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    Home»Freizeit & Reise»Das Naturhistorische Museum Wien digitalisiert seine Sammlungen
    Das Naturhistorische Museum in Wien, Außenansicht. (c) Pixabay.com

    Das Naturhistorische Museum Wien digitalisiert seine Sammlungen

    17. Jan. 20204 Mins Lesezeit

    Das Naturhistorische Museum Wien [NHM Wien] – Herberge weltberühmter und einzigartiger Exponate wie beispielsweise der 29.500 Jahre alten Venus von Willendorf oder riesiger Saurierskelette – digitalisiert seine Sammlungen. Das alleine wäre noch nicht so „aufregend“, leben wir ja mitten drinn im digitalen Zeitalter. Das Spannende dabei: Das NHM Wien stellt eine Sammlungen in den digitalen Raum und macht sie so nicht nur der Wissenschaft, sondern auch einer breiten Öffentlichkeit zugänglich.

    Inhaltsverzeichnis verbergen
    30 Millionen Objekte auf dem Weg ins Internet
    Auch Objekte abseits der Schausammlungen gehen online
    Für die Öffentlichkeit UND die Forschungswelt
    Virtuelle Schauräume für virtuelle Besucher und Forscher
    Ein kleiner Vorgeschmack

    30 Millionen Objekte auf dem Weg ins Internet

    Das NHM Wien verfügt über zirka 30 Millionen Sammlungsobjekte. Diese werden von rund 60 Wissenschafterinnen und Wissenschaftern in den Forschungsabteilungen des NHM sowie von internationalen Forschungsgästen Tag täglich zur Grundlagenforschung in den verschiedensten Gebieten der Human-, Erd,- und Biowissenschaften herangezogen. Damit ist das Museum auch ein sehr wichtiges Kompetenzzentrum für öffentliche Fragen und eine der größten außeruniversitären Forschungsinstitutionen Österreichs.

    Durch ein vom Bundeskanzleramt gefördertes Projekt startete vor mittlerweile mehr als drei Jahren die systematische Digitalisierung der wertvollen Sammlungsbestände.

    Auch Objekte abseits der Schausammlungen gehen online

    Die nun durch dieses Projekt geschaffene Infrastruktur ermöglicht eine effiziente und wirtschaftliche Fortsetzung des angelaufenen Prozesses, um Sammlungsobjekte sowohl für die Wissenschaft als auch für eine breite Öffentlichkeit bereitzustellen.

    Und das Beste daran: Auch jene Objekte, die in den weitläufigen Depots und Sammlungsräumen abseits der öffentlich zugänglichen Schausammlung aufbewahrt und erforscht werden, werden so einem breiten Publikum und Forschungsinteressierten zugänglich gemacht. Mit dem Projekt wurde ein Startschuss gegeben, wodurch jetzt ein erster Teil des enormen Sammlungsbestandes digitalisiert und ab sofort online verfügbar ist.

    22 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren von 2016 bis 2019 mit der Digitalisierung der heterogenen Sammlungsobjekte beschäftigt. Neben zweidimensionalen Elementen wie Schriften, Bildern oder botanischen Herbarbögen wurden auch unzählige dreidimensionale Objekte wie Insekten, Dermoplastiken, Skelette oder Minerale erfasst. Besonders heikel waren fragile Objekte, handschriftliche Überlieferungen oder temperaturempfindliche historische Stücke, deren „digitale Sicherungskopien“ für die zukünftige Wissenschaft besonders von Vorteil ist.

    Ein Dinosaurierskelett im NHM Wien, das weltweit berühmt für seine Sammlungen ist. (c) Pixabay.com
    Künftig können sie das NHM Wien auch virtuell besuchen und in den diversen Online-Sammlungen in die Welt der Dinosaurier, Insekten, Meteoriten, Minerale, Botanik, und vieles mehr eintauchen. Forscher-Herz, was willst du mehr :)

    Für die Öffentlichkeit UND die Forschungswelt

    Die Ziele der Digitalisierung decken neben dem Zugang für die Öffentlichkeit noch weitere, für die Forschungswelt relevante, Bereiche ab. Durch die Erweiterung des Datenbestandes und die Schaffung einer zentralen Infrastruktur werden einzelne Sammlungen miteinander verknüpft und die interne und externe Recherche sowie die Aktualisierung verschiedener Informationen um vieles erleichtert.

    Außerdem wird über Schnittstellen der Datentransfer mit internationalen Sammlungsplattformen, wie beispielsweise Europeana oder GBIF, ermöglicht. Diese beinhalten bereits Sammlungsteile aus vereinzelten Disziplinen am NHM Wien, die im Laufe der Zeit sukzessive erweitert und ergänzt werden.

    Nicht zuletzt ermöglicht der ortsunabhängige Datenzugriff eine zukunftsorientierte Form der Wissenschaft und der öffentlichen Informationswege.

    Virtuelle Schauräume für virtuelle Besucher und Forscher

    Die im Rahmen des geförderten Projekts werden die digitalisierten Daten auf zwei Webportalen präsentiert:

    Zum einen sind auf der Webseite objekte.nhm-wien.ac.at mehr als 1.000 digital aufbereitete Objekte mit vertiefenden Informationen – übersichtlich gegliedert in 128 Themenbereiche aus neun Abteilungen – zu finden. Wissenschafterinnen und Wissenschafter des NHM Wien haben gemeinsam diese Objekte ausgewählt und digital aufbereitet, um ein möglichst ausgewogenes und abwechslungsreiches Bild der Objektvielfalt und der wissenschaftlichen Arbeitsmethoden am Museum für das Publikum zu schaffen.

    Zum anderen wurden für ein sogenanntes „Science Portal“ 735.179 Datensätze und 134.290 Bilder aus 27 Sammlungen von acht Abteilungen vorbereitet. In diesem streng nach wissenschaftlichen Kriterien zusammengestellten Portal werden die Daten für Forschungsarbeiten online zur Verfügung gestellt werden. Die Arbeiten an diesem Portal sind allerdings noch nicht abgeschlossen, daran wird noch gearbeitet.

    Ein kleiner Vorgeschmack

    Quasi zur „Einstimmung“ auf die ungeheure Vielfalt der Sammlungen des NHM Wien haben wir hier noch ein kurzes Video für sie – sehen sie selbst :)

    Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist und dem NHM Wien einmal einen Besuch abstatten möchte, kann das zu folgenden Öffnungszeiten tun:

    Donnerstag bis Montag 9:00 – 18:30
    Mittwoch 9:00 – 21:00
    Dienstag geschlossen.

    Alle Informationen über das NHM Wien finden sie HIER.

    (Bilder: Pixabay.com; Video: Youtube.com/NHMWien)

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    Thomas Kumhofer
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    Thomas Kumhofer denkt das Älterwerden seit über zehn Jahren neu. Als Kopf hinter „AlterNEUdenken“ schickt er den klassischen Ruhestand in Rente: Statt auf Häkeldeckchen und Couching setzt er auf Aktives Altern und neuronale Abenteuer. Mit Expertise und Neugier beweist er, dass die beste Zeit für neue Expeditionen – im Kopf oder auf der Weltkarte – genau jetzt ist.

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