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    Home»Pflege & Betreuung»„Alles im Griff? – Checkliste für alle, die jemanden zu Hause pflegen“
    Screenshot Broschüre "Alles im Griff?".

    „Alles im Griff? – Checkliste für alle, die jemanden zu Hause pflegen“

    9. Dez. 20224 Mins Lesezeit

    „Alles im Griff?“ – Mehr als 80 Prozent der pflegebedürftigen Menschen werden zu Hause von Angehörigen gepflegt. Diese Aufgabe wird überwiegend von Frauen übernommen und ist oft extrem belastend. Körperliche und psychische Belastungen sind bei der Betreuung von geliebten Menschen ständige Begleiter – besonders wenn die Krankheit wie bei Demenz die Persönlichkeit der Betroffenen verändert. Ratlosigkeit, Ängste und die Last der Verantwortung führen oft dazu, die eigenen Belastungsgrenzen zu überschreiten.

    Aus diesem Grund engagiert sich das Wiener Programm für Frauengesundheit aktiv dafür, Unterstützungsangebote für pflegende Angehörige zu bewerben. „Besonders Frauen neigen dazu, sich mehr um die Gesundheit ihrer Angehörigen zu kümmern als um ihre eigene. Daher war es uns auch wichtig, neben den Checklisten zu Medizin und Pflege auch eine Checkliste zur eigenen Gesundheit zu entwickeln. Diese enthält leicht verständliche Fragen die mit Ja oder Nein beantwortet werden und anschließende Tipps, wo man sich Unterstützung holen kann“, betont Kristina Hametner, Leiterin des Wiener Programms für Frauengesundheit.

    Inhaltsverzeichnis verbergen
    Förderung in der essentiellen Bereichen
    Checklisten, die sie bei der Pflege begleiten
    Wegweise für Personen, die »plötzlich« mit einem Pflegefall konfrontiert sind
    Service


    Förderung in der essentiellen Bereichen

    Die Förderung der Gesundheit und Selbständigkeit bis ins Alter, aber auch die Förderung der Gesundheitskompetenz sowie die Förderung der psychischen Gesundheit sind zentrale Gesundheitsziele. Diese Broschüre ist ein wichtiger Beitrag zu diesen Zielen und soll vor allem Frauen als pflegende Angehörige ermuntern, Unterstützungsmöglichkeiten in Anspruch zu nehmen.

    Eine ältere Frau nachdenklich auf einem Sofa.(c) AdobeStock
    Die Pflege von Angehörigen ist keine einfache Herausforderung. Die Broschüre „Alles im Griff?“ bietet Information und Hilfe.

    Checklisten, die sie bei der Pflege begleiten

    Die Broschüre besteht aus sieben einfachen, kurzen Checklisten zu den Themen Medizin, Pflege, eigene Gesundheit, Unterstützung, Hilfsmittel, Finanzen und Recht mit Fragen, die sie ganz leicht mit „Ja“ oder „Nein“ beantworten können. Zusätzlich dazu finden sie wichtige und hilfreiche Informationen, wo sie Beratung bekommen. Darüber hinaus finden sie nützliche Tipps und am Ende auch wichtige Internetadressen, wo sie in Österreich Hilfe im Pflegefall erhalten können.

    Wie erwähnt, ist die Broschüre bewusst einfach gehalten. Kurze Fragen, die sie mit „Ja“ oder „Nein“ beantworten können zeigen ihnen, auf welche Punkte sie im jeweiligen Themenfeld besonders acht geben sollten. Und sobald sie eine der Fragen mit „Nein“ beantwortet haben, wird ihnen empfohlen, weiter Informationen einzuholen. So ist es zum Beispiel ratsam, wenn sie über mögliche Nebenwirkungen von Medikamenten nicht ausreichend Bescheid wissen, das Gespräch mit einem Arzt oder Ärztin zu suchen. Auch wenn das jetzt so wirkt, als wäre das ein „no-na-ned“ Ratschlag, sind es gerade die einfachen und naheliegenden Aspekte, die von pflegenden Angehörigen aufgrund der herausfordernden Situation quasi „übersehen“ werden.

    Wegweise für Personen, die »plötzlich« mit einem Pflegefall konfrontiert sind

    „Alles im Griff“ richtet sich gezielt auch an alle jene Personen, die »plötzlich« und buchstäblich von heute auf morgen mit einem Pflegefall konfrontiert sind. Oft ist es nicht vorhersehbar – beispielsweise bei einem Schlaganfall –, dass man wegen einer Erkrankung schlagartig aus dem bisher gewohnten Lebensalltag gerissen wird. In derartigen Situationen ist man sowohl als Betroffene•r selbst als natürlich auch als pflegende•r Angehörige•r dankbar für jegliche Information.

    Aber auch bei schleichenden Erkrankungen wie Demenz wird es mit zunehmenden Fortschritt der Krankheit für das pflegende Umfeld der Erkrankten immer schwieriger, ohne Hilfe von außen zurecht zu kommen. Hier gibt die Broschüre neben einem „typischen“ Beispiel aus der Praxis auch wertvolle Tipps, was man machen kann, um den Alltag den Umständen entsprechend so gut wie möglich zu bewältigen.

    Letztlich wird auch das oft vernachlässigte Thema „Was mache ich, wenn ich selbst krank werde?“ angesprochen. Neben einem Beispiel gibt es auch hier Tipps, wie bzw. wo man sich im Fall des Falles Hilfe holen kann.

    Eine ältere Frau mit der Hand auf der Schulter eines auf der Couch sitzenden älteren Mannes, dessen Kinn auf den auf einem Gehstock gestützten Hände liegt.(c) AdobeStock
    Vor allem bei an Demenz erkrankten Personen kann die Pflege zunehmend belastend werden.

    Service

    Die gesamte Broschüre wurde mit einem Beirat von Expertinnen und Experten erstellt. Sie ist in B1-Niveau [entspricht dem Pflichtschulabschlussniveau] gehalten und steht kostenlos als Download HIER zur Verfügung. Bestellungen sind auch unter frauengesundheit@ma24.wien.gv.at möglich.

    (Bilder: Screenshot, AdobeStock (2x))

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    Thomas Kumhofer
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    Thomas Kumhofer denkt das Älterwerden seit über zehn Jahren neu. Als Kopf hinter „AlterNEUdenken“ schickt er den klassischen Ruhestand in Rente: Statt auf Häkeldeckchen und Couching setzt er auf Aktives Altern und neuronale Abenteuer. Mit Expertise und Neugier beweist er, dass die beste Zeit für neue Expeditionen – im Kopf oder auf der Weltkarte – genau jetzt ist.

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