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    Home»Körper & Geist»Cholesterin: regelmäßige Messung gegen Herzinfarkt & Schlaganfall
    Grafik: LDL und HDL-Cholsterin auf einer Art Waage aus einem Blutgefäß. (c) AdobeStock

    Cholesterin: regelmäßige Messung gegen Herzinfarkt & Schlaganfall

    23. Juni 20225 Mins Lesezeit

    Am Tag des Cholesterins fördert das Gesundheitsunternehmen Sanofi die Eigenverantwortung der Bevölkerung: Jede und jeder sollte seinen Cholesterinwert kennen. Denn zu hohes Cholesterin ist ein Hauptrisikofaktor für Schlaganfälle und Herzinfarkte. Eine wichtige Maßnahme zur Vorbeugung und Behandlung ist daher die regelmäßige Messung und die Kenntnis des eigenen Cholesterinwerts.

    Inhaltsverzeichnis verbergen
    Cholesterin: Lebenswichtig im richtigen Maß
    Was ist Cholesterin?
    Regelmäßige Kontrolle rettet Leben
    Wie hoch sollte der Cholesterinspiegel sein?
    24. Juni: Tag des Cholesterins


    Cholesterin: Lebenswichtig im richtigen Maß

    Grundsätzlich ist es so, dass unser Körper den Naturstoff Cholesterin braucht. Dabei ist es erwiesen, dass wir nur zirka 20 bis 30 Prozent des Cholesterins über die Nahrung aufnehmen.[1] Der Großteil wird hingegen vom Körper selbst produziert. Und Cholesterin ist per se nicht nur schlecht, im Gegenteil. Es ist ein lebensnotwendiges Lipid [Fett], das der Körper unter anderem für die Zellwände bzw. die Zellmembran braucht. Außerdem ist es unverzichtbar für viele Stoffwechselprozesse, beispielsweise für die Bildung von Hormonen oder um Vitamin D zu produzieren.

    Aber wie so oft gilt auch beim Cholesterin: Die Dosis macht das Gift, oder anders gesagt: ein zu viel Cholesterin ist schädlich. Es lagert sich dann nämlich in den Blutgefäßen ab und führt dort zu Verkalkungen. Dadurch werden die Blutgefäße enger, das Blut kann schwerer durch unseren Körper fließen, Stichwort Durchblutungsstörungen. Im schlimmsten Fall kommt es zu einem Verschluss und damit zu einem Schlaganfall oder Herzinfarkt – beides zählt zu den häufigsten Todesursachen in Österreich.[2]

    Illustration: ein Blutgefäß im Inneren.(c) AdobeStock
    Ist im Körper zu viel an Cholesterin, lagert sich dieses an den Blutgefäßen ab, es kommt zu Durchblutungsstörungen.

    Was ist Cholesterin? 

    Cholesterin wird wie gesagt bis zu 80 Prozent von unserem Körper selbst gebildet, nur der restliche kleinere Teil wird mit der Nahrung aufgenommen. Die Aufnahme aus dem Darm ist dabei ein aktiv regulierter Prozess. Vor allem in der Leber regulieren spezielle Rezeptoren auf den Leberzellen, die LDL-Cholesterin-Rezeptoren, die Konzentration von Cholesterin im Blutkreislauf.

    Unser Blut besteht zu rund 90 Prozent aus Wasser. Auf den ersten Blick scheint es daher kein geeignetes Transportsystem für das in der Leber gebildete Cholesterin zu sein, denn fetthaltige Substanzen [zum Beispiel Olivenöl oder eben auch das Cholesterin] lösen sich nicht in Wasser. Hier greift unser Körper auf einen Trick zurück: Er umschließt die fettähnliche Substanz mit einer Hülle aus sogenannten Lipoproteinen und schickt es sozusagen verpackt auf die Reise.

    Lipoproteine bestehen aus Eiweißen [Proteinen] und Fetten [Lipiden]. Mediziner•innen unterscheiden zwei Lipoprotein-Arten, die als Transportvehikel des Cholesterins dienen. Sie unterscheiden sich in erster Linie durch ihren Lipidanteil:

    • High Density Lipoproteine [HDL – geringer Lipidanteil]
    • Low Density Lipoproteine [LDL – hoher Lipidanteil]

    Das Gesamtcholesterin setzt sich aus den beiden „Gegenspielern“ LDL-Cholesterin und HDL-Cholesterin sowie aus anderen Partikeln zusammen. LDL transportiert Cholesterin von der Leber zu den anderen Organen, während das HDL überschüssiges Cholesterin zurück zur Leber bringt, wo es wieder abgebaut wird. Wenn das LDL-Cholesterin steigt, kommt es auch zur Erhöhung des Gesamtcholesterins.

    Ein Hauptrisikofaktor für Schlaganfall oder Herzinfarkt ist neben Rauchen, Bewegungsmangel, Übergewicht und genetischer Veranlagung ein zu hoher LDL-Cholesterinwert.

    Regelmäßige Kontrolle rettet Leben

    Tückisch ist, dass ein hoher LDL-Cholesterinwert oft lange unbemerkt bleibt, er verursacht keine Schmerzen. So können sich die Fette über einen längeren Zeitraum in den Gefäßen ablagern, ohne dass man etwas davon mitbekommt. Deshalb ist es so wichtig, seinen Cholesterinspiegel zu kennen und regelmäßig zu checken, beispielsweise im Rahmen der alljährlichen Vorsorgeuntersuchung. Dann können zu hohe Werte gut behandelt und schlimmere Folgen abgewendet werden.

    Wie hoch sollte der Cholesterinspiegel sein?

    Das Ziel einer Behandlung ist grundsätzlich nicht, eine Zahl auf einem Laborzettel zu verändern, sondern Herzinfarkt und Schlaganfall zu verhindern. Wie sehr das Risiko vermindert werden kann, hängt wesentlich von 3 Faktoren ab:

    1. Entscheidend ist, wie hoch das gesamte Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei einem Menschen ist. Dies wird neben dem Lebensalter und dem Geschlecht durch Rauchen, Blutdruck, Diabetes mellitus und andere Faktoren beeinflusst. Je höher das Gesamtrisiko ist, desto mehr Herzinfarkte und Schlaganfälle können durch eine Cholesterinsenkung vermieden werden.

    2. Je höher die LDL-Cholesterin-Werte sind, desto mehr Herzinfarkte können durch Senkung des LDL-Cholesterins verhindert werden. Dabei zeigen aktuelle Studien, dass es wichtig ist, hohes LDL-Cholesterin so früh wie möglich zu senken – bei Patient•innen mit familiärer Veranlagung bereits ab dem Kindesalter. Denn entscheidend für Gefäßverkalkung ist, wie lange die Gefäßinnenwand erhöhten Cholesterinwerten ausgesetzt ist.

    3. Je stärker das LDL-Cholesterin gesenkt wird, desto mehr wird das Risiko von Herzinfarkten verringert. Wissenschaftlich am besten gesichert ist die Verringerung des Risikos für die Wirkstoffgruppe der Statine. Diese werden daher übereinstimmend von allen Fachgesellschaften als Therapie der ersten Wahl empfohlen.

    Prinzipiell gilt: Je niedriger die LDL-Cholesterin-Werte, desto niedriger das Risiko. Wissenschaftliche Expertinnen und Experten stimmen darin überein, dass die oben beschriebenen biologischen Prinzipien sinnvoller Weise in LDL-Cholesterin-Zielwerte übersetzt werden. Sie erleichtern die Kommunikation und sind eine wichtige Orientierung für das gemeinsame therapeutische Vorgehen von Arzt und Patient. Für gesunde Menschen mit niedrigem Risiko ohne Risikofaktoren gilt in diesem Sinn ein LDL-Cholesterinwert unter 116 mg/ dl [<3,0 mmol/ l] als Zielwert.

    Jemand hält eine herzförmige Schüssel mit Obst und Gemüse und einem Stethoskop, darunter liegt ein Fragebogen, Stichwort Cholesterin.(c) AdobeStock
    Eine gesunde Ernährung wirkt sich nicht nur positiv auf die LDL-Cholesterinwerte aus, sie unterstützt die Gesundheit und das Wohlbefinden im Allgemeinen.

    24. Juni: Tag des Cholesterins

    Das Gesundheitsunternehmen Sanofi möchte das Bewusstsein der Bevölkerung für das Thema Cholesterin erhöhen. In einem Quiz kann man sein Cholesterin Wissen testen und gleichzeitig wichtige Informationen über Cholesterin erhalten.

    Quellennachweis

    1 ÖGK: Ungünstige Blutfettwerte
    https://www.gesundheitskasse.at/cdscontent/load?contentid=10008.692068&version=1574838575 [zuletzt abgerufen am 10.06.2022].

    2 Statistik Austria: Sterbefälle nach den häufigsten Todesursachengruppen (2021) https://www.statistik.at/statistiken/bevoelkerung-und-soziales/bevoelkerung/gestorbene/todesursachen [zuletzt abgerufen am 10.06.2022].

    Über Sanofi

    Sanofi ist ein innovatives globales Gesundheitsunternehmen mit einer einzigen Bestimmung: das Unternehmen erforscht die Wunder der Wissenschaft, um das Leben der Menschen zu verbessern. Das Sanoif-Team setzt sich in mehr als 100 Ländern dafür ein, die medizinische Praxis zu verändern und damit das Unmögliche möglich zu machen. Es bietet weltweit Millionen von Menschen lebensrettende Impfstoffe und Behandlungsoptionen an, die das Potential haben, das Leben zu verbessern. Dabei stellt Sanofi Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung in den Mittelpunkt seines Handelns.

    (Bilder: AdobeStock)

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    Thomas Kumhofer
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    Thomas Kumhofer denkt das Älterwerden seit über zehn Jahren neu. Als Kopf hinter „AlterNEUdenken“ schickt er den klassischen Ruhestand in Rente: Statt auf Häkeldeckchen und Couching setzt er auf Aktives Altern und neuronale Abenteuer. Mit Expertise und Neugier beweist er, dass die beste Zeit für neue Expeditionen – im Kopf oder auf der Weltkarte – genau jetzt ist.

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