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    Home»Körper & Geist»SENaktiv – Sicher im Alter bewegen»#BewegungISTgesund – für Gesundheit und Wohlbefinden im Alter
    Zwei Jogger von hinten. (c) Pixabay.com

    #BewegungISTgesund – für Gesundheit und Wohlbefinden im Alter

    2. Sep. 20197 Mins Lesezeit

    Fragt man nach den größten Wünschen der Menschen, stehen Gesundheit und Wohlbefinden auch und vor allem im Alter immer ganz weit oben auf der Liste. Damit verbunden ist die Tatsache, dass eine gute Gesundheit ein selbstständiges und selbstverantwortliches Leben eben bis ins hohe Alter ermöglicht. Und das beste daran: je mehr man sich bewegt, desto besser fühlen wir uns – sowohl körperlich als auch geistig!
    #BewegungISTgesund, #Seniorensport

    Inhaltsverzeichnis verbergen
    Die Lust an der Bewegung [wieder-]finden
    Die Risiken von zu wenig Bewegung
    #BewegungISTgesund – die Vorteile körperlicher Aktivität
    Warum braucht unser Körper eigentlich Bewegung?
    Auf die Plätze, fertig – Bewegung!


    Die Lust an der Bewegung [wieder-]finden

    Nicht zuletzt auf Grund des medizinischen Fortschritts steigt unsere Lebenserwartung sukzessive an. Doch – polemisch gefragt – was bringt uns das Mehr an Lebensjahren, wenn wir diese nicht aktiv nutzen? Denn das alte Sprichwort „Wer rastet, der rostet“ gilt mittlerweile mehr als nur erwiesen. Wer körperlich aktiv ist, kann nur gewinnen: mehr Gesundheit, mehr Fitness, mehr Wohlbefinden, mehr Lebensfreude – Herz, was willst du mehr?

    Regelmäßige körperliche Bewegung hält den Körper UND den Geist fit – und zwar völlig unabhängig davon, wie alt man ist! Je aktiver sie im Alltag sind, desto mehr wird es ihnen ihre Gesundheit danken. Unsere Muskeln und Gelenke brauchen Bewegung, um uns bis ins hohe Alter kraftvoll und beweglich erhalten zu bleiben. Die einfache Formel lautet: Wenn unser Körper fit ist, fühlen wir uns wohl und können das Leben [noch mehr] genießen.

    Bewegung ist gesund – ein älterer Mann beim Dehnen seines Rückens an einem See. (c) Pixabay.com
    Zuerst ein ausgedehnter Spaziergang, dann ein bisschen die „müden alten Knochen“ dehnen – sie werden bemerken: es tut ihrem Körper UND ihrem Geist gut!

    Die Risiken von zu wenig Bewegung

    Um noch einen dieser „berühmten“ Sprüche anzubringen: Ausnahmen bestätigen die Regel. Sprich: natürlich gibt es Menschen, die zu den bekennenden „Bewegungsmuffeln“ gehören. Das kann sogar über Jahrzehnte gut gehen. Aber mit zunehmendem Alter führt der Mangel an körperlicher Bewegung zwangsläufig zu Beschwerden und Krankheiten: Rücken- und Gelenkschmerzen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Probleme mit dem Zucker- und Fettstoffwechsel.

    Besonders ungesund ist es, wenn man noch dazu praktisch ständig sitzt. Das geht zunächst auf Kosten der Beweglichkeit und Muskelkraft, später leiden aber auch zunehmend Ausdauer und Gehfähigkeit darunter. Wer sich im Alltag kaum bewegt, kann zudem schneller stürzen. Ein bewegungsarmer Lebensstil ist also ein echtes Gesundheitsrisiko.

    Die einzig gute Nachricht dabei: Sie können etwas für sich tun – gleich heute. Denn es ist nie zu spät um in Bewegung zu kommen! Machen sie den ersten Schritt in ein aktiveres Leben und freuen sie sich auf die positiven „Nebenwirkung“ wie u.a. die Rückkehr von Kraft und Ausdauer. Fangen sie einfach an, ohne viel nachzudenken und in ihrem eigenen Tempo. Denn jeder neue Weg beginnt bekanntlich mit dem ersten Schritt.

    #BewegungISTgesund – die Vorteile körperlicher Aktivität

    Jede zusätzliche Bewegung und sportliche Aktivität hat gleich mehrere positive Konsequenzen:
    – sie verringern das Risiko ganz beträchtlich, krank zu werden;
    – ihre körperliche und auch geistige Fitness bekommt einen regelrechten Schub
    – ihr allgemeines Wohlbefinden steigt enorm
    – je mehr sie sich körperlich betätigen, desto mehr trauen sie sich selbst zu
    – ihre Stimmung steigt und trübe Gedanken verschwinden einfach.

    Wer sich jetzt aber gleich mal von anstrengenden Waldläufen oder stundenlangen Radtouren abschrecken lässt, dem sei gesagt: körperliche Bewegung bedeutet nicht automatisch „Sport“ oder das sture Abspulen von x Kilometern. Ganz im Gegenteil: Betrachten sie Bewegung vielmehr als kleine Auszeit, die sie aus dem täglichen Alltagstrott herausholt!

    Und außerdem: jeder(!) zusätzliche Schritt zählt. Lassen sie zum Beispiel für den Anfang doch den Aufzug oder die Rolltreppe links liegen und nehmen sie stattdessen die Treppe. Oder erledigen sie kleinere Einkäufe zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Damit haben sie schon ein großes Plus an Bewegung gewonnen. Regelmäßiges Spazierengehen ermöglichen ihnen, ohne großen Aufwand neue Ausdauer aufzubauen bzw. diese zu verbessern.

    Wenn sie zusätzlich noch eine sportliche Aktivität für sich entdecken – umso besser! In vielen Vereinen gibt es zahlreiche Sport- und Bewegungsangebote – dort können sie trainieren ohne dabei mit 20-Jährigen konkurrieren zu müssen. Und neue Kontakte zu Gleichgesinnten gibt es noch gratis oben drauf.

    Aber auch unser Geist liebt „Bewegung“. Lassen sie beispielsweise an zwei Nachmittagen in der Woche den Fernseher abgestellt und treffen sie stattdessen Freunde. Mit denen können sie diskutieren oder Spiele spielen. Oder nutzen sie die Zeit für Denksportaufgaben oder für ein Puzzle. Oder lesen sie ein Buch, das sie schon „seit ewigen Zeiten“ mal lesen wollten. Oder lernen sie eine Fremdsprache. Oder machen sie sich mit der Welt des Internets vertraut – Möglichkeiten gibt es viele [Ausreden leider auch]. Sie müssen es „nur“ wollen und machen ;)

    Eine Gruppe von Nordic Walkern von hinten. (c) Pixabay.com
    Bei Bewegung in der Gruppe fällt es gleich ein wenig leichter, den „inneren Schweinehund“ zu überwinden, Stichwort Gruppenzwang ;)

    Warum braucht unser Körper eigentlich Bewegung?

    Die Frage nach dem „Warum braucht unser Körper eigentlich Bewegung“ lässt sich eigentlich ganz einfach an Hand eines biologischen Gesetzes beantworten: Nur die Funktionen werden aufrechterhalten, die auch regelmäßig benutzt und gebraucht werden. Gleichzeitig bringt das steigende Alter mit sich, dass die Leistungskraft unseres Körpers nachlässt.

    Mit regelmäßiger Bewegung kann aber jede/ r von uns seine Gesundheit und sein Wohlbefinden nachweislich fördern. Daher ist es wichtig, unseren Körper zu trainieren. Hier ein paar Beispiele, warum bzw. wofür wir diverse Körperfunktionen benötigen:

    • Ausdauer – benötigen wir, um weitere Wege zum Beispiel zum Arzt oder zum Einkaufen bewältigen zu können;
    • Muskelkraft – brauchen wir zum Tragen, Stiegen steigen, gehen, stehen;
    • Beweglichkeit – eine Fähigkeit, die wir zum Beispiel beim An- und Ausziehen benötigen;
    • Balance und Gleichgewicht – brauchen wir, um beispielsweise sicher gehen zu können, zum Ein- und Ausstieg bei Bus und Bahn, oder um in die warme Badewanne zu steigen – und stabil wieder herauszukommen.

    Auf die Plätze, fertig – Bewegung!

    Und weil vielleicht [als allerletzte] Ausrede jetzt noch manche sagen könnten „ich würde gerne, weiß aber nicht was und wie“, haben wir noch ein paar Vorschläge, die sie ohne Aufwand und Mühe umsetzen können – auf dem Weg zu mehr Gesundheit und Wohlbefinden:

    Da wäre mal das Naheliegendste: Bewegung an der frischen Luft. Das kostet nichts und tut gut. Am besten gleich in der Früh mit einem Freund/ Freundin zum Spazierengehen verabreden – dann können sie gleich beim Gehen die wichtigsten Neuigkeiten besprechen und so ganz nebenbei ihren Kreislauf in Schwung bringen. Und das am besten jeden Tag – getreu dem Motto: „Gehen sie jeden Tag mit ihrem Hund Gassi, auch wenn sie gar keinen Hund haben…“ ;)

    Praktischer Weise zählen zu den körperlichen Herausforderungen, die ihnen für 30 bis 60 Minuten Bewegung verschaffen, auch Aktivitäten im Haushalt. Staubsaugen oder im Garten Rasen mähen hat den großen Vorteil, dass es danach gleich noch gemütlicher zu Hause oder im Garten ist. Ihrem Rücken zuliebe empfiehlt es sich, wenn sie zwischendurch eventuell die eine oder andere kleine Pause einlegen.

    Wer lange sitzt – sei es vor dem Fernseher oder während einer langen Autofahrt – fühlt sich wie „eingerostet“. Darum recken und strecken sie sich ausgiebig. Denn spätestens nach einer Stunde sitzen ist es Zeit für eine Bewegungs-Pause!

    Nutzen sie die Zeit, in der sie zum Beispiel auf den Bus warten oder der Schlange vor der Supermarktkasse stehen, für eine kleine Gleichgewichtsübung: Einfach von den Fersen auf die Zehenspitzen wippen und wieder zurück. Mehr ist es nicht, zeigt aber trotzdem große Wirkung.

    Für etwas Fortgeschrittene heißt es, dran bleiben. Wer eine halbe Stunde läuft, schafft vielleicht auch mal eine ganze Stunde. Oder versuchen sie zwischendurch immer wieder mal, das Tempo ein wenig zu steigern. Regelmäßige Abwechslung steigert das Vergnügen. Auch mal die Route ändern oder Strecken mit unterschiedlichen Untergründen ausprobieren: Straßen und Schotterwege, Feld- und Wiesenwege.

    Um ihren Gleichgewichtssinn zu stärken, putzen sie sich ihre Zähne auf einem Bein. Stellen sie sich zunächst auf das rechte Bein. Nach 10 Sekunden wechseln sie auf das linke. Dies können sie mehrmals wiederholen, jeweils morgens und abends.

    Oder stellen sie sich neben eine Wand und stützen sich mit einer Hand daran ab. Nun schwingen sie erst das rechte, dann das linke Bein (leicht gebeugt) weit vor und zurück. Das lockert zudem auch Muskeln und Sehnen – ein gutes Gefühl!

    Treppen sind im Grunde kostenlose Fitnessgeräte. Sie können ihre Beine ohne viel Aufwand kräftigen und stärken, indem sie dreimal am Tag eine Treppe hinauf- und hinuntergehen. Wenn sie auf jeder Stufe auch noch ein wenig in die Knie gehen, trainieren sie ihre Oberschenkel noch intensiver.

    Falls sie sich in der letzten Zeit nur wenig bewegt haben, kann es sein, dass sie von den ungewohnten Aktivitäten einen kleinen Muskelkater bekommen – das ist völlig normal und vergeht in wenigen Tagen. Was ihnen und ihrem Körper auf jeden Fall bleibt, ist das Wohlgefühl während und nach der Bewegung.

    In diesem Sinn: #BewegungISTgesund

    (Bilder: Pixabay.com)

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    Thomas Kumhofer
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    Thomas Kumhofer denkt das Älterwerden seit über zehn Jahren neu. Als Kopf hinter „AlterNEUdenken“ schickt er den klassischen Ruhestand in Rente: Statt auf Häkeldeckchen und Couching setzt er auf Aktives Altern und neuronale Abenteuer. Mit Expertise und Neugier beweist er, dass die beste Zeit für neue Expeditionen – im Kopf oder auf der Weltkarte – genau jetzt ist.

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