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    Home»Körper & Geist»„Gestärkt hervorgehen“ – positive Lehren aus der Corona-Krise
    Ein Mann und eine Frau, die sich über zwei Smartphones einen Kuss geben. (c) Pixabay.com

    „Gestärkt hervorgehen“ – positive Lehren aus der Corona-Krise

    1. Apr. 20207 Mins Read

    Wir befinden uns in einer der – wenn nicht sogar der – schwersten Krise und herausfordernsten Zeit seit dem 2. Weltkrieg. Die Corona-Krise hat uns alle fest im Griff. Unser Alltag hat sich von einer Sekunde auf die andere völlig geändert. Und vermutlich wird die Welt nach der Krise eine andere sein. In diesem Sinn liegt es an uns allen, die Krise auch als Chance zu sehen und trotz allem das beste daraus zu machen – damit die Welt danach eine bessere wird – #GemeinsamSchaffenWirDas

    Inhaltsverzeichnis verbergen
    Trotz Corona-Krise positiv bleiben – auch wenn es schwer fällt
    Service


    Trotz Corona-Krise positiv bleiben – auch wenn es schwer fällt

    Das Coronavirus hat sich binnen weniger Wochen zu einer Pandemie von bisher unbekannten Ausmaßen entwickelt. Weltweit steht in vielen Bereichen die Wirtschaft still, man könnte meinen, die Welt hält den Atem an.

    Diese Krisensituation macht den Menschen Angst. Auf der einen Seite wegen des Coronavirus an sich. Und auf der anderen Seite, weil viele nicht wissen, wie es weiter geht und in ihrer Existenz bedroht sind. Und gerade deshalb ist es trotz allem umso wichtige zu versuchen, positiv zu bleiben und auch in der Krise das Gute zu entdecken.

    Zugegeben, zumeist gelingt das erst, wenn eine Krise überwunden ist – nicht umsonst haben die Chinesen seit Jahrhunderten das gleiche Schriftzeichen für Krise und Chance. Doch wir können auch schon jetzt Veränderungen sehen, die uns – hoffentlich – auch in der Zeit nach der Coronakrise bereichern werden. Denn eines steht fest: diese Zeit wird kommen!

    Ein halb volles und ein volles Glas Wasser, Stichwort Corona-Krise.(c) Pixabay.com
    Auch wenn es aktuell schwer fällt, ein halb volles Glas zu sehen, gibt es auch trotz Krise durchaus Positives um uns herum.

    Aus der Krise lernen

    So dramatisch Krisen auch sein mögen, auf lange Sicht haben sie oft [auch] etwas Gutes. Sie reißen uns aus unserem Alltag, aus unserer Monotonie, aus unserem Hamsterrad. Sie wecken Kraftreserven und geben neue Denkanstöße. Sie helfen uns zu erkennen, dass unsere eigenen Grenzen noch lange nicht erreicht sind, fördern so unsere persönliche Entwicklung und sind sozusagen „Motor“ für Verbesserungen, Fortschritt und positive Veränderungen.

    Wir nehmen Rücksicht auf älteren Mitmenschen

    Alle Maßnahmen, die bisher getroffen wurden und werden, haben das Ziel, die Ansteckungsrate zu minimieren und damit vor allem die besonders gefährdete Gruppe der älteren Generation zu schützen. Viele Menschen isolieren sich daher zur Zeit auch nicht unbedingt, weil sie selbst Angst vor einer Infizierung mit dem Coronavirus haben. Sondern vielmehr, weil sie befürchten, es an Personen weiterzugeben, die zur älteren Generation gehören oder Vorerkrankungen haben.

    Vor der Corona-Krise haben wir Alte und Kranke an den Rand gedrängt, sie in Heime abgeschoben, im Straßenverkehr oder Supermarkt als Hindernis angemeckert. Dabei sind sie eine tragende Säule der Gesellschaft, die Respekt verdient hat.

    Bei allem Negativen, das das Coronavirus mit sich bringt, zeigt es uns, wie wichtig es ist, auf unsere Mitmenschen zu achten. „Zusammenhalt“ ist zu einem wichtigen Schlagwort in den vergangenen Tagen geworden.

    Wir erkennen, was wirklich wichtige Berufe sind und lernen diese zu schätzen

    Die Helden der Corona-Krise sind Menschen, die in Krankenhäusern, Arztpraxen und Pflegeheimen arbeiten. Es sind die Mitarbeiter*innen im Supermarkt, Kassierer*innen, Polizist*innen, Sanitäter*innen, Kindergärtner*innen, Post- und Paketboten u.v.m. – Menschen, die trotz Coronavirus Tag täglich ihrer Arbeit nachgehen [müssen], damit unsere Gesellschaft zumindest auf Sparflamme weiter laufen kann.

    Danke dafür!

    Die meisten von ihnen sind schlecht bezahlt. Daher ist es wichtig, dass unsere Anerkennung und Wertschätzung nicht mit der Überwindung der Coronakrise endet. Und dass sich die sogenannten Entscheidungsträger auf eine angemessene Bezahlung einigen.

    #BewegungISTgesund

    Das Leben in häuslicher Isolation ist eine Herausforderung für jede und jeden von uns. Doch obwohl wir zur Zeit nur für das Notwendigste die eigenen vier Wände verlassen sollen, setzt sich ein neues Bewegungsbewusstsein durch.

    Während sich die Straßen leeren, sind Parks und Wälder voller Fahrradfahrer, Wanderer und Jogger. Menschen in der Stadt trainieren auf dem Balkon, tausende verstaubte Home-Trainer werden ins Wohnzimmer geschoben und Bewegungsvideos im Internet verzeichnen Zugriffe wie nie zuvor.

    Wir lernen wieder, die Natur viel mehr zu schätzen als zuvor

    Es gibt aktuell niemanden, der achtlos oder mürrisch spazieren geht. Nach Stunden in der Wohnung bekommt unsere Natur die Aufmerksamkeit, die sie verdient. Menschen genießen die klare, frische Luft mit viel weniger Feinstaub von Autos, Flugzeugen und Industrieanlagen.

    So hatte beispielsweise China In den vergangenen Wintern mit einer zum Teil sehr hohen Smog-Belastung zu kämpfen – doch in diesem Jahr ist das anders. Satellitenbilder der Nasa zeigen, dass die Luftverschmutzung über dem Land drastisch gesunken. Zu verdanken ist das in gewisser Weise dem Coronavirus und den dadurch bedingten umfassenden Quarantänemaßnahme, mit denen das öffentliche Leben praktisch komplett zum Erliegen gekommen ist.

    Wer die Vögel morgens lauter zwitschern hört als zuvor, hat das Gefühl, die Natur erholt sich vom Menschen. Und wer die Natur schätzt, wird sie auch schützen.

    Die Entschleunigung annehmen und genießen

    Viele bedroht die Coronakrise wirtschaftlich, sie würden lieber weiter ihrer gewohnten Arbeit nachgehen als untätig zu Hause zu sitzen. Aber es gibt auch die, denen die erzwungene Entschleunigung guttut. Denn eine leere Stadt muss nicht gespenstisch sein, sie kann auch beruhigen und nimmt die Aggressivität im Straßenverkehr.

    Oft wird auch in der Arbeit am Abend „noch schnell“ etwas fertig gemacht, was am Ende dann doch wieder ein, zwei Stunden gedauert hat. Dann wird zu Hause nur schnell eine Tiefkühl-Pizza gegessen, weil Kochen zu lange dauern würde. Oder anders gesagt: Dass Stress auf Dauer nicht gesund ist, ist längst kein Geheimnis mehr. Trotzdem schaffen es die wenigsten von uns, ihn wirklich zu reduzieren. Durch die soziale Isolation haben wir nun endlich wieder mehr Zeit.

    Man kann es sich mal richtig gemütlich zu Hause machen, einen entspannten Filmabend mit selbstgemachtem Popcorn genießen, einen Serienmarathon starten oder endlich mal das Buch zu Ende lesen, das man schon vor Monaten begonnen hat. Das tut Geist und Seele gut – und beruhigt.

    Solidarität, Zusammenhalt, Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft innerhalb der Bevölkerung

    Zahlreiche Menschen bieten angesichts der Ausbreitung des Coronavirus ihre Hilfe an. In Geschäften finden sich beispielsweise Aushänge, in denen Menschen Senioren und durch das Coronavirus besonders gefährdeten Menschen Unterstützung beim Einkaufen anbieten. Nachbarschaftshilfegruppen organisieren Hilfsangebote für Betroffene.

    Aber auch in den sozialen Medien signalisieren Menschen ihre Hilfsbereitschaft. Auf Facebook etwa gibt es bereits zahlreiche Corona-Hilfegruppen, in denen sowohl Hilfe angeboten als auch nach Unterstützung gefragt werden kann.

    Videoaufnahmen aus Italien, Spanien und anderen Corona-Krisenländern gehen derzeit um die Welt. Darauf zu sehen: Menschen, die in Quarantäne leben und von ihren Balkonen aus gemeinsam singen, musizieren und klatschen. Man unterstützt sich, baut sich gegenseitig auf, ist füreinander da.

    Wir entdecken [wieder] den Wert des Einfachen

    Viele nutzen momentan die Zeit zum Ausmisten, um sich von unnötigen Sachen zu lösen. Andere entdecken Dinge im Keller oder auf dem Dachboden, die ihnen einmal lieb und teuer war, lesen ein altes Lieblingsbuch noch einmal, finden alte Briefe oder Tagebücher – den Wert von einfachen, zeitlosen Sachen entdeckt man erst so richtig in der Krise.

    Wir rücken mit unseren Liebsten zusammen – psychisch, nicht physisch

    Seit wir soziale Kontakte auf persönlicher, physischer Ebene reduzieren sollen, wird auf einmal die Familie wieder viel wichtiger. Wann hat man beispielsweise das letzte Mal Oma und Opa oder Tante und Onkel angerufen? In der Hektik des Alltags fehlt einem oft die Zeit dafür – bzw. nimmt man sie sich nicht. Nicht nur, dass man momentan immer wieder mal mehrere Minuten hat, um mit seinen Liebsten zu telefonieren, merkt man auch wieder, wie wichtig die Familie eigentlich im eigenen Leben ist.

    Plötzlich macht man sich viel mehr Sorgen um Oma, denn sie gehört zur Risikogruppe und man möchte auf keinen Fall, dass ihr etwas passiert. Man meldet sich bei ihr, weil man wissen möchtet, ob bei ihr alles in Ordnung ist. Dieses Bedürfnis, sich nach seinen Liebsten zu erkundigen und sicherzustellen, dass es allen gut geht, ist Fürsorge. Und Liebe – die man vielleicht lange nicht mehr so intensiv gespürt hat.

    Oder wann haben sie zuletzt mit ihren Kindern Brettspiele gespielt? Oder regelmäßig abends zusammen gegessen? Die Familie rückt zusammen. Und das ist gut so!

    Service

    Alle aktuellen Informationen, insbesondere auch der aktuell verordneten Maßnahmen, finden sie auf der Seite des Gesundheitsministeriums.

    (Bilder: Pixabay.com)

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    Thomas Kumhofer
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    Thomas Kumhofer denkt das Älterwerden seit über zehn Jahren neu. Als Kopf hinter „AlterNEUdenken“ schickt er den klassischen Ruhestand in Rente: Statt auf Häkeldeckchen und Couching setzt er auf Aktives Altern und neuronale Abenteuer. Mit Expertise und Neugier beweist er, dass die beste Zeit für neue Expeditionen – im Kopf oder auf der Weltkarte – genau jetzt ist.

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