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    Home»Körper & Geist»Weihnachten und Corona – Psychologische Tipps für die Adventzeit
    Eine weihnachtliche Tasse und eine Mund-Nasen-Schutzmaske. (c) Pixabay.com

    Weihnachten und Corona – Psychologische Tipps für die Adventzeit

    2. Dez. 20205 Mins Lesezeit

    Die Corona-Virus-Pandemie macht auch vor Weihnachten nicht halt. Wie und mit wem wir dieses Jahr die Feiertage verbringen können, ist noch weitgehend ungewiss. Diese Ungewissheit und Unplanbarkeit von einem der größten Familienfeste des Jahres ist aber für viele Menschen psychisch [sehr] belastend. Die Vorstellung, Weihnachten vielleicht ganz alleine ohne geliebte Menschen, Kinder, Enkelkinder oder ohne gewohnte Rituale verbringen zu müssen, lässt kaum jemanden kalt. Negative Gefühle wie Trauer, Wut oder Einsamkeit können die Folge sein.

    Um dabei zu unterstützen, die Weihnachtszeit bestmöglich zu gestalten und mit belastenden Gefühlen gut umzugehen, hat der Berufsverband Österreichischer PsychologInnen [BÖP] das Informationsblatt „Weihnachten und Corona – Psychologische Tipps für den Advent“ entwickelt, damit sie den Advent – trotz allem – schön verbringen können

    Inhaltsverzeichnis verbergen
    Corona-sicher durch die Weihnachtszeit
    Psychologische Tipps für Weihnachten
    Service

    Corona-sicher durch die Weihnachtszeit

    Der BÖP ermutigt dazu, Wünsche und Bedenken gegenüber nahen Bezugspersonen zu äußern, auf kreative Lösungen zurückzugreifen und insbesondere Kinder in die Planung der Festtage miteinzubeziehen. Des Weiteren liefert der BÖP Anregungen zur „Corona-sicheren“ Gestaltung von Ritualen und Familienzusammenkünften.

    Illustration: ein Weihnachtsmann mit einer Mund-Nasen-Schutzmaske, Stichwort Weihnachten und Corona.(c) Pixabay.com
    In diesem Jahr ist vieles anders – so trägt beispielsweise heuer auch der Weihnachtsmann eine Mund-Nasen-Schutzmaske.

    Psychologische Tipps für Weihnachten

    Wünsche offen mitteilen

    Reden sie mit ihren nahen Bezugspersonen [zum Beispiel Familie, Freundinnen und/ oder Freunde] darüber, wie sie in diesem Jahr Weihnachten gerne verbringen würden. Teilen sie ihre Wünsche, aber auch eventuelle Bedenken offen mit, damit die Menschen um sie herum ein Bild davon bekommen, wie es ihnen geht und was ihnen wichtig ist.

    Fragen sie aber umgekehrt ebenso nach, was ihren Nächsten wichtig ist, um den Advent und das Weihnachtsfest dieses Jahr möglichst sicher zu gestalten. Respektieren sie die Wünsche jedes/ jeder Einzelnen nach Nähe oder Distanz, damit sich alle wohl fühlen und die unterschiedlichen Bedürfnisse nach Sicherheit erfüllt werden.

    Gemeinsam kreative Lösungen finden

    Fragen sie ihre Familienmitglieder, vor allem die Kinder und Enkelkinder, ob diese Ideen haben, wie dieses – etwas andere – Weihnachtsfest heuer gestaltet werden könnte. Möglicherweise macht es ihnen Freude, eigene Mund-Nasen-Schutzmasken für jedes Familienmitglied zu basteln oder sich Aktivitäten zu überlegen, die mit räumlicher Distanz möglich sind.

    Vielleicht möchten sie Weihnachtslieder im Vorhinein aufnehmen, da ja ein gemeinsames Singen 2020 möglicherweise ausfallen wird. Kinder können sehr kreative Ideen einbringen und haben bestimmt Freude daran, den Heiligen Abend aktiv mitzugestalten.

    Rituale aufrechterhalten und planen

    Was ist ihnen an der Weihnachtszeit besonders wichtig? Was macht ihnen am meisten Freude? Sind es die Christkindlmärkte? Oder ist es das Kekse backen, das Adventkranzbinden oder das Adventslieder singen?

    Suchen und finden sie gemeinsam mit ihrer Familie bzw. ihren Freundinnen und Freunden Möglichkeiten, wie sie diese Traditionen, die ihnen am Herzen liegen, dieses Jahr trotz Corona gestalten könnten. Überlegen sie im Vorhinein, wie sie diese Rituale und insbesondere auch den Heiligen Abend, „Corona-sicher“ gestalten können und planen sie die Durchführung genauer als sie das „in normalen Jahren“ tun würden.

    Nähe und Distanz mit Kindern

    Überlegen sie sich schon im Vorhinein, wie Kinder den Großeltern zeigen können, dass sie diese lieb haben, ohne diese zu umarmen – zum Beispiel durch Worte, Mimik [etwa mit einem Lächeln] und Gesten [beispielsweise einen „Kuss schicken“]. Sie könnten ihnen auch etwas malen oder Kekse backen und auf ihren Platz stellen.

    Erklären sie den Kindern altersgerecht, dass es dieses Weihnachten wichtig ist, Abstand zu halten. Sollte dies aufgrund des Alters der Kinder nicht möglich sein, könnten sie dieses Jahr beispielsweise gemeinsam über Videotelefonie feiern.

    Eine ältere Frau, die ihrem Enkelkind einen Laptop mit einer Videokonferenz hält.(c) Pixabay.com
    Weihnachten 2020 wird wegen dem Corona-Virus sehr stark digital gefeiert werden.

    Mit Hilfe von Videotelefonie feiern

    Sollte es Familienmitgliedern oder nahen Bezugspersonen aus unterschiedlichen Gründen nicht möglich sein, persönlich an den Weihnachtsfeiertagen anwesend zu sein, gibt es die Möglichkeit, Videotelefonie wie zum Beispiel Skype zu nutzen. Der große Vorteil von Videotelefonie ist, dass sie ihr Gegenüber sehen können und wichtige non-verbale Informationen aus dem Gespräch [wie etwa ein Lächeln oder Stirnrunzeln] nicht verloren gehen.

    So können sie auch ihrer Familie oder FreundInnen beispielsweise den Weihnachtsschmuck und Christbaum in ihrem zu Hause präsentieren, gemeinsam singen oder diese an anderen Aktivitäten teilhaben lassen.

    Treffen im Freien

    Wenn es die Situation erlaubt, treffen sie sich in der Adventzeit oder auch am Heiligen Abend zum Beispiel für einen Spaziergang an der frischen Luft mit ihren Liebsten im Freien. Das reduziert die gemeinsame Zeit in geschlossenen Räumen und kann, je nach Wetter und Kleidung, sehr weihnachtlich und gemütlich sein.

    Nehmen sie beispielsweise in der Thermoskanne Tee oder Maroni zu einem Treffen im Park oder Garten mit. Dort können sie den nötigen Abstand einhalten und trotzdem die Gesellschaft ihrer Liebsten genießen.

    Anderen eine Freude machen

    Wie heißt es so treffend: geteilte Freude ist doppelte Freude, sprich anderen etwas Gutes zu tun, erfreut auch einen selbst. Machen sie geliebten Personen eine Freude, in dem sie ihnen zum Beispiel selbst gebackene Weihnachtskekse schicken oder eine Box mit „Goodies“, die ihnen zeigen, dass sie an sie denken.

    Hilfe holen

    Wenn sie das Gefühl haben, dass sie nicht weiter wissen und Unterstützung brauchen, dann holen sie sich auf jeden Fall Hilfe!

    Wenden sie sich an Hotlines, wie beispielsweise die BÖP-Helpline [Montag bis Donnerstag 9 bis 13 Uhr 01/ 504 8000 oder per eMail an helpline@psychologiehilft.at] oder direkt an PsychologInnen. Diese finden sie beispielsweise unter www.psychnet.at. Die Expertinnen und Experten werden sie dabei unterstützen, die aktuelle Situation bestmöglich zu bewältigen.

    Service

    Außerdem finden sie auf der BÖP-Homepage  zahlreiche weitere Informationen zum Corona-Virus Covid-19 – beispielsweise psychologische Tipps zur häuslichen Isolation und Quarantäne oder auch zum Home Office.

    Darüber hinaus ist der BÖP über seine Helpline nach wie vor von Montag bis Donnerstag von 9 bis 13 Uhr telefonisch unter der Nummer 01/ 504 8000 oder per eMail an helpline@psychologiehilft.at erreichbar.

    Das Infoblatt „Weihnachten und Corona – Psychologische Tipps für den Advent“ können sie HIER kostenlos als Pdf herunterladen.

    (Bilder: Pixabay.com)

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    Thomas Kumhofer
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    Thomas Kumhofer denkt das Älterwerden seit über zehn Jahren neu. Als Kopf hinter „AlterNEUdenken“ schickt er den klassischen Ruhestand in Rente: Statt auf Häkeldeckchen und Couching setzt er auf Aktives Altern und neuronale Abenteuer. Mit Expertise und Neugier beweist er, dass die beste Zeit für neue Expeditionen – im Kopf oder auf der Weltkarte – genau jetzt ist.

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