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    Home»Körper & Geist»Erstmals hilft autonome Drohne Patient mit Herzstillstand zu retten
    Eine autonome Drohne über einer Schwedischen Stadt. (c) Everdrone AB

    Erstmals hilft autonome Drohne Patient mit Herzstillstand zu retten

    7. Jan. 20224 Mins Lesezeit

    Erstmals in der Geschichte der Medizin hat eine Drohne eine entscheidende Rolle dabei gespielt, einen Patienten mit plötzlichem Herzstillstand zu retten. Diese weltweit einzigartige Errungenschaft trug sich im Dezember 2021 im schwedischen Trollhättan zu: Eine autonome Drohne von Everdrone lieferte einen Defibrillator, mit dem das Leben eines 71-jährigen Mannes gerettet werden konnte. „Das ist eine wirklich revolutionäre Technologie, die überall eingesetzt werden muss“, erklärt der Patient, der sich inzwischen vollständig erholt hat.

    Inhaltsverzeichnis verbergen
    Autonome Drohne als Lebensretterin
    Plötzliche Herzstillstände kann jede und jeden von uns treffen
    Zeit für den Zugang lebensrettender AED-Geräte wird minimiert
    Rasche Hilfe aus der Luft
    Service | Hintergrund


    Autonome Drohne als Lebensretterin

    Der Emergency Medical Aerial Delivery Service [EMADE] von Everdrone, ein innovatives Glied in der Kette lebensrettender Maßnahmen der Region Västra Götaland, Schweden, ist am Morgen des 9. Dezember 2021 auf seine härteste Probe gestellt worden. In der schwedischen Stadt Trollhättan räumte ein 71-jähriger Mann vor seinem Haus Schnee und erlitt dabei einen plötzlichen Herzstillstand [OHCA – Herzstillstand außerhalb der Klinik].

    Dank der Kombination aus einem sofortigen Notruf, dem schnellen Handeln von Dr. Mustafa Ali und der schnellen Lieferung eines automatisierten externen Defibrillators [AED] konnten noch vor der Ankunft des Rettungswagens lebensrettende Maßnahmen durch Defibrillation eingeleitet und sein Leben gerettet werden. Die Zeit vom Notruf bis zur sicheren Zustellung des AED direkt an die Unfalladresse betrug etwas mehr als drei Minuten. Nach der ersten Behandlung vor Ort wurde der Patient ins Krankenhaus gebracht und ist inzwischen vollständig genesen.

    Ein Mann läuft zu einem Defibrillator, der von einer autonomen Drohne abgeworfen wurde.(c) Everdrone AB
    Das Beispiel aus Schweden zeigt, wie mit Hilfe autonomer Drohnen Leben gerettet werden kann.

    Plötzliche Herzstillstände kann jede und jeden von uns treffen

    „Ich kann nicht in Worte fassen, wie dankbar ich für diese neue Technologie und die schnelle Lieferung des Defibrillators bin. Ohne die Drohne wäre ich wahrscheinlich nicht mehr hier“, sagt der 71-jährige Patient, der sich vollständig erholt hat und wieder zu Hause ist.

    Für Dr. Mustafa Ali war die Erfahrung trotz des Ernstes der Situation genauso zufriedenstellend. „Ich war auf dem Weg zur Arbeit im örtlichen Krankenhaus, als ich aus dem Autofenster schaute und einen Mann in seiner Einfahrt zusammenbrechen sah„, erzählt Dr. Ali. „Ich begriff sofort, dass etwas nicht stimmte und eilte hin, um zu helfen. Der Mann hatte keinen Puls, also begann ich mit der HLW [Herz-Lungen-Wiederbelebung] und bat einen Passanten, die Notrufnummer 112 zu wählen. Wenige Minuten später sah ich etwas über meinem Kopf fliegen. Es war eine Drohne mit einem Defibrillator!“ Dank Dr. Ali und dem Einsatz des Defibrillators konnten frühzeitig lebensrettende Maßnahmen eingeleitet werden, die letztendlich das Leben des Patienten retteten.

    „Das ist eine wirklich revolutionäre Technologie, die überall eingesetzt werden muss. Plötzliche Herzstillstände können jede und jeden betreffen, nicht nur alte Menschen mit Arteriosklerose“, so der Patient.

    Zeit für den Zugang lebensrettender AED-Geräte wird minimiert

    Das Drohnenliefersystem in der Region Västra Götaland wird von Everdrone, einem weltweit führenden Unternehmen für autonome Drohnenlösungen, entwickelt und betrieben. Die Lösung wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Reanimationswissenschaft am Karolinska-Institut, SOS Alarm und der Region Västra Götaland entwickelt und stetig verbessert. Der Betrieb wird auch von Vinnova, Swelife und Medtech4Health unterstützt.

    „Dies ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie die hochmoderne Drohnentechnologie von Everdrone, die vollständig in die Notfallrettung integriert ist, die Zeit für den Zugang zu lebensrettenden AED-Geräten minimieren kann“, betont Mats Sällström, CEO von Everdrone.

    Rasche Hilfe aus der Luft

    Etwa 275.000 Patientinnen und Patienten in Europa und 350.000 in den USA erleiden jedes Jahr einen OHCA. Etwa 70 Prozent der OHCA treten in privaten Haushalten ohne AED auf, und die Zeit bis zum Eintreffen des Krankenwagens ist oft zu lang, um das Leben der Patientin bzw. des Patienten zu retten. Die Überlebenschancen sinken mit jeder Minute nach dem Zusammenbruch um sieben bis zehn Prozent. Folglich beträgt die aktuelle Überlebensrate bei OHCA-Patienten nur zehn Prozent. Der innovative luftgestützte AED-Lieferservice von Everdrone ist eine bewährte Methode, um dieses grundlegende Problem zu lösen. Der Dienst kann derzeit 200.000 Einwohner in Schweden erreichen und wird voraussichtlich bis 2022 an weitere Standorte in Europa expandieren.

    Sehen sie hier ein kurzes Video, wie das System mit der autonomen Drohne in der Praxis funktioniert:

    Service | Hintergrund

    Das Drohnensystem wurde wissenschaftlich etabliert, um die Reaktionszeiten zu verkürzen. Die vollständige Studie wird im European Heart Journal veröffentlicht.

    Everdrone AB entwickelt Technologie für autonome Drohnen und bietet fortschrittliche Drohnen-Dienstleistungen. Die Test- und Entwicklungsanlagen des Unternehmens befinden sich in Sisjön bei Göteborg. Das Unternehmen konzentriert sich auf zivile Anwendungen, vorwiegend im Bereich Gesundheitswesen und Notfallmaßnahmen. Everdrone arbeitet aktiv mit regulatorischen Fragen im Zusammenhang mit Drohnen und hat sich auf den Betrieb in städtischen Gebieten spezialisiert. Weitere Informationen finden sie HIER.

    (Bilder: Everdrone AB; Video: Everdrone AB)

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    Thomas Kumhofer
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    Thomas Kumhofer denkt das Älterwerden seit über zehn Jahren neu. Als Kopf hinter „AlterNEUdenken“ schickt er den klassischen Ruhestand in Rente: Statt auf Häkeldeckchen und Couching setzt er auf Aktives Altern und neuronale Abenteuer. Mit Expertise und Neugier beweist er, dass die beste Zeit für neue Expeditionen – im Kopf oder auf der Weltkarte – genau jetzt ist.

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