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    Home»Körper & Geist»Schlaganfall: Warnsignale ernst nehmen, bei Verdacht sofort ins KH!
    Illustration: das Profil eines Kopfes, in dem ein Blitz abgebildet ist. (c) Pixabay.com

    Schlaganfall: Warnsignale ernst nehmen, bei Verdacht sofort ins KH!

    29. Okt. 20204 Mins Lesezeit

    Alle 26 Minuten erleidet ein Mensch in Österreich einen Schlaganfall. Häufig sind schwerwiegende und dauerhafte Behinderungen die Folge. Je schneller die gezielte Behandlung der betroffenen Patientinnen und Patienten beginnt, desto höher sind die Chancen, wieder ganz gesund zu werden. Und das ist am besten in einer spezialisierten sogenannten „Stroke Unit“ möglich, wie sie zum Beispiel das Göttlicher Heiland Krankenhaus in Wien anbietet.

    Inhaltsverzeichnis verbergen
    Das Wichtigste bei einem Schlaganfall: keine Zeit verlieren!
    Warnsignale ernst nehmen
    Top-Betreuung für ältere Menschen

    Das Wichtigste bei einem Schlaganfall: keine Zeit verlieren!

    Der Welttag des Schlaganfalls am 29. Oktober ruft es deutlich in Erinnerung: Der Schlaganfall ist die häufigste Erkrankung, die zu einer dauerhaften und schwerwiegenden Behinderung führt. Und es kann jede und jeden von uns treffen – und das buchstäblich von einer Sekunde auf die andere. Jüngstes prominentes Beispiel: Schauspielstar und Bestsellerautor Joachim Meyerhoff [51], der vor kurzem seine dramatischen Erfahrungen nach einem Schlaganfall in Buchform publik machte.

    Was bei einem Schlaganfall wirklich zählt ist rasche Hilfe. Denn nur wenn die Behandlung innerhalb von vier Stunden beginnt, ist eine vollständige Heilung möglich. Daher der wichtigste Tipp der Expertinnen und Experten: keine Zeit verlieren!

    Ein offener Wagen vom Roten Kreuz.(c) Pixabay.com
    Bei Verdacht auf Schlaganfall zählt buchstäblich jede Minute und betroffene müssen so rasch wie nur möglich in ein Krankenhaus.

    Warnsignale ernst nehmen

    Warnsignale für einen möglichen Schlaganfall sind unter anderem Sehstörungen, die Lähmung eines Beines, Armes oder einer Körperhälfte und auch Schwierigkeiten beim Sprechen. Beim Auftreten von Symptomen dieser Art gilt es, sofort die Rettung zu rufen und sich in eine Stroke Unit – also eine Spezialeinheit für Schlaganfälle – bringen zu lassen. Denn jede ungenützte Minute ist gleichbedeutend mit einem massenweisen Tod von Gehirnzellen und führt zu irreversiblen Schäden. Und die können von Sprach- und Sehstörungen bis zu halbseitiger Lähmung und Demenz reichen.

    „Praktisch täglich bringt die Wiener Rettung, mit der wir sehr eng zusammenarbeiten, eine Schlaganfall-Patientin oder einen Schlaganfall-Patienten zu uns in die Stroke Unit“, berichtet Prim. Univ. Prof. Dr. Wolf Müllbacher, Vorstand Neurologie im Göttlicher Heiland Krankenhaus. Ein Spezialteam aus Neurologen, Radiologen, speziellen Pflegefachkräften und Therapeuten steht hier jederzeit bereit und kann umgehend mit einer maßgeschneiderten Therapie und der begleitenden Früh-Rehabilitation beginnen.

    Die notwendige Computertomographie [CT], MRT, Ultraschalluntersuchungen und Labor-Analysen sind rund um die Uhr möglich. „Die ebenso wichtige Akutnachbehandlung und Neurorehabilitation erfolgt bei uns sofort. Unser Vorteil ist, dass Patientinnen und Patienten von der ersten Minute an nahtlos von Spezialisten betreut werden – bis hin zur Logo-, Ergo- und Physiotherapie. Das bringt eine schnellere Genesung, weniger Folgeschäden und bessere Heilungschancen„, so Neurologie-Vorstand Müllbacher. Sofern möglich wird versucht, das Gerinnsel medikamentös vollständig aufzulösen [Thrombolyse]. Neben der medikamentösen Behandlung steht uns heute auch die mechanische Entfernung des Gerinnsels [Thrombektomie] zur Verfügung.

    Ein CT/ MRT-Gerät, Stichwort Schlaganfall Untersuchung.(c) Pixabay.com
    Bei Verdacht auf Schlaganfall zählt jede Minute bei der Untersuchung und anschließender Behandlung, um mögliche Folgeschäden so gut wie möglich zu vermeiden bzw. einzudämmen.

    Top-Betreuung für ältere Menschen

    Gerade die Akutmedizin für ältere Menschen – eine stetig wachsende Bevölkerungsgruppe – steht im Göttlicher Heiland Krankenhaus im Fokus. Hier werden österreichweit die ältesten Patientinnen und Patienten nach einem Schlaganfall versorgt. „Betagte Patientinnen und Patienten sind sehr anfällig. Sie leiden meist an mehreren Krankheiten und genesen langsamer. Auf die Versorgung älterer Menschen spezialisiert, gelingt es in der Neurologie unseres Hauses, die Heilungschancen nach einem Schlaganfall sehr zu steigern. Verweildauer und Komplikationsrate dieser Patientengruppe sind nicht höher als bei jungen Menschen“, so Neurologie-Vorstand Müllbacher.

    Bei über 75-jährigen Seniorinnen und Senioren ist immerhin jede und jeder Zehnte von einem Schlaganfall betroffen.

    „Höheres Alter oder genetische Vorbelastung lassen sich zwar als Risikofaktoren nicht beeinflussen, sehr wohl aber kann man auf anderer Ebene ansetzen, um die Gefahr zu minimieren, selbst einen Schlaganfall zu erleiden„, betont Müllbacher. Die beste Möglichkeit der Prävention ist ein gesunder Lebensstil. Das reicht von gesunder, ausgewogener Ernährung mit genügend frischem Obst und Gemüse bis zur Reduktion von fett- und zuckerhaltigen Lebensmitteln. Auch das eigenen Körpergewicht zu reduzieren hilft, einem Schlaganfall vorzubeugen. Stressabbau und ausreichend Bewegung sowie der Verzicht auf Alkohol und Nikotin sind weitere wichtige Tipps. Oder anders gesagt: wer einen gesunden Lebensstil pflegt, kann sein Schlaganfallrisiko erheblich reduzieren – und so ganz nebenbei die Lebensqualität und sein Wohlbefinden steigern ;)

    #BewegungISTgesund

    (Bilder: Pixabay.com)

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    Thomas Kumhofer
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    Thomas Kumhofer denkt das Älterwerden seit über zehn Jahren neu. Als Kopf hinter „AlterNEUdenken“ schickt er den klassischen Ruhestand in Rente: Statt auf Häkeldeckchen und Couching setzt er auf Aktives Altern und neuronale Abenteuer. Mit Expertise und Neugier beweist er, dass die beste Zeit für neue Expeditionen – im Kopf oder auf der Weltkarte – genau jetzt ist.

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