM Wien ist auf Google Arts & Culture virtuell möglich. Besucher*innen können sich zudem durch die Online-Ausstellungen „Venus von Willendorf“ und die „Top 100“-Objekte klicken.

    Neben Videos zu den aktuellen Ausstellungen und Filme über das Museum erhalten sie auch einen ausführlichen Blick in die Sammlungen und in die wissenschaftliche Arbeit hinter den Kulissen. Weiters sind ausgewählte Objekte aus den Sammlungen des NHM Wien über ein eigenes Webportal abrufbar.

    #MAKfromhome – MAK intensiviert sein Digitalangebot

    Unter dem Motto #MAKfromhome intensiviert das MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst während der temporären Schließung der Bundesmuseen sein digitales Angebot. Mit vermehrten Inhalten auf allen digitalen Kanälen bemüht sich das MAK, Kunst, Design und Architektur virtuell in den momentan veränderten Alltag der Besucher*innen zu bringen.

    Die neue Serie „Objekt des Tages“ rückt beispielsweise täglich ein Sammlungshighlight in den Fokus. Die MAK-App für iOS und Android bietet Interessierten mit zahlreichen Videobeiträgen, Audiokommentaren und Originalfotos Einblicke in diverse MAK-Schausammlungen. Zum virtuellen Angebot des MAK zählt auch ein direkt über MAK.at zugänglicher virtueller Rundgang durch das MAK.

    Aktuelle Informationen und Inspirationen zum MAK finden sich außerdem auf Instagram, Facebook, YouTube und Twitter.

    MAK-Schausammlung Teppiche.(c) MAK/ Rupert Steiner
    MAK-Schausammlungen wie beispielsweise zum Thema „Teppiche“ sind [auch] online abrufbar.

    Fernbeziehung mit dem Technischen Museum Wien

    Auch für das Technische Museum Wien bedeutet die vorübergehende Schließung nicht Stillstand. Mit einem umfangreichen Online-Angebot trotzt das Museum dem Coronavirus und macht Technik und Naturwissenschaften weiterhin für sein Publikum erlebbar.

    In der Sammlung des Technischen Museums befinden sich rund 160.000 Objekte, wovon aber nur sieben Prozent ausgestellt sind. In ihrer Gesamtheit sind sie jedoch virtuell zugänglich – in der Objekt- und Archivdatenbank des Museums, die für spannende Recherchen uneingeschränkt zur Verfügung steht. Neben der Online-Datenbank ermöglicht das Technische Museum Wien Zugang zu zahlreichen besonders gut erschlossene Sammlungsgruppen, den Feinerschlossenen Sammlungen. Bestehend aus rund 20.000 Objekten und Archivalien, zeichnen sich die Feinerschlossenen Sammlungen durch genaue Beschreibungen, präzise Datierungen, eine ausführliche Beschlagwortung und hochwertige Fotos sowie Digitalisate aus.

    Zusätzlich intensivieren derzeit Museen mit dem Hashtag #ClosedButActive ihre Social-Media-Präsenz. Das Technische Museum Wien informiert auf Facebook und Instagram nicht nur über die verschiedensten Online-Angebote, sondern stellt auch seine Spiele-Sammlung vor. Entdecken sie, wie man sich in den unterschiedlichen Epochen zu Hause die Zeit vertrieb und lassen sie sich dazu inspirieren, das eine oder andere Spiel doch wieder mal am Dachboden zu suchen :)

    Eine [kleine] Auswahl weiterer virtueller Angebote ganz ohne Ansteckungsgefahr

    Allen Kunstliebhaber*innen sei die Online-Sammlung des Kunsthistorischen Museum Wien ans Herz gelegt. Hier können sie sämtliche Objekte und Meisterwerke virtuell entdecken und sogar ihre Lieblingswerke zu ihrer persönlichen Sammlung zusammen stellen. Mit der Kunstvermittlungs-App KHM Stories können sie auf ihrem Handy virtuelle Museumstouren durchs Kunsthistorische Museum genießen.
    Viele dieser Touren sind auch speziell für Kinder gemacht!

    Ab sofort sind auch alle Angebote des Museum Niederösterreich digital abrufbar. Auf dieser Seite wird zu den Themen Geschichte, Natur und Familien laufend neuen Content zur Verfügung gestellt.

    Im musicalvienna.at-Podcast der Vereinigten Bühnen Wien „Auf eine Melange …“ werden Stars der aktuellen Produktionen im Ronacher und Raimund Theater auf eine Melange und zum Gespräch gebeten. Die Darsteller*innen plaudern über das Künstlerdasein, ihre aktuellen Rollen und natürlich auch über Privates. Alle Podcasts können online abgerufen werden.

    Das Haus der Musik sorgt für den perfekten Sound in den eigenen vier Wänden. Mit verschiedenen Playlists auf YouTube und Spotify können sowohl „Neue Wiener Lieder“ als auch die Hits der großen Komponisten, der beliebten Live on stage-Reihe oder aber des – leider dieses Jahr abgesagten – Sinnesrauschen-Festivals nach Hause geholt werden. Auf seinen Facebook– und Instagram-Kanälen veröffentlicht das Museum auch laufend Hauskonzert-Empfehlungen von Indie-Alternative Künstler*innen oder Kinder-Entertainer*innen, die sonst live im Klangmuseum auf der Bühne stehen.

    Das Burgtheater ist, wo sein Ensemble ist – in ihrem Wohnzimmer. HIER finden täglich um 11 Uhr ein Ensemblemitglied, das für sie Aufheiterndes, Ablenkendes, Nachdenkliches und Rettendes liest.

    Wie fast alle großen Opern- und Konzerthäuser auf der ganzen Welt musste auch die Wiener Staatsoper sämtliche Vorstellungen und Veranstaltungen bis auf Weiteres absagen. In dieser schwierigen Situation öffnet aber das Haus am Ring seine Livestream-Archive, damit Musikfreund*innen in aller Welt dennoch nicht auf Oper und Ballett verzichten müssen. Nach der Registrierung ist das Abonnement bis auf weiteres kostenlos buchbar.

    Die hier angeführten Museen und Kultureinrichtungen, die auch und vor allem in Corona-Zeiten ihre digitalen Pforten geöffnet haben, sind selbstverständlich nur ein kleiner Ausschnitt, der sie zu einem virtuellen Rundgang inspirieren soll. Selbstverständlich haben auch zahlreiche andere große und kleine Häuser virtuell geöffnet. Am Besten, sie schauen auf den jeweiligen Seiten direkt nach, was sie alles online anschauen, bewundern und erforschen können.

    (Bilder: NHM Wien/ Kurt Kracher, Schloß Schönbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H./ Severin Wurnig, MAK/ Rupert Steiner)

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    Thomas Kumhofer
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    Thomas Kumhofer denkt das Älterwerden seit über zehn Jahren neu. Als Kopf hinter „AlterNEUdenken“ schickt er den klassischen Ruhestand in Rente: Statt auf Häkeldeckchen und Couching setzt er auf Aktives Altern und neuronale Abenteuer. Mit Expertise und Neugier beweist er, dass die beste Zeit für neue Expeditionen – im Kopf oder auf der Weltkarte – genau jetzt ist.

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