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    Home»Körper & Geist»Mundgeruch: lästig, unangenehm, peinlich und was dagegen hilft
    Illustration: eine Frau mit Mundgeruch hält sich die Hand vor den Mund. (c) Pixabay.com

    Mundgeruch: lästig, unangenehm, peinlich und was dagegen hilft

    24. Apr. 20194 Mins Lesezeit

    Mundgeruch ist ziemlich unangenehm – für einen selbst und vor allem auch für seine unmittelbaren Mitmenschen. Aber so unangenehm Mundgeruch auch ist, genauso harmlos ist er in den meisten Fällen. Lesen sie hier, was sie gegen Mundgeruch machen können, und ab wann ev. eine Krankheit vor liegt und sie besser zum Arzt gehen sollten.

    Inhaltsverzeichnis verbergen
    Mundgeruch wird – in Ausnahmefällen – verziehen
    Dem Mundgeruch auf der Spur
    Wann sollte man zum Arzt?
    Ein paar [zusätzliche] Tipps gegen Mundgeruch


    Mundgeruch wird – in Ausnahmefällen – verziehen

    Gerade jetzt, wo die Temperaturen draußen wieder steigen, steht sozusagen auch die neue Grillsaison vor der Tür. Beliebter Klassiker dabei: das Knoblauchbrot. Oder in anderen Worten: eines der wenigen Beispiele bzw. Ausnahmefälle, wo Mundgeruch verziehen wird.

    Anders schaut´s da bei chronischem Mundgeruch aus. Dieser kann sogar ohne weiteres einen Menschen ins soziale Abseits befördern – wer mag schon mit jemandem zu tun haben, der/ die ständig „aus dem Mund riecht“? Die gute Nachricht für alle Betroffenen – und immerhin leidet mehr als ein Viertel der Weltbevölkerung unter Mundgeruch: die Ursache für Mundgeruch ist in den meisten Fällen relativ problemlos zu finden und kann meist einfach und rasch beseitigt werden.

    Und wir sprechen jetzt nicht von sporadisch schlechtem Atem, sondern von echtem Mundgeruch. Dieser macht sich meist durch streng faulige Ausdünstungen aus dem Mund und oft auch aus der Nase bemerkbar. Dabei handelt es sich in den meisten Fällen (90 Prozent) um Mundgeruch, der durch Störungen im Mund-, Nasen- und Rachenraum – und nicht wie vielfach angenommen wird durch Magenprobleme – ausgelöst wird.

    Ist man Knoblauch, hat man Mundgeruch. (c) Pixabay.com
    Ist man Knoblauch, hat man Mundgeruch. Doch nicht immer sind die Ursachen für schlechten Atem so einfach zu erklären.

    Dem Mundgeruch auf der Spur

    Ein erster Weg bei Verdacht auf Mundgeruch sollte zum Zahnarzt sein. Er/ sie kann mittels einer Gas-Analyse des Atems nicht nur die Intensität des Mundgeruchs messen, sondern auch seinen Ursprungsort identifizieren. Und sollte die Ursache im Zahnbereich liegen, können natürlich auch gleich Maßnahmen ergriffen werden.

    Oft führt eine unzureichende Mundhygiene zu Mundgeruch, weil zB Speisereste nicht entfernt werden. Diese kleben sozusagen in den Zahnzwischenräumen und zersetzen sich dort langsam – was zu den unangenehmen Gerüchen führt. Durch Zähneputzen allein gelangt man dort nicht hin. Jedoch lassen sich auch diese versteckt sitzenden Bakterien mit umfassenden Hygienemaßnahmen rasch beseitigen.

    Aber auch Zahnfleischentzündungen, Parodontitis und/ oder Karies führen zu Mundgeruch, was jedoch der Zahnarzt schnell feststellen und beheben kann.

    Ein zu trockener Mund kann ebenfalls Mundgeruch verursachen. Deshalb sollten Betroffene austrocknende Getränke wie Tee mit Gerbstoffen, Kaffee oder Alkohol nur in Maßen konsumieren und auch das Rauchen vermeiden. Regelmäßiges Wassertrinken fördert zudem den Speichelfluss, der wiederum Keime fort spült und die Mundhöhle reinigt.

    Wann sollte man zum Arzt?

    Hat der Mundgeruch eine „logische“ Ursache – zB Zwiebel im Salat – bessert sich die Atemluft, sobald der Zwiebel verdaut ist. Wer aber trotz regelmäßiger und umfassender Mundhygiene an Mundgeruch leidet, kann unter Umständen an der zweiten, wesentlich selteneren Form an Mundgeruch leiden. Dabei riecht nicht nur die durch den Mund ausgeatmete Luft schlecht, sondern auch die, die durch die Nase kommt.

    In diesem Fall kann die Ursache eine Erkrankung im Nasen-Rachen-Raum oder eine Atemwegserkrankung wie zB eine Bronchitis oder Lungenentzündung sein. Seltener sind Diabetes, Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts oder Medikamente, die den Speichelfluss reduzieren, der Grund für den schlechten Atem.

    Wenn Mundgeruch darüber hinaus auch noch plötzlich und ohne ersichtlichen Grund auftritt, und/ oder andere Symptome – zB Atembeschwerden, Kopf-, Glieder- und Bauchschmerzen, Husten – dazukommen, sollte sie auf jeden Fall mit ihrem Hausarzt darüber sprechen.

    Ausschnitt: der Mund eines Mannes mit Bart, der sich die Hand davor hält. (c) Pixabay.com
    Mundgeruch ist nicht nur für einen selbst unangenehm, sonder auch und vor allem für sein unmittelbares Umfeld. Daher sollten die Ursachen rasch gefunden und entsprechend behandelt werden.

    Ein paar [zusätzliche] Tipps gegen Mundgeruch

    Wie oben geschrieben, entsteht Mundgeruch in den meisten Fällen tatsächlich direkt im Mundbereich. Dh, alle Hygienemaßnahmen für Mund und Zähne helfen, lästige und unangenehme Gerüche der Atemluft zu beseitigen. Dazu gehört auch, die Zahnbürste mindestens alle drei Monate zu wechseln.

    Eine gute Lösung für Zwischendurch und/ oder nach dem Essen sind zuckerfreie Kaugummis. Diese helfen auch, wenn sie einen trockenen Mund haben. Kaugummikauen regt nämlich den Speichelfluss an und trägt so zur Bakterienabwehr an. Eine vergleichbare Wirkung erzielen sie übrigens, wenn sie einen Apfel essen oder hartes Brot kauen.

    Kurzfristig Abhilfe schaffen Mundsprays. Diese beseitigen für kurze Zeit den üblen Atem, bekämpfen allerdings nicht die eigentliche(n) Ursache(n).

    Eine essentielle Massnahme gegen Mundgeruch ist eine gesunde – basische – Ernährung. Denn ungesunde Ernährung schädigt die Darm- und Mundflora, liefert wenige Vitalstoffe, übersäuert und belastet den Körper. Und zu einer gesunden Ernährung gehört auch ausreichend und viel zu trinken – wenn möglich Wasser oder ungesüßte Tees.

    (Bilder: Pixabay.com)

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    Thomas Kumhofer
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    Thomas Kumhofer denkt das Älterwerden seit über zehn Jahren neu. Als Kopf hinter „AlterNEUdenken“ schickt er den klassischen Ruhestand in Rente: Statt auf Häkeldeckchen und Couching setzt er auf Aktives Altern und neuronale Abenteuer. Mit Expertise und Neugier beweist er, dass die beste Zeit für neue Expeditionen – im Kopf oder auf der Weltkarte – genau jetzt ist.

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