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    Home»Pflege & Betreuung»Inklusion»Das älteste Porträt des Abendlandes zum Anfassen und ‚Begreifen‘
    Tastbares Relief vom Porträt Rudolfs IV. erstellt vom VRVis für das Dom Museum Wien. (c) Dom Museum Wien/ Deinhardstein

    Das älteste Porträt des Abendlandes zum Anfassen und ‚Begreifen‘

    15. Feb. 20192 Mins Lesezeit

    Anlässlich des „Welttags der Fremdenführer für Blinde und Sehbeeinträchtigte“ am 15. Februar entwickelte das VRVis – Zentrum für Virtual Reality und Visualisierung in Wien tastbare 3D-Reliefe von Kunstwerken für das Dom Museum Wien. Damit haben sehbeeinträchtigte und blinde Personen erstmals die Möglichkeit, u.a. das älteste Porträt des Abendlandes „tastend zu sehen“.

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    Wo sich Kunst und Technik treffen
    Inklusive Digitalisierung
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    Wo sich Kunst und Technik treffen

    Seit rund 10 Jahren beschäftigt sich am VRVis eine eigene Forschungsgruppe damit, Kunst mittels Technologie auch für sehbeeinträchtigte und blinde Personen zugänglich zu machen. Anlässlich des diesjährigen „Welttags der Fremdenführer für Blinde und Sehbeeinträchtigte“ wurden zwei Kunstwerke für das Dom Museum Wien in tastbare Reliefe überführt: das berühmte Porträt Herzog Rudolfs IV, welches als eines der wichtigsten Kunstwerke Europas gilt, sowie eine kostbare Grabhülle Rudolfs, welche der Forschung bis heute Rätsel aufgibt.

    Beide haptische Objekte sind nun direkt neben den Originalkunstwerken ausgestellt und sind Teile der fixen Installation. Andreas Reichinger, der Wissenschaftler hinter diesem Projekt, erklärt die Rolle des Wiener Forschungszentrums VRVis: „Wir sehen unsere Forschungsarbeit als treibende Kraft zur Verbreitung von taktilen 3D-Technologien für eine barrierefreie Kulturerfahrung. Diese betastbaren Reliefe ergänzen das Originalkunstwerk in seiner Erlebbarkeit und verleihen eine weitere Dimension, von der alle Besucherinnen und Besucher profitieren.“

    Tastbares Relief vom Porträt Rudolfs IV. erstellt vom VRVis für das Dom Museum Wien, Stichwort ältestes Portrait des Abendlandes. (c) Dom Museum Wien/ Deinhardstein
    Tastbares Relief vom Porträt Rudolfs IV. im Dom Museum Wien. Das Bild zum „Begreifen“ ist neben dem Originalkunstwerk als fixe Installation ausgestellt und ermöglicht blinden und sehbehinderten Menschen eine inklusivere Teilhabe an Kunst & Kultur.

    Inklusive Digitalisierung

    Das Porträt Herzog Rudolfs IV. wurde computergestützt in eine originalgroße Relief-Darstellung aus Acrylstein übersetzt. Das Original wurde so in der Komposition, Körperhaltung, Gesichtsausdruck, aber auch die vielen ornamentalen Details pixelgenau fühlbar und tastbar gemacht.

    Das Dom Museum Wien zeigt sich begeistert. Mittels Technologie, inklusiver Digitalisierung und „Design for all“ können nun endlich auch im Museumskontext neue Möglichkeiten für Menschen mit besonderen Bedürfnissen angeboten werden. „Mit Integrierung der beiden neuen Tastreliefs in unsere Dauerausstellung ist ein weiterer Schritt in Richtung inklusives Dom Museum Wien gesetzt, hat doch die Zugänglichkeit der Sammlungen für alle Besucherinnen und Besucher einen sehr hohen Stellenwert,“ sagt Johanna Schwanberg, Direktorin des Dom Museum Wien.

    (Bild: Dom Museum Wien/ Deinhardstein)

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    Thomas Kumhofer
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    Thomas Kumhofer denkt das Älterwerden seit über zehn Jahren neu. Als Kopf hinter „AlterNEUdenken“ schickt er den klassischen Ruhestand in Rente: Statt auf Häkeldeckchen und Couching setzt er auf Aktives Altern und neuronale Abenteuer. Mit Expertise und Neugier beweist er, dass die beste Zeit für neue Expeditionen – im Kopf oder auf der Weltkarte – genau jetzt ist.

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