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    Home»Körper & Geist»Wenn’s zwickt – Rückenschmerzen als Volkskrankheit Nummer 1
    Eine alte Frau, die sich mit einer Hand auf einer Couch abstützt und mit der anderen auf ihren schmerzenden Rücken greift. (c) AdobeStock

    Wenn’s zwickt – Rückenschmerzen als Volkskrankheit Nummer 1

    22. Juli 20224 Mins Lesezeit

    Ein Zwicken hier, ein Stechen da – viele kennen es, wenn der Rücken wieder einmal Probleme macht. Rückenschmerzen werden daher nicht ohne Grund als Volkskrankheit Nummer 1 bezeichnet. Das bestätigt nun auch eine groß angelegte Studie* des Online Research Instituts Marketagent, bei der rund 186.000 Personen aus 75 Ländern dazu befragt worden sind, wie oft ihnen der Rücken zu schaffen macht. Und das sind nicht wenige: Weltweit leiden mehr als die Hälfte mindestens einmal pro Woche an auftretenden Problemen mit dem Rücken, wobei Frauen weitaus häufiger betroffen sind als Männer.

    Inhaltsverzeichnis verbergen
    Rückenschmerzen – ein wahres Volksleiden
    Viele erleben Einschränkungen im Alltag
    Womit dem Rückenleiden der Kampf angesagt wird
    Es kommt [auch] auf die Haltung und Technik an
    Service


    Rückenschmerzen – ein wahres Volksleiden

    Langes Sitzen am Schreibtisch, eine ungerade Haltung, zu wenig Bewegung – wie so oft gibt es nicht „den einen Grund“, sondern es wirken zumeist mehrere Faktoren zusammen, die Rückenbeschwerden zur Folge haben. Und das nicht selten: „Rückenschmerzen gelten nicht zu Unrecht als wahres Volksleiden, das bescheinigt nun auch unser weltweiter Lokalaugenschein. Mehr als die Hälfte in den befragten 75 Ländern berichtet von chronischen Verspannungen oder Schmerzen der Rückenpartie, oft sogar täglich. Die Betroffenen sind dabei in erster Linie Frauen“, erläutert Marketagent Geschäftsführer Thomas Schwabl die Ergebnisse des internationalen Studienprojekts. Während 37 Prozent der Männer über regelmäßig auftretende Probleme klagen, kämpft mehr als die Hälfte der Frauen dagegen an [53 Prozent].

    Wirft man einen Blick rund um den Globus, leiden am häufigsten Nordamerikanerinnen und -amerikaner an ihrem Rücken. Rund 3 von 10 haben Tag für Tag dagegen anzukämpfen. In Europa ist die Zahl zwar etwas geringer, aber immer noch empfindet beinahe jeder bzw. jeder Vierte jeden Tag aufs Neue ein unangenehmes Gefühl im Rücken. Am seltensten betroffen sind hingegen die Menschen in Afrika: Hier geben lediglich 16 Prozent an, täglich Einschränkungen in ihrem Bewegungsapparat zu verspüren. Die Österreicherinnen und Österreicher entsprechen alles in allem dem europäischen Durchschnitt: 23 Prozent erleben Tag für Tag wiederkehrende Probleme.

    Ein Mann, der sich mit einer Hand auf seinen schmerzenden Nacken greift, mit der anderen auf seine schmerzenden Lendenwirbel.(c) AdobeStock
    Vor allem der Bereich der Lendenwirbelsäule sowie der Nackenbereich sind besonders betroffene Schmerzregionen des Rückens.

    Viele erleben Einschränkungen im Alltag

    Zweifelsohne stellen starke Rückenschmerzen eine große Belastung für die Betroffenen dar und können das Alltagsleben maßgeblich beeinflussen. So erleben 6 von 10 Österreicherinnen und Österreicher eine Einschränkung im Alltag. Für knapp jede•n Zehnte•n entpuppen sich diese laut eigenen Aussagen sogar zu einem nahezu unerträglichen Leid.

    Betroffene Schmerzregionen sind hierzulande insbesondere der untere Rücken im Bereich der Lendenwirbelsäule sowie der Nacken. Bei rund einem Drittel meldet sich aber auch der Schultergürtel immer wieder schmerzhaft zu Wort.

    Womit dem Rückenleiden der Kampf angesagt wird

    Doch Probleme mit der Rückenpartie müssen nicht still ertragen werden, denn die Palette an Maßnahmen, die dagegen ergriffen werden können, ist groß.

    Das Mittel der Wahl ist für die Österreicherinnen und Österreicher dabei die Massage – immerhin treten mehr als 4 von 10 den Schmerzen am liebsten mit Entspannung entgegen. Beinahe ebenso viele sind indes bereit, den Rückenschmerzen aktiv in Form von Sport den Kampf anzusagen. Und auch ganz allgemein zeigt sich die heimische Bevölkerung von ihrer sportlichen Seite. So gibt knapp ein Drittel an, sich mehrmals pro Woche fit zu halten, 12 Prozent sogar beinahe täglich.

    Über die Hälfte der sportlich Aktiven achtet dabei auch auf gezielte Einheiten zur Kräftigung der Rumpf- und Rückenmuskulatur, und das gerne auch von zu Hause aus. Beispiele dafür sind etwa Kräftigungs- oder Ausgleichsübungen [wie zum Beispiel Strecken, Katzenbuckel, Dehnen], die einfach und nebenbei ausgeübt werden können, um sich und seinem Rücken etwas Gutes zu tun. Das weiß auch rund die Hälfte der Österreicher•innen und integriert entsprechende Übungen in ihren Alltag.

    Ein Drittel macht derzeit zwar keine besonderen Rückenübungen, kann der Idee aber prinzipiell etwas abgewinnen und würde gerne damit beginnen, Übungen in ihren tagtäglichen Ablauf einzubauen.

    Es kommt [auch] auf die Haltung und Technik an

    Dass eine bewusste Haltung und Technik beim Hochheben und Abstellen schwerer Gegenstände wichtig ist, um den Rücken zu schonen und Verletzungen vorzubeugen, haben wir bereits früh gelernt. Aber wie viele halten sich auch daran? Tatsächlich geben 6 von 10 Österreicher•innen an, beim Transportieren von schwerer Last zumindest öfters eine rückenschonende Hebetechnik anzuwenden. Darüber hinaus kann eine aufrechte Sitzposition helfen, Rückenleiden zu verringern. 37 Prozent achten bewusst darauf und korrigieren eine eventuell ungerade Haltung.

    Grafik: Top 5 Maßnahmen gegen Rückenschmerzen.(c) Marketagent

    Service

    *Im Rahmen der Studie wurden im Zeitraum 16.11.2020 – 23.09.2021 insgesamt 186.390 Besucher•innen der Website marketagent.com ab 14 Jahren befragt. 11.784 davon stammten aus Österreich.

    Die Präsentation der Ergebnisse können sie HIER als Pdf downloaden.

    (Bilder: AdobeStock, Grafik: Marketagent)

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    Thomas Kumhofer
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    Thomas Kumhofer denkt das Älterwerden seit über zehn Jahren neu. Als Kopf hinter „AlterNEUdenken“ schickt er den klassischen Ruhestand in Rente: Statt auf Häkeldeckchen und Couching setzt er auf Aktives Altern und neuronale Abenteuer. Mit Expertise und Neugier beweist er, dass die beste Zeit für neue Expeditionen – im Kopf oder auf der Weltkarte – genau jetzt ist.

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