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    Home»Freizeit & Reise»Nicht ungefährlich – Hitze beim Autofahren wird oftmals unterschätzt
    Ein Thermometer, das an die 40 Grad Celsius zeigt. (c) Pixabay.com

    Nicht ungefährlich – Hitze beim Autofahren wird oftmals unterschätzt

    18. Juni 20214 Mins Lesezeit

    Endlich ist es soweit: Der Sommer ist da! Und mit ihm die erste Hitzewelle. Viele Menschen haben schon lange darauf gewartet, dass die Temperaturen steigen – wenig verwunderlich nach dem eher kühlen Mai. Allerdings wird oftmals die Gefahr der Hitze beim Autofahren unterschätzt. Bei einer Temperatur von 30 Grad Celsius heizt sich ein in der Sonne geparktes Auto innerhalb von 30 Minuten auf 46 Grad Celsius auf, innerhalb einer Stunde hat es im Auto dann sogar 56 Grad. Damit das Autofahren bei tropischen Temperaturen nicht zur Qual wird, haben wir hier in Zusammenarbeit mit dem ARBÖ ein paar einfache Tipps, damit ein kühler Kopf bewahrt wird.

    Inhaltsverzeichnis verbergen
    Hitze im Auto steigert das Unfallrisiko
    ARBÖ-Tipps für mehr Sicherheit bei Hitze beim Autofahren
    Ganz besonders wichtig: ausreichend trinken
    Erste Hilfe im Ernstfall
    Weitere Informationen


    Hitze im Auto steigert das Unfallrisiko

    Brütende Hitze im Auto kann die Fahrweise beeinträchtigen. Optimal sind im Innenraum eines Autos 21 bis 23 Grad Celsius. „Ab 24 Grad Celsius kann es bereits zu vermindertem Reaktionsvermögen, Aufmerksamkeitsdefiziten und mehr Stress kommen, womit auch das Unfallrisiko – je nach Temperatur – erheblich steigt“, erklärt ARBÖ-Pressesprecher Sebastian Obrecht. „Allerdings ist auch ein zu kühler Autoinnenraum nicht ideal, denn zu kalte Temperaturen können genauso den Kreislauf belasten“, so Obrecht weiter. Der Unterschied zwischen Außen- und Innentemperatur sollte nicht mehr als fünf bis sechs Grad Celsius betragen.

    Langer Stau auf einer Autobahn, Stichwort Hitze beim Autofahren.(c) Pixabay.com
    Hitze beim Autofahren und dann auch noch kilometerlang im Stau stecken – damit sie so gut wie möglich durch derartige Situationen kommen, habe wir hier für sie ein paar einfache Tipps zusammen gefasst.

    ARBÖ-Tipps für mehr Sicherheit bei Hitze beim Autofahren

    • öffnen sie vor dem Einsteigen alle Fahrzeugtüren und lassen sie kurz die Luft durchziehen;

    • vermeiden sie nach Möglichkeit Fahrten in der Mittagshitze;

    • vermeiden sie längere Aufenthalte im parkenden Auto;

    • legen sie vor allem bei längeren Fahrten mehr Pausen ein, um aufmerksam zu bleiben;

    • vertreten sie sich öfters die Beine und sorgen sie für genügend Abkühlung;

    • tragen sie leichte und luftige Kleidung;

    • checken sie rechtzeitig die Klimaanlage ihres Autos – eine Wartung sollte alle zwei Jahre durchgeführt werden [zum Beispiel in den ARBÖ-Prüfzentren];

    • lasse sie die Autobatterie überprüfen – Hitze setzt ihnen ebenso zu wie Kälte;

    • Sonnenschutzblenden, silberbeschichtete Matten und auch heruntergeklappte Sonnenblenden sorgen dafür, dass sich das Fahrzeuginnere nicht so schnell aufheizt;

    • decken sie Kindersitze mit einem Tuch ab, da sich der Stoff durch direkte Sonneneinstrahlung stark aufheizt; prüfen sie selbst mit der Hand die Temperatur, bevor sie ihr Kind hineingesetzen;

    Ganz besonders wichtig: ausreichend trinken

    Generell sollte man bei extremer Hitze genügend trinken – mindestens zweieinhalb Liter in Form von Wasser oder ungesüßtem Tee –, da der Körper durch das Schwitzen viel Flüssigkeit verliert. Auch sollte auf üppige und fettige Speisen verzichtet werden, denn sie belasten den Körper zusätzlich.

    Oft passiert es auch, dass Kinder oder Haustiere im Auto – auch wenn es nur kurz ist – gelassen werden. In einem solchen Fall ist jede•r dazu verpflichtet, zu helfen. In derartigen Situationen rät der ARBÖ zu folgender Vorgehensweise:

    • Situation einschätzen
      Ist noch genügend Zeit, die Eltern beziehungsweise den Lenker/ die Lenkerin des Fahrzeugs zu suchen? Fragen sie Passanten, ob sie eventuell das Fahrzeug kennen. Ist das Auto vor einem Supermarkt geparkt, empfiehlt es sich, das Auto dort ausrufen zu lassen.

    • Sollte dies nicht erfolgreich sein, ist sofort Polizei und/ oder Feuerwehr zu verständigen.

    • Leben und Gesundheit gehen vor
      Wenn sie bemerken, dass sich der Zustand des Kindes rasch verschlechtert, gilt die Regelung des entschuldigenden Notstandes. Das heißt, in diesem Fall dürfen Scheiben eines Fahrzeugs eingeschlagen werden, um das eingesperrte Kind zu retten. Wenn genügend Zeit bleibt, sollten zur Beweissicherung Zeugen hinzugezogen werden oder aber auch Fotos gemacht werden.
    Eine Frau mit Sonnenbrille lehnt an der Motorhaube eines Autos, bei dem beide Türen offen sind.(c) Pixabay.com
    Wenn sie bei großer Hitze eine längere Autofahrt vor sich haben, sollten sie auf jeden Fall mehrere Pausen einplanen.

    Erste Hilfe im Ernstfall

    • bringen sie die betroffene Person in den Schatten;

    • sollte die Person bewusstlos sein, bringen sie diese in eine stabile Seitenlage, sonst soll der Oberkörper erhöht gelagert werden;

    • lockern und öffnen sie die Kleidung und fächeln sie Wind zu, um die Person zu kühlen;

    • wählen sie den Notruf 144, um den Rettungsdienst zu alarmieren;

    • kühle sie den Körper mit feuchten Umschlägen – insbesondere den Kopf;

    • sofern die Person wach ist und trinken kann, lassen sie diese auch unbedingt Wasser trinken;

    • leisten sie den Anweisungen der Rettungsleitstelle Folge.

    Weitere Informationen

    HIER finden sie zudem weitere hilfreiche und nützliche Informationen über

    – Autofahren bei Hitze: Alles Wichtige in einem kurzen Video
    – Heiße Fahrten bei Sonnenschein
    – Worauf sie beim Auto im Sommer achten sollten?
    – Auto im Sommer richtig kühlen
    – Blow-ups: Unfallquelle im Sommer

    (Bilder: Pixabay.com)

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    Thomas Kumhofer
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    Thomas Kumhofer denkt das Älterwerden seit über zehn Jahren neu. Als Kopf hinter „AlterNEUdenken“ schickt er den klassischen Ruhestand in Rente: Statt auf Häkeldeckchen und Couching setzt er auf Aktives Altern und neuronale Abenteuer. Mit Expertise und Neugier beweist er, dass die beste Zeit für neue Expeditionen – im Kopf oder auf der Weltkarte – genau jetzt ist.

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