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    Home»Körper & Geist»Krebs – Früherkennung sichert gute Behandlungschancen
    Bunte Ribbons als Symbole für Krebs. (c) AdobeStock

    Krebs – Früherkennung sichert gute Behandlungschancen

    4. Feb. 20225 Mins Read

    Jährlich erkranken rund 42.000 Menschen in Österreich an Krebs. Dank großer Fortschritte in der Früherkennung, Therapie und Nachsorge sind die Überlebenschancen deutlich gestiegen. Dennoch ist Krebs nach den Herz-Kreislauf-Erkrankungen immer noch die zweithäufigste Todesursache in Österreich. Die Österreichische Gesundheitskasse [ÖGK] bietet im Rahmen der kostenlosen jährlichen Vorsorgeuntersuchung zahlreiche Früherkennungsprogramme an – wichtige Untersuchungen, die Leben retten.

    Inhaltsverzeichnis verbergen
    Jährlicher Gesundheits-Check
    Brust- und Prostatakrebs am häufigsten
    Darmkrebs-Risiko erfolgreich reduzieren
    Gebärmutterhalskrebs frühzeitig erkennen
    Hautkrebs keine Chance geben
    Gesunder Lebensstil hat großen Einfluss
    Studie zeigt: Krebserkrankung ist Gesundheitssorge Nummer 1
    Starke Unterschiede zwischen Frauen und Männern


    Jährlicher Gesundheits-Check

    Bei den meisten Krebserkrankungen gilt: Je eher erkannt, desto besser die Heilungschancen. Seit der Covid-19-Pandemie werden wichtige Vorsorgeuntersuchungen allerdings nicht mehr regelmäßig wahrgenommen. Im Jahr 2019 gingen mehr als 1 Millionen Personen zur Vorsorgeuntersuchung, im Jahr 2020 waren es nur noch etwas mehr als 926.000. Auch für das Vorjahr zeichnet sich eine geringe Zahl ab: Von Jänner bis September 2021 haben etwas mehr als 844.000 Personen eine Vorsorgeuntersuchung in Anspruch genommen.

    Die Vorsorgeuntersuchung kann von allen Personen ab 18 Jahren bei niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten mit entsprechendem Vertrag sowie in den Gesundheitszentren der ÖGK in Anspruch genommen werden. Eine kostenlose Serviceline 0800 501 522 steht von Montag bis Freitag von 8.00 bis 18.00 Uhr für allgemeine Informationen zur Verfügung.

    Eine ältere Frau bei einer Ärztin, die Blutdruck misst, Stichwort Krebs Früherkennung.(c) AdobeStock
    Einmal pro Jahr zur Vorsorgeuntersuchung sollte selbstverständlich sein.

    Brust- und Prostatakrebs am häufigsten

    Der Rückgang ist auch bei den Mammographie-Untersuchungen spürbar und alarmierend, denn: Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen in Österreich, jährlich erkranken rund 5.600 daran. Mit dem österreichischen Brustkrebs-Früherkennungsprogramm „früh erkennen“ werden alle Frauen im Alter zwischen 45 und 69 Jahren automatisch alle 24 Monate zur Mammographie-Untersuchung eingeladen. Frauen zwischen 40 und 44 sowie ab 70 Jahren können nach einmaliger Anmeldung ebenfalls am Programm teilnehmen.

    Mehr Informationen dazu finden sie unter www.frueh-erkennen.at

    Bösartige Tumore in der Prostata sind die häufigste Krebserkrankung bei Männern. Pro Jahr wird in Österreich bei mehr als 6.000 Männern Prostatakrebs festgestellt. Zur Früherkennung wird daher Männern ab dem 45. Lebensjahr eine urologische Untersuchung empfohlen.

    Darmkrebs-Risiko erfolgreich reduzieren

    Eine Darmspiegelung [Koloskopie] ist die wirksamste Methode, Darmkrebs und seine Vorstufen möglichst früh zu erkennen. So können etwa Polypen früh genug entdeckt und entfernt werden. Das verringert das Risiko um mehr als 90 Prozent, an dieser Form von Krebs zu erkranken. Empfohlen wird eine Darmspiegelung alle zehn Jahre ab dem 50. Lebensjahr.

    Gebärmutterhalskrebs frühzeitig erkennen

    Bei einem PAP-Abstrich werden Zellen des Gebärmutterhalses entnommen und im Labor analysiert. Durch diese Untersuchung lassen sich Krebs-Vorstufen erkennen. Diese Vorsorgeuntersuchung wird Frauen ab 18 einmal jährlich im Rahmen der gynäkologischen Kontrolluntersuchung empfohlen.

    Hautkrebs keine Chance geben

    Vernünftiger Sonnenschutz ist die wichtigste Vorbeugung gegen Hautkrebs. Darüber hinaus empfiehlt sich jährlich eine Untersuchung der Haut und der Muttermale durch den Hautarzt bzw. die Hautärztin.

    Gesunder Lebensstil hat großen Einfluss

    Es ist eine bekannte Tatsache: Ein gesunder Lebensstil mit regelmäßiger Bewegung, ausgewogener Ernährung und dem Vermeiden von Alkohol- und Tabakkonsum hat wesentlichen Einfluss auf unsere Gesundheit. Den größten Einfluss hat dabei eindeutig das Rauchen: 80 bis 90 Prozent aller Lungenkrebs-Erkrankungen sind auf das Rauchen zurückzuführen.

    Die Angebote der ÖGK für einen Rauchstopp:

    • Rauchfrei Telefon
      kostenfreie Telefonnummer 0800 810 013, Montag bis Freitag von 10.00 bis 18.00 Uhr. Hier beraten speziell geschulte Gesundheitspsycholog•innen individuell auf dem Weg in die Rauchfreiheit.

    • Rauchfrei App
      Infos rund um das Thema Tabakentwöhnung, Effekte auf die eigene Gesundheit und Tipps zur Motivation unter www.rauchfreiapp.at

    • regionale Kurse zur Raucherentwöhnung
      Diese werden laufend an die aktuell geltenden Corona-Maßnahmen angepasst, um eine sichere Durchführung zu gewährleisten. Aktuelle Informationen zu den Entwöhnungskursen bietet die Website der ÖGK unter www.gesundheitskasse.at/rauchfrei

    Studie zeigt: Krebserkrankung ist Gesundheitssorge Nummer 1

    Wie bereits erwähnt, sind Krebserkrankungen in Österreich die zweithäufigste Todesursache. Geht es um die Sorge die eigene Gesundheit betreffend, sind diese sogar Nummer 1. Die DONAU Versicherung hat in einer repräsentativen Studie* – durchgeführt vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Triple M – die Österreicherinnen und Österreicher zu den Themen Gesundheit und Vorsorge befragt:

    • Mehr als jede•r Zweite sorgt sich bei Krankheiten am meisten um Krebs, die Angst vor einer Corona-Erkrankung nimmt dagegen im Jahresvergleich deutlich ab. Ein gutes Viertel fürchtet psychische Erkrankungen.

    • Die Angst vor Armut, finanziellen Sorgen sowie gesellschaftlichen Spannungen steigt.

    • Die Österreicher•innen achten vermehrt auf ihre mentale Gesundheit. Mehr als die Hälfte vermeidet Rauchen und treibt regelmäßig Sport.

    • Für den Fall einer Krebserkrankung haben nur elf Prozent der Befragten finanziell vorgesorgt.

    Im Vergleich zum Vorjahr haben weniger Österreicher•innen Angst vor Corona [32 Prozent], dennoch steht die Pandemie im Allgemeinen als häufigste Sorge auf Platz eins. Jeder Vierte [26 Prozent] fürchtet sich inzwischen vor Armut, Erkrankungen belegen den dritten Platz. Die gestützte Abfrage verdeutlicht: Steigende Lebenskosten [36 Prozent] sowie finanziellen Engpässe [31 Prozent] bereiten den Österreicher•innen aktuell am meisten Angst. Die Sorge vor einer Corona-Erkrankung [28 Prozent] hingegen sinkt stark. Sonstige schwere Erkrankungen werden dafür mit 30 Prozent mehr gefürchtet. Die Angst vor gesellschaftlichen Spannungen steigt mit 24 Prozent ebenfalls.

    In Hinblick auf Krankheiten bereitet aktuell mehr als der Hälfte der Österreicher•innen [54 Prozent] eine Krebserkrankung am meisten Sorge. Sie steht damit noch vor Schlaganfällen [36 Prozent] und psychischen Erkrankungen, die ebenfalls zugenommen haben [26 Prozent]. Mit nur mehr 20 Prozent fürchten sich die Befragten deutlich weniger vor einer Covid-19-Erkrankung als im letzten Jahr.

    Die Hand einer Ärztin, die ein Ultraschallgerät hält.(c) AdobeStock
    Vorsorgeuntersuchungen wie beispielsweise mit Ultraschall tun nicht weh und können Leben retten.

    Starke Unterschiede zwischen Frauen und Männern

    Acht von zehn Frauen nehmen Krebsabstriche in Anspruch, sieben von zehn zudem Mammografien. Diese gehören mit der Blutuntersuchung zu den am meisten durchgeführten Krebs-Vorsorgeuntersuchungen. Unter den Männern ist die Prostatauntersuchung zwar praktisch allen bekannt, die Inanspruchnahme ist aber mit nur 39 Prozent ausbaufähig. Männer ab 50 legen hierbei einen stärkeren Fokus als jüngere Männer.

    Das Krebsrisiko nimm mit dem Alter deutlich zu. Mehr als ein Drittel der Österreicher•innen erkranken im Laufe ihres Lebens an Krebs. Deshalb ist es besonders erstaunlich, dass nur elf Prozent der Befragten angegeben haben, für den Fall einer Krebserkrankung finanziell vorgesorgt zu haben. Diese erfolgt dabei am ehesten in Form von Rücklagen bzw. Erspartem und auch hierbei haben Männer häufiger zusätzlich vorgesorgt als Frauen. Ein Großteil der Österreicher•innen verlässt sich also vollständig auf die staatlichen Systeme.

    (Bilder: AdobeStock)

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    Thomas Kumhofer
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    Thomas Kumhofer denkt das Älterwerden seit über zehn Jahren neu. Als Kopf hinter „AlterNEUdenken“ schickt er den klassischen Ruhestand in Rente: Statt auf Häkeldeckchen und Couching setzt er auf Aktives Altern und neuronale Abenteuer. Mit Expertise und Neugier beweist er, dass die beste Zeit für neue Expeditionen – im Kopf oder auf der Weltkarte – genau jetzt ist.

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