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    Home»Pflege & Betreuung»Was Pflege in Zukunft braucht: Telemedizin und digitales Pflegebett zur Entlastung von Pflegekräften
    Die Hände einer Pflegekraft, die mittels Tablet ein digitales Pflegebett bedient. (c) BHS Pflege/ Alek Kawka

    Was Pflege in Zukunft braucht: Telemedizin und digitales Pflegebett zur Entlastung von Pflegekräften

    19. Nov. 20254 Mins Lesezeit

    Die Altersversorgung steht vor großen Herausforderungen: Der Pflegebedarf wächst, während Fachkräfte knapp sind. Umso wichtiger ist es, neue Wege zu gehen und den Pflegealltag durch digitale Lösungen zu erleichtern, Stichwort Telemedizin und digitales Pflegebett. Die Barmherzige Schwestern Pflege & Wohnen, ein Unternehmen der Courage Gruppe, testet derzeit mit innovativen Projekten, wie Technik sinnvoll in den Pflegealltag integriert werden kann. Das Ziel: Entlastung für das Pflegepersonal und mehr Zeit für Menschlichkeit und echte Fürsorge.

    Bei der Einführung digitaler Innovationen setzt das Unternehmen auf einen praktischen Ansatz: Jede neue Technologie wird zunächst gründlich getestet, um sicherzustellen, dass sie im Pflegealltag tatsächlich einen Mehrwert bietet. Nur wenn eine Lösung während dieser Testphase konkrete Vorteile zeigt – mehr Komfort für die Bewohnerinnen und Bewohner, Entlastung der Pflegekräfte und effizientere Pflegeprozesse – wird sie dauerhaft in den Pflegealltag integriert.

    Inhaltsverzeichnis verbergen
    Telemedizin für Hospiz-Bewohner•innen
    Hightech im Pflegehaus: Digitales Pflegebett im Test
    Digitale Pflegedokumentation – Einfacher, schneller, effizienter
    Digitale Erlebniswelt im „Seniorenwohnen“
    Ein Blick auf die Zukunft – Es braucht mehr als nur Technik
    Über die Barmherzige Schwestern Pflege GmbH


    Telemedizin für Hospiz-Bewohner•innen

    Ein weiterer Schritt in die Zukunft der Pflege ist die Einführung der Televisite im Hospiz St. Katharina. Hier wird bald eine telemedizinische Sprechstunde mit den betreuenden Ärztinnen und Ärzten möglich sein. Das System „Docs in Clouds“ ist direkt mit der digitalen Pflegedokumentation verknüpft, sodass auch Untersuchungen wie Blutzuckermessungen, EKGs oder der Einsatz eines digitalen Stethoskops ganz einfach mit telemedizinischer Rücksprache durchgeführt werden können. Das verbessert nicht nur die medizinische Versorgung der Hospiz-Bewohner•innen, sondern entlastet auch das Pflegepersonal spürbar.

    Eine Pflegekraft hält mit Hilfe von Docs-in-Clouds eine telemedizinische Visite mit dem zuständigen Arzt in einem Hospiz ab.(c) BHS Pflege/ Alek Kawka
    Hier hält eine Pflegekraft mit Hilfe von „Docs-in-Clouds“ eine telemedizinische Visite mit dem zuständigen Arzt im Hospiz ab.

    Hightech im Pflegehaus: Digitales Pflegebett im Test

    Im Pflegehaus St. Louise wird derzeit ein digitales Pflegebett getestet – für einen effizienteren Pflegeprozess und mehr Komfort, vor allem für immobile Bewohner•innen. Das innovative Bett bringt jede Menge smarte Funktionen mit: Eine integrierte Waage mit täglichem BMI-Check sorgt für kontinuierliche Gesundheitsüberwachung, ein Frühwarnsystem bei Bettausstieg alarmiert frühzeitig das Pflegepersonal, und Feuchtigkeitssensoren sowie eine ergonomische Liegefläche helfen, Dekubitus vorzubeugen und das Wohlbefinden der Bewohnerinnen und Bewohner zu steigern. Die durchdachte Technologie ist in die bestehenden Systeme integriert, damit das Pflege-Team noch präziser und sicherer arbeiten kann. Derzeit wird das Bett intensiv getestet – um die Pflege Schritt für Schritt in die digitale Zukunft zu bringen.

    Digitale Pflegedokumentation – Einfacher, schneller, effizienter

    Mit der digitalen Pflegedokumentation am Smartphone gehen die Pflegehäuser St. Katharina und St. Louise einen weiteren Schritt in eine Zukunft papierloser und hocheffizienter Pflege. Pflegekräfte können Daten im Zuge der Pflegetätigkeit direkt auf ihren Smartphones eintragen. Das bedeutet: weniger administrativer Aufwand, schnelleres Dokumentieren und flexibleres Arbeiten. Das Pflegepersonal greift sofort und direkt auf alle relevanten Informationen zu. Damit gewinnen alle, Mitarbeitende und Bewohnende, denn es bleibt mehr Zeit für das Wesentliche: die individuelle Betreuung.

    Digitale Erlebniswelt im „Seniorenwohnen“

    Die Bewohner•innen im Seniorenwohnen St. Louise testen einen neuen, digitalen Aktivtisch zum Spielen, Malen, Puzzeln, Rätseln und Entspannen. Das Board hat viele unterschiedliche Funktionen und wird von den Seniorinnen und Senioren begeistert genutzt – für jede und jeden ist etwas dabei. Digitale Angebote wie der Aktivtisch schaffen geistige Anreize für die Senior•innen, trainieren ihre Reflexe und fördern die Gemeinschaft. Zusammen rätseln und spielen bringt Abwechslung und Lebensfreude in den Alltag.

    Ein Blick auf die Zukunft – Es braucht mehr als nur Technik

    Digitale Innovationen sind der Schlüssel zur modernen Pflege, doch nur mit den richtigen Rahmenbedingungen kann ihr volles Potenzial genutzt werden. Neue Berufsfelder im Pflegebereich sind gefragt: Neben den Pflegekräften, die sich weiterhin auf die individuelle Betreuung konzentrieren, braucht es Spezialist•innen, die als „Übersetzer•innen“ zwischen Technik und Pflege fungieren. Sie begleiten die Integration digitaler Lösungen und stellen sicher, dass die Technologie stets im Einklang mit den Bedürfnissen der zu pflegenden Menschen steht.

    Die Politik ist gefragt, jetzt zu handeln und den Weg für neue Berufsfelder in der Pflege zu ebnen, diese aktiv zu fördern und auszubauen. Mit dem Ziel: eine Zukunft, in der Pflege nicht nur effizient, sondern vor allem menschlich bleibt – und in der Technik nicht nur ein Werkzeug, sondern ein echter Partner für die Pflege ist.

    Eine Gruppe von Bewohnerinnen in einem Pflegehaus sitzt um einen digitalen Aktivtisch und spielt zusammen mit Zivildienern ein Quiz.(c) BHS Pflege/ Alek Kawka
    Der digitale Aktivtisch kann beispielsweise genutzt werden, um zwischendurch bei einem Quiz die Gehirnzellen zu aktivieren.

    Über die Barmherzige Schwestern Pflege GmbH

    Die Barmherzige Schwestern Pflege GmbH betreut Menschen, die meist aufgrund zunehmenden Alters Unterstützung im Alltag in Anspruch nehmen möchten. Das Unternehmen der Courage Gruppe ist derzeit mit mehr als 220 Mitarbeitenden an neun Standorten in Wien und Niederösterreich tätig und entwickelt neue Pflege- und Wohnformen für Menschen mit Betreuungswunsch, um die Lücke zwischen dem Leben zu Hause und in einem Pflegehaus nachhaltig zu schließen. Dabei ermöglicht die professionelle und fürsorgliche Form der Pflege & Betreuung ein selbstbestimmtes Altern und ist den Bedürfnissen der Menschen zugewandt – mit Würde, Sicherheit und Orientierung. Die Einrichtungen der Barmherzige Schwestern Pflege GmbH sind christlich, gemeinnützig und mildtätig und stehen allen Menschen offen.

    (Bilder: BHS Pflege/ Alek Kawka)

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    Thomas Kumhofer
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    Thomas Kumhofer denkt das Älterwerden seit über zehn Jahren neu. Als Kopf hinter „AlterNEUdenken“ schickt er den klassischen Ruhestand in Rente: Statt auf Häkeldeckchen und Couching setzt er auf Aktives Altern und neuronale Abenteuer. Mit Expertise und Neugier beweist er, dass die beste Zeit für neue Expeditionen – im Kopf oder auf der Weltkarte – genau jetzt ist.

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