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    Home»Pflege & Betreuung»Inklusion»Lebenshilfe: 50 Jahre gegen Barrieren in Kopf und Alltag
    (c) Lebenshilfe Österreich

    Lebenshilfe: 50 Jahre gegen Barrieren in Kopf und Alltag

    21. Apr. 20173 Mins Lesezeit

    Seit 1967 engagiert sich die Lebenshilfe für Menschen mit intellektuellen Behinderungen. Im Jubiläumsjahr 2017 machen Lebenshilfe und Selbstvertreter zusammen mit prominenten Österreichern auf Barrieren aufmerksam, denen sie noch ständig begegnen. Sie rufen dazu auf, selbst zu „Inklusionshelden im Alltag“ zu werden.

     

    Inklusion betrifft uns alle: Jeden Tag gegen Barrieren in Kopf und Alltag

    „Seit 50 Jahren kämpfen wir gegen Ungerechtigkeiten, die Menschen mit intellektuellen Behinderungen tagtäglich begegnen. Anlässlich dieses halben Jahrhunderts fordern wir die Österreicherinnen und Österreicher dazu auf, im eigenen Umfeld mit dem Abbau von Barrieren zu beginnen und selbst zu HeldInnen gegen Barrieren zu werden. Darum haben wir vorbereitet, wie jeder von uns Barrieren abbauen und damit zu Inklusion beitragen kann. Die Tipps haben wir auf www.gegen-barrieren.at gesammelt“, so Germain Weber, Vorsitzende des Selbstvertretungs-Beirats der Lebenshilfe.

    Lebenshilfe Plakat-Sujet. (c) Lebenshilfe Österreich
    „Dass die Barrieren im Kopf weg gehen.“
    Prominente setzen sich gemeinsam mit der Lebenshilfe für den Abbau von Barrieren ein

    Cornelius Obonja, Julia Gschnitzer, Gerry Friedle, Christiane Meissnitzer und Erwin Steinhauer setzen sich anlässlich des Jubiläumsjahres der Lebenshilfe öffentlich für den Abbau von Barrieren in Kopf und Alltag ein. „Es ist wichtig, dass wir ein bisschen offener werden und die Angst vor Menschen mit Beeinträchtigung abgebaut wird, sodass die Barrieren im Kopf verschwinden“, fordert Gerry Friedle alias DJ-Ötzi.

    Musikerin Christina Meissnitzer: „Wir merken die Barrieren täglich bei meinem Schwager. Das fängt beim ersten Blick an, da wird er meistens schon in eine Schublade gesteckt. Mein Anliegen ist, dass man von klein auf lernt, auf Augenhöhe mit Menschen mit Beeinträchtigung zu sprechen und sie dementsprechend zu behandeln.“

    „Jeder von uns will chancengleich sein und ein Teil der Gesellschaft. Damit Barrierefreiheit auf allen Ebenen gewährleistet werden kann, muss auch jeder in Österreich darüber Bescheid wissen“, so Erwin Steinhauer.

    Persönliche Assistenz: Barrierefreiheit bei intellektuellen Behinderungen

    Ein Schlüssel zur Barrierefreiheit für Menschen mit intellektuellen Behinderungen sind Unterstützerinnen und Unterstützer. Menschen, die bei diversen Aktivitäten des alltäglichen Lebens unterstützen, zB in Form von Persönlicher Assistenz. Im Vergleich zu Menschen mit körperlichen Behinderungen gibt es bei intellektuellen Behinderungen jedoch keinen rechtlichen Anspruch auf Persönliche Assistenz.
    Um dies zu ändern, veranstaltet die Lebenshilfe am 3. Mai ein Vernetzungstreffen für alle Anspruchsgruppen in Wien – politische Entscheidungsträger, Menschen mit Behinderungen, Angehörige, Behindertenorganisationen und Interessierte sind eingeladen. Als Diskussionsgrundlage dient das erstmalig vorgestellte Dialogpapier „Persönliche Assistenz“ der Lebenshilfe. Es zeigt, welche Schritte eingeleitet werden müssen um rechtliche Verbesserungen zu erreichen.

    Barrierefreiheit ist vielseitig – So werden Barrieren beseitigt

    Barrierefreiheit beschränkt sich nicht nur auf räumlich-bauliche Barrieren. Es gibt auch Barrieren im Wahrnehmen – zu kleine Schrift, zu leise Lautsprecherdurchsagen, etc. – oder Barrieren im Verstehen – keine Infos in einfacher Sprache. Auch soziale Barrieren (Distanz vor dem Anderen, Vorurteile), strukturelle Barrieren (Integration statt Inklusion, zB in der Schule, im Beruf, in der Freizeit) oder finanzielle Barrieren erschweren ein selbstbestimmtes Leben.

    Wie diese Barrieren abgebaut werden können finden Sie unter: www.gegen-barrieren.at.

    (Bilder: Lebenshilfe Österreich)

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    Thomas Kumhofer
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    Thomas Kumhofer denkt das Älterwerden seit über zehn Jahren neu. Als Kopf hinter „AlterNEUdenken“ schickt er den klassischen Ruhestand in Rente: Statt auf Häkeldeckchen und Couching setzt er auf Aktives Altern und neuronale Abenteuer. Mit Expertise und Neugier beweist er, dass die beste Zeit für neue Expeditionen – im Kopf oder auf der Weltkarte – genau jetzt ist.

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