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    Home»Körper & Geist»Regelmäßige Bewegung erhält die körperliche und geistige Fitness
    Die Hände eines Mannes, der sich seinen Sportschuh zubindet. (c) Pixabay.com

    Regelmäßige Bewegung erhält die körperliche und geistige Fitness

    13. Mai 20205 Mins Lesezeit

    Die gute Nachricht ist immer noch die bessere – in diesem Sinn: unsere Lebenserwartung steigt und steigt. Laut aktuellen Zahlen wird bereits jedes dritte neugeborene Mädchen 100 Jahre alt werden! Somit ist es keine Frage, noch älter zu werden, sondern eher eine nach unserer Fitness. Wie werden wir so gut wie möglich, sprich körperlich und geistig gesund, alt? Entscheidend dazu beitragen kann auf jeden Fall körperliche Aktivität.

    Denn durch eine gute Beweglichkeit und Koordination sowie der verbesserten Muskelkraft werden nicht nur Krankheitsrisiken gesenkt und die Leistungsfähigkeit gesteigert, sondern mit regelmäßigem Sport kann auch die Selbstständigkeit und Selbstbestimmtheit möglichst lange erhalten bleiben. Und die Konsequenz: ein besseres Leben auf Grund einer höheren Lebensqualität – oder anders gesagt: Altern wird nicht nur von den Genen bestimmt, sondern im hohen Maße auch von den individuellen Lebensumständen und Gewohnheiten.

    #BewegungISTgesund!

    Inhaltsverzeichnis verbergen
    Die beste Anti-Aging-Methode: regelmäßige körperliche Aktivität und Bewegung
    Für [mehr] Bewegung ist man NIE zu alt
    Mit moderatem Training präventiv zu mehr Fitness
    Belastung ist nicht gleich Überlastung – also keine Angst vor Bewegung

    Die beste Anti-Aging-Methode: regelmäßige körperliche Aktivität und Bewegung

    Leistungseinbußen im mittleren Lebensalter sind vor allem auf eine inaktive Lebensweise, nicht aber auf die biologische Alterung zurückzuführen. Zunehmendes Alter ist jedenfalls kein Argument oder „Ausrede“, auf regelmäßige Bewegung zu verzichten – Stichwort „innerer Schweinehund„. Nur wer regelmäßig körperlich aktiv ist, kann auch im Alter weiterhin seinen Interessen, Aufgaben und sozialen Kontakten nachgehen.

    Wer sich wenig bewegt, übermäßig isst, trinkt und vielleicht auch noch raucht, altert schneller und stärker. Wurde früher älteren Menschen empfohlen, sich zu schonen und die Kräfte gut einzuteilen, so wird diese Ansicht durch neue, aktuelle Forschungsergebnisse eindeutig widerlegt. Denn das genaue Gegenteil wird mittlerweile empfohlen. Ältere Menschen sollen regelmäßig Sport ausüben, um ihre Ausdauer, Kraft und Koordination zu trainieren. Und zwar egal, ob bzw. wie viel man „immer schon“ gemacht hat. Für eine Änderung der Lebensgewohnheiten ist es nie zu spät, und wir sind grundsätzlich bis ins hohe Alter leistungsfähig und belastbar.

    Unter sportlicher Belastung verändern sich die Muskulatur, das Bindegewebe, das Immunsystem, Knochen, Knorpel, Sehnen, Bänder, unser Herz-Kreislaufsystem und sogar die Hormone werden positiv beeinflusst. Der im Alter zunehmenden Unbeweglichkeit und abnehmenden Koordination wird so entgegengewirkt. Zahlreiche sportmedizinische Studien zeigen, dass nach dem 30. Lebensjahr die körperliche Leistungsfähigkeit um zehn bis 15 Prozent pro Lebensdekade abnimmt.

    Im Umkehrschluss zeigen diese Studien, dass jede und jeder, die/ der sich regelmäßig bewegt, sein Leben um drei bis fünf Jahre verlängert. Auch auf die geistigen Fähigkeiten hat Sport eine positive Wirkung. Es gibt sogar Hinweise, dass man mit regelmäßiger Bewegung einer Demenzerkrankung vorbeugen oder zumindest den Ausbruch verzögern kann.

    Ein älterer Mann, der auf einer Wiese vor einem See seinen Rücken dehnt, Stichwort Fitness.(c) Pixabay.com
    Egal wie alt man ist: #BewegungISTgesund.

    Für [mehr] Bewegung ist man NIE zu alt

    Wie gesagt, für [mehr] Bewegung und körperliche Aktivitäten ist man nie zu alt. Doch egal, ob man nun Anfänger oder Wiedereinsteiger ist, eine sportärztliche Untersuchung ist vor der Aufnahme des Trainings Pflicht und sollte jedes Jahr wiederholt werden. Denn eine kompetente [sport-]ärztliche Beratung ist sozusagen Voraussetzung für ein altersgerechtes Training. Idealer Weise erstellen sie auch gemeinsam mit ihrem Arzt/ Ärztin ein persönliches Trainingsprogramm.

    Jeder Mensch bringt unterschiedliche Voraussetzungen wie Statur, Gene, Kondition und eventuelle Vorerkrankungen mit. Auch die Ziele, die man mit dem Bewegungstraining erreichen will, sind individuell sehr unterschiedlich und reichen vom moderaten Kraft- und Ausdauertraining bis zur Teilnahme an einem Wettkampf.

    Treten allerdings plötzlich Beschwerden wie Rücken-, Brust, Kopfschmerzen oder Schwindelgefühl während der sportlichen Belastung auf, müssen sie sofort ihren Arzt/ Ärztin aufsuchen. Grundsätzlich gilt es, eine plötzliche sportliche Überforderung des Körpers zu vermeiden. Man sollte es auf keinen Fall übertreiben. Auch ein gemäßigtes, regelmäßiges Training zeigt bereits eine positive Wirkung.

    Selbst wenn sie spät mit regelmäßiger Bewegung beginnen, zahlen sich schon kurze Trainingseinheiten mit moderater Intensität, die langsam gesteigert werden sollten, aus. Wer mit 50 Jahren nach langem Nichtstun mit regelmäßigem Ausdauer- und Kraftsport beginnt, kann [immer noch] gute Ergebnisse erzielen. Denn der menschliche Körper ist in der Lage, sich an eine erhöhte Belastung und muskuläre Anforderung in jedem Alter anzupassen. Wird das Training abgebrochen, verschlechtert sich die Prognose, doch bei Wiederaufnahme ist jederzeit eine rasche Verbesserung möglich.

    Den Einfluss der körperlichen Aktivität kann man sogar unmittelbar messen. Führt man direkt nach sportlicher Belastung entsprechende Blutuntersuchungen durch, so wird ersichtlich, dass sich im Rahmen der gezielten Bewegung Bindegewebe aufgebaut hat.

    Mit moderatem Training präventiv zu mehr Fitness

    Die Mindestanforderung der WHO für Erwachsene umfasst einen Trainingsumfang von ungefähr 150 Minuten pro Woche mit einer Trainingsintensität von etwa 50 bis 70 Prozent der maximalen Leistungsfähigkeit. Wünschenswert wäre körperliche Bewegung von einer Stunde pro Tag.

    Als besonders wirkungsvoll gelten Ausdauersportarten wie Laufen und Schwimmen, aber auch das Radfahren mit dem e-Bike erfreut sich zunehmender Beliebtheit.

    Gerade [auch] das Radfahren ist ein wahrer „Alleskönner“ in Sachen Prävention und Gesundheit. Es fördert das Herz-Kreislauf-System, stärkt Muskeln, schützt Gelenke vor Arthrose und beugt typischen Zivilisationskrankheiten wie Bluthochdruck, Herzleiden oder Diabetes vor. Bei regelmäßigem Radeln wird auch die Stimmung positiv beeinflusst, Stress abgebaut und sogar das Demenz-Risiko gesenkt. Das Beste aber ist: Es bedarf keiner aufwändigen Zeitplanung.

    Die Hände eines Mannes auf einem Fahrradgriff.(c) Pixabay.com
    Im Gegensatz zum Sportverein oder einem Fitnessstudio ist Radfahren leicht in den Familienalltag zu integrieren – man muss sich quasi „nur“ die Zeit dafür nehmen.

    Belastung ist nicht gleich Überlastung – also keine Angst vor Bewegung

    Grundlagen für alle sportlichen Aktivitäten ist ein ausreichend kräftiger Bewegungsapparat. Jedoch führt nur die Kombination von Krafttraining, der Verbesserung der Ausdauer, der Beweglichkeit und der Koordination zum Ziel. Jede regelmäßige Aktivität macht fit, auch kleinere Übungseinheiten während des Tages summieren sich. Diese aktive Haltung ist dem „passiven Pillenschlucken“ – als vermeintlich präventive Maßnahme – deutlich überlegen. Aus diesem Grund sollte Bewegung weniger als Last, sondern als Anreiz zum „Fitbleiben“ gesehen werden – und sie sollte vor allem Spaß machen.

    Letztlich kann für den Sport-un-gewohnten das Treppensteigen schon eine höhere Belastung darstellen. Daher ist in der Praxis der Tipp, hin und wieder den einen und anderen Schritt zu Fuß zurück zu legen, zwar einfach aber auch durchaus sinnvoll. Festzuhalten bleibt, dass der größte gesundheitliche Nutzen bereits dann entsteht, wenn Personen, die gänzlich körperlich inaktiv waren, in geringem Umfang aktiv werden.

    Jeder auch noch so kleine Schritt weg vom Bewegungsmangel ist wichtig und fördert die Gesundheit. Jeder Schritt zählt!

    (Bilder: Pixabay.com)

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    Thomas Kumhofer
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    Thomas Kumhofer denkt das Älterwerden seit über zehn Jahren neu. Als Kopf hinter „AlterNEUdenken“ schickt er den klassischen Ruhestand in Rente: Statt auf Häkeldeckchen und Couching setzt er auf Aktives Altern und neuronale Abenteuer. Mit Expertise und Neugier beweist er, dass die beste Zeit für neue Expeditionen – im Kopf oder auf der Weltkarte – genau jetzt ist.

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