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    Home»Freizeit & Reise»Hinaus in den Frühling mit Aktivitäten, Beratung und Begleitung
    Ein älteres Paar mit einem Hund über eine Brücke spazierend. (c) AdobeStock

    Hinaus in den Frühling mit Aktivitäten, Beratung und Begleitung

    4. März 20224 Mins Lesezeit

    Der Frühling steht vor der Tür, aber viele ältere Menschen und pflegende Angehörige können sich darüber nicht so recht freuen. Sie haben die Corona-Pandemie als große emotionale und psychische Belastung erlebt. Viele haben sich zurückgezogen und noch immer nicht zurückgefunden in ihr „altes“ gewohntes Sozialleben. Sehr häufig sind Einsamkeitsgefühle und Überforderung bei den Betroffenen die Folgen. Das Hilfswerk unterstützt gerade auch diese Menschen mit speziellen Angeboten, um aus der Isolation und wieder zu mehr Lebensfreude zu finden.

    coronahilfe.senioren.hilfswerk.at

    Inhaltsverzeichnis verbergen
    Die Kollateralschäden der Pandemie
    Mit neuer Lebensfreude in den Frühling
    Soziale Einbindung auf der einen Seite, Entlastung auf der anderen
    Service: Hotline für pflegende Angehörige


    Die Kollateralschäden der Pandemie

    Für ältere Menschen und pflegende Angehörige waren die vergangenen Monate besonders schwierig. Die lange Dauer der Pandemie zermürbt. Viele haben ihre Sozialkontakte angesichts der hohen Infektionszahlen zudem erneut stark reduziert und sich in die eigenen vier Wände zurückgezogen, Stichwort vulnerable Gruppen. Ängste und Einsamkeitsgefühle haben zum Teil enorm zugenommen, Bewegung und Zeit an der frischen Luft sind dagegen oft viel zu kurz gekommen.

    „Seniorinnen und Senioren haben in diesem zweiten Corona-Winter auf Vieles verzichtet. Dem entsprechend hat er an ihren Kräften gezehrt. Aber auch für viele pflegende Angehörige war die Belastung größer als sonst – etwa, weil sie weniger Unterstützung durch Dritte genutzt haben,“ erläutert Mag. Sabine Maunz, Fachliche Leitung Pflege und Betreuung beim Hilfswerk Österreich.

    Ein älteres Paar auf einer Bank im Freien im Frühling schauen gemeinsam auf ein Tablet.(c) AdobeStock
    Nach mehr als zwei Jahren Pandemie gilt es, endlich wieder dem „Corona-Alltag“ zu entfliehen und wieder vermehrt soziale Kontakte zu pflegen und Aktivitäten zu planen.

    Mit neuer Lebensfreude in den Frühling

    Umso wichtiger sei es nun, gemeinsamen Aktivitäten und wohltuenden Kontakten wieder einen größeren Stellenwert zu geben. „Mit den steigenden Temperaturen und dem nahenden Frühling fällt es vielen leichter, die eigenen vier Wände zu verlassen und den Austausch mit anderen zu suchen„, so Hilfswerk-Expertin Maunz. Das bringt neue Lebensfreude und durchbricht die Einsamkeit und Tristesse des Pandemie-Alltags. Für all jene, denen das nicht alleine gelingt, hält das Hilfswerk spezielle Angebote bereit:

    Das Hilfswerk Salzburg etwa lädt ältere Menschen, die sich einsam fühlen, zu Tagesbesuchen in seine Senioren-Tageszentren ein. Dort finden sie Unterhaltung, Anschluss und Abwechslung zum Alltag. Und dadurch werden auch pflegende Angehörige zumindest tageweise entlastet. Einmal pro Monat ist der Besuch kostenlos. Außerdem bietet das Hilfswerk Salzburg einen Krankenhausbegleitdienst an: Ältere Menschen, die nicht über die finanziellen Mittel oder die Unterstützung durch Angehörige verfügen, werden kostenlos zu Untersuchungen und Behandlungen ins Krankenhaus gebracht.

    Im Hilfswerk Kärnten erfreut sich das Projekt „Spazieren gegen die Einsamkeit“ anhaltender Beliebtheit. Ein- bis zweimal pro Woche laden Sozialpädagoginnen und -pädagogen zu einem Spaziergang, der unter einem stärkenden Motto steht. Und die Gesundheitsberatung „JETZT“ des Wiener Hilfswerk informiert ältere Menschen darüber, was sie für die eigene Gesundheit tun können. Viermal pro Monat findet zudem ein Gesundheitsplausch mit diplomierten Pflegekräften zu verschiedenen Gesundheitsthemen statt.

    Das Hilfswerk Steiermark bietet mit der aufsuchenden psychosozialen Betreuung und psychiatrischen Beratung Unterstützung bei Ängsten, Konflikten oder Überforderung. Das Hilfswerk Salzburg ermöglicht pflegenden Angehörigen mit der psychosozialen Begleitung Beratungsgespräche, Entlastung und Erfahrungsaustausch in Kleingruppen.

    Soziale Einbindung auf der einen Seite, Entlastung auf der anderen

    Mit diesen sozialen Aktivitäten, psychosozialer Begleitung und Beratung oder gesundheitsfördernden Maßnahmen finden ältere, einsame Menschen soziale Einbindung und pflegenden Angehörige Entlastung. Die Angebote sind Teil des Projekts „Gemeinsam gegen Alterseinsamkeit, Armut und Ausgrenzung“ und wurden dank einer Förderung durch das Sozialministerium im Sommer 2021 ins Leben gerufen. Diese werden seither – natürlich unter den jeweils aktuellen und angepassten Sicherheitsbestimmungen – rege genutzt.

    Zwei Frauen spazieren mit einer dritten, die einen Rollator nutzt, über eine Holzbrücke.(c) AdobeStock
    Nutzen sie den nahenden Frühling und gehen sie raus an die frische Luft – #BewegungISTgesund!

    Service: Hotline für pflegende Angehörige

    Pflegenden Angehörigen steht darüber hinaus die kostenlose Hilfswerk Hotline offen: Erreichbar unter 0800 640 660, von Montag bis Donnerstag von 9:00 bis 16:00 Uhr sowie Freitag von 8:00 bis 12:00 Uhr – gebührenfrei aus ganz Österreich. Hier beraten qualifizierte Fachkräfte bei seelischer oder emotionaler Not, Überforderung und Krankheit, im Hinblick auf finanzielle Schwierigkeiten oder bei Fragen zu Pflege und Betreuung. Die Hotline hilft pflegenden Angehörigen, rasch, unbürokratisch und unkompliziert die Unterstützung zu finden, die sie in ihrer jeweiligen Situation brauchen.

    Informationen und Links zu allen aktuellen Angeboten der Hilfswerk-Landesverbände für Seniorinnen und Senioren sowie pflegende Angehörige finden sie HIER.

    (Bilder: AdobeStock)

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    Thomas Kumhofer
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    Thomas Kumhofer denkt das Älterwerden seit über zehn Jahren neu. Als Kopf hinter „AlterNEUdenken“ schickt er den klassischen Ruhestand in Rente: Statt auf Häkeldeckchen und Couching setzt er auf Aktives Altern und neuronale Abenteuer. Mit Expertise und Neugier beweist er, dass die beste Zeit für neue Expeditionen – im Kopf oder auf der Weltkarte – genau jetzt ist.

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