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    Home»Körper & Geist»gesunde Ernährung»Jede und jeder von uns isst und trinkt eine Tonne. Und zwar pro Jahr.
    Lebensmittel in einem Einkaufssackerl. (c) AdobeStock

    Jede und jeder von uns isst und trinkt eine Tonne. Und zwar pro Jahr.

    10. Jan. 20224 Mins Lesezeit

    In einem Jahr essen und trinken wir pro Kopf und im Durchschnitt schier unglaubliche Mengen: nämlich mehr als eine Tonne, sprich mehr als 1.000 Kilogramm. Wir haben uns einmal ein wenig „umgehört“ und recherchiert, wie sich dieser wahre Berg an Flüssigkeiten, pflanzlichen und tierischen Produkten von Herrn und Frau Österreicher zusammensetzt.

    Inhaltsverzeichnis verbergen
    Was essen und trinken wir innerhalb eines Jahres?
    Leicht sinkender Fleischkonsum
    Milch und Milchprodukte als beliebte Nährstoffquelle
    „Regional statt egal“ im Apfelland Österreich
    Kartoffeln und Tomaten am beliebtesten beim Gemüse
    Eine Tonne Lebensmittel – Herkunft unbekannt?


    Was essen und trinken wir innerhalb eines Jahres?

    Im vergangenen Jahr 2021 hat sich vieles getan in der Welt der Lebensmittel. Österreich hat sich mit den Themen Herkunftskennzeichnung, Tierwohl, Lebensmittelverschwendung und vielem mehr beschäftigt. Aber was genau essen und trinken wir innerhalb eines Jahres, sprich wie setzen sich diese 1.000 Kilogramm zusammen und welche Auswirkungen hat das auf unseren Körper?

    „Lebensmittel sind nicht einfach nur ein Füllstoff für unseren Körper. Sie sind – wie der Name schon sagt – Mittel zum Leben. Wenn ich jährlich eine Tonne esse, dann kommen, bis ich 70 Jahre alt bin, 70 Tonnen zusammen. Das muss man sich einmal bildlich vorstellen! Wie sich diese 70 Tonnen zusammensetzen, sollte uns deshalb schon allein wegen der Menge nicht egal sein„, sagt Hannes Royer, Obmann vom Verein Land schafft Leben – ein Verein, dessen Ziel es ist, den Konsumentinnen und Konsumenten transparent und ohne zu werten zu zeigen, wie in Österreich Lebensmittel produziert werden, wie die Produktion erfolgt, wie die Verarbeitung funktioniert und wie das fertige Produkt schließlich im Lebensmittelhandel landet.

    Infografik: Mehr als eine Tonne Lebensmittel – so viel isst und trinkst du pro Jahr.(c) Land schafft Leben
    Diese Grafik zeigt anschaulich, wie sich diese Tonne Lebensmittel, die wir pro Jahr konsumieren, zusammensetzt.

    Leicht sinkender Fleischkonsum

    Wenn es nach der Empfehlung der Österreichischen Gesellschaft für Ernährung [ÖGE] geht, sollten wir maximal rund 20 Kilogramm Fleisch pro Jahr essen. Obwohl der Fleischkonsum bereits seit Jahren leicht rückläufig ist, konsumieren wir immer noch über 60 Kilogramm Fleisch pro Kopf und Jahr. Angeführt wird das Ranking vom Schwein, von dem täglich etwa 100 Gramm auf unseren Tellern landen. Auf Platz zwei liegt Geflügel wie Huhn und Pute, gefolgt von Rind und Kalb, Schaf und Ziege. „Tierische Lebensmittel sind besonders wertvoll, hier sollten wir bewusst konsumieren und dafür zu höherer Qualität greifen„, plädiert Royer.

    Milch und Milchprodukte als beliebte Nährstoffquelle

    Ein maßvoller und bewusster Konsum tierischer Produkte im Sinne einer ausgewogenen Ernährung ist durchaus empfehlenswert. Vor allem Milch und Milchprodukte sollten auf dem Speiseplan stehen, da sie gut verfügbares Protein, Calcium und Vitamin B2 liefern. Am Pro-Kopf-Jahresverbrauch von durchschnittlich etwa 120 Kilogramm dieser Lebensmittelgruppe lässt sich ablesen, dass Joghurt, Käse & Co. nach wie vor fixer Bestandteil auf den Speiseplänen österreichischer Haushalte sind.

    „Regional statt egal“ im Apfelland Österreich 

    Rund 77 Kilogramm Obst und Obstprodukte landen jährlich pro Kopf auf unseren Tellern. Das Lieblingsobst ist und bleibt, wie schon in den Vorjahren, unangefochten der Apfel. Durchschnittlich 17 Kilogramm lassen wir uns pro Person über ein Jahr verteilt schmecken. Mit einem Selbstversorgungsgrad von etwa 95 Prozent gewährleisten Österreichs Apfelbäuerinnen und Apfelbauern dabei annähernd unsere Unabhängigkeit von Apfelimporten. Auch mit Birnen, bei den heimischen Obstsorten auf Platz zwei, kann sich Österreich zu einem guten Teil selbst versorgen. 

    Kartoffeln und Tomaten am beliebtesten beim Gemüse

    Unglaubliche 118 Kilogramm Gemüse und 52 Kilogramm Kartoffeln werden innerhalb von zwölf Monaten vom Durchschnittsösterreicher konsumiert. Stolze 30 Kilogramm Tomaten essen die Österreicherinnen und Österreicher, gefolgt von Zwiebeln und Karotten. Maria Fanninger, Mitbegründerin des Vereins Land schafft Leben, plädiert beim Griff ins Regal für Lebensmittel mit möglichst kurzen Transportwegen und Lagerzeiten, da frisches, saisonales Obst und Gemüse einen höheren Gehalt an Mikronährstoffen aufweisen, der durch lange Transporte und Lagerung abnimmt: 

    „Ernährung ist die Basis für unsere Gesundheit und unsere körperliche und geistige Leistungsfähigkeit. Je besser wir uns ernähren, desto besser kann unser Körper also seine Funktionen erfüllen. Mit der Entscheidung für saisonale, möglichst unverarbeitete Lebensmittel aus der Region unterstützen wir ihn bestmöglich dabei.“

    Infografik: Österreichische Ernährungsempfehlung.(c) Land schafft Leben
    Hier sehen sie, wie sich ihr Speiseplan idealer Weise zusammensetzen sollte.

    Eine Tonne Lebensmittel – Herkunft unbekannt?

    In Österreich ist die Herkunftskennzeichnung derzeit verpflichtend für: Bio-Produkte, verpacktes Frischfleisch [nur Rindfleisch muss auch unverpackt gekennzeichnet werden], unverarbeitete Eier, Frischobst und -gemüse, Olivenöl und Honig. Wurde der Apfel gerieben, das Ei gekocht oder das Grillfleisch mariniert, muss die Herkunft der Rohstoffe nicht ausgewiesen werden. Besonders spannend wird im Jahr 2022 daher werden, wann die Herkunftskennzeichnung für verarbeitete Produkte und die Gemeinschaftsverpflegung beschlossen und umgesetzt wird.

    (Bilder: AdobeStock, Grafiken: Land schafft Leben)

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    Thomas Kumhofer
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    Thomas Kumhofer denkt das Älterwerden seit über zehn Jahren neu. Als Kopf hinter „AlterNEUdenken“ schickt er den klassischen Ruhestand in Rente: Statt auf Häkeldeckchen und Couching setzt er auf Aktives Altern und neuronale Abenteuer. Mit Expertise und Neugier beweist er, dass die beste Zeit für neue Expeditionen – im Kopf oder auf der Weltkarte – genau jetzt ist.

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