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    Home»Freizeit & Reise»Ein Sommer daheim: Wo es sich in Österreich gut abtauchen lässt
    Blick über den Vorderen Gosausee auf den Dachstein. (c) Bundesforste/ Franz Soukup

    Ein Sommer daheim: Wo es sich in Österreich gut abtauchen lässt

    29. Juli 20206 Mins Lesezeit

    Urlaub zu Hause liegt im Trend – und das nicht erst seit der Corona-Krise. Idyllische Seen, glasklares Wasser und faszinierendes Bergpanorama: Österreichs Seenlandschaft punktet mit ihrer reizvollen Umgebung und der erstklassigen Wasserqualität. An den schönsten Badeseen stellen die Österreichischen Bundesforste [ÖBf] insgesamt 44 Naturbadeplätze zum Abtauchen zur Verfügung. Und das beste: der Zugang zu allen ÖBf-Badeplätzen ist frei und kostenlos.

    „Die heimische Seenlandschaft trägt maßgeblich zur hohen Lebensqualität aller Österreicherinnen und Österreicher bei. Als größter Seenbewirtschafter des Landes setzen wir uns daher seit Jahren für den Erhalt und Ausbau frei zugänglicher Seeufer ein. Wir erweitern konsequent unser Angebot an Naturbadeplätzen, um möglichst vielen Menschen schöne sommerliche Erholungsorte bieten zu können“, betont Georg Schöppl, Vorstand für Finanzen und Immobilien ÖBf, das Engagement für die zahlreichen Naturbadeplätze.

    Inhaltsverzeichnis verbergen
    Erholung an den schönsten Gewässern Österreichs
    Bade-Hotspot Oberösterreich
    Sommerfrische im Ausseerland
    Geheimtipps in Salzburg
    Abtauchen in Kärnten
    Regionale Zusammenarbeit für saubere Seen
    Freier Seezugang und Naturufer

    Erholung an den schönsten Gewässern Österreichs

    Rund 182.000 Quadratmeter an Naturbadeflächen und rund 200 Kilometer Naturufer stehen Erholungssuchenden in ganz Österreich frei zur Verfügung und laden – je nach Gelände – zum Sprung ins kühle Nass. Die Vielfalt der ÖBf-Naturbadeplätze ist groß, liegen sie doch an ganz unterschiedlichen Gewässern. Die Palette reicht vom idyllischen, eher unbekannten Hintersee in Salzburg, den in dichten Bergwald eingebetteten kleinen Ödensee und den zauberhaften Grundlsee in der Steiermark über die wunderschönen Salzkammergut-Seen wie Mondsee, Attersee und Traunsee bis hin zu einem der wärmsten Alpenseen, dem Wörthersee, oder dem Millstätter See in Kärnten.

    Die Seen spielen aber nicht nur für Naherholung und Tourismus eine große Rolle, sie bieten auch zahlreichen Pflanzen- und Tierarten einen unersetzlichen Lebensraum. „Diese besonderen Ökosysteme gilt es auch für die nächsten Generationen zu schützen“, so Schöppl. „Eine nachhaltige Gewässerbewirtschaftung hat daher für uns höchste Priorität.“

    Achensee in Tirol, Stichwort abtauchen.(c) Pixabay.com
    Österreich ist ein Land der Berge und der Seen – und gerade im Sommer laden letztere [wie hier der Tiroler Achensee] zum Baden, zum Verweilen und zum Erholen ein.

    Bade-Hotspot Oberösterreich

    Mehr als die Hälfte aller ÖBf-Naturbadeplätze liegt allein in Oberösterreich – mit einer Liegefläche von insgesamt rund 110.000 m2. Allein zwölf Badeplätze gibt es am Attersee im Salzkammergut. Mit über 46 km² Wasserfläche ist er nicht nur der größte ÖBf-See, sondern auch der größte Binnensee Österreichs. Neben sehr beliebten Flächen wie dem Naturbadeplatz in Litzlberg oder dem noch unbekannterem Badeplatz Dexelbach gibt es beispielsweise die Badeplätze Weißenbachaufsatz, Zelleraufsatz oder Kolmbauernaufsatz, die noch ihre ursprüngliche Verwendung im Namen tragen. Früher wurde das Holz häufig über Wasser transportiert, an den heutigen Badeplätzen haben anno dazumal Flöße „aufgesetzt“.

    Ein erfrischendes Naturerlebnis bieten weiters der weitgehend von Naturufern gesäumte Hallstätter See mit fünf Naturbadeplätzen sowie der Traunsee mit acht Naturbadeplätzen. Auch am Mondsee [nicht ÖBf-Besitz] stellen die Bundesforste zwei Naturbadeplätze zur Verfügung.

    Sommerfrische im Ausseerland

    Auf der steirischen Seite des Salzkammerguts kommen Wasserfrösche ebenfalls auf ihre Kosten. Umrahmt von der malerischen Kulisse des Ausseerlandes warten alleine am Grundlsee sechs Naturbadplätze auf Erholungssuchende. Die Badeplätze Gaiswinkl, Holzplatz, Im Kreuz, Kronhütter, Murboden oder Rostiger Anker bieten unterschiedlichste Seezugänge vom schmalen Seeuferstreifen mit Aussichtsbank für den schnellen Sprung ins Wasser bis hin zur weitläufigen Liegewiese mit Kiosk für den perfekten Badetag am See.

    Wer bei seinem Rundgang rund um den Altausseer See in das kühle Nass eintauchen will, kann dies am besten am Naturbadeplatz Kahlseneck tun. Ganz naturbelassen zeigt sich der Badeplatz nahe der Kohlröserlhütte am Ödensee umsäumt von dichten Nadelwäldern, die bis an die Ufer reichen.

    Geheimtipps in Salzburg

    Ein wildromantisches Naturparadies stellt der Hintersee dar, versteckt gelegen in einem Seitental: Bei der Mündung der Taugl in den Hintersee mit ihren Schotterbänken und Flachwasserbereichen kommen Naturliebhaber am Badeplatz Tauglspitz auf ihre Kosten. Der zweite Badeplatz am Hintersee, Faistenau, verfügt auch über einen Kinderspielplatz, Liegewiese und einen Kiosk.

    Am Wolfgangsee wird nur der westliche Salzburger Teil von den Bundesforsten betreut. Das Areal der Zinkenbach-Mündung mit seinen Sand- und Schotterbereichen am gleichnamigen Badeplatz ist nicht nur weitläufig, es bietet auch einen reizvollen Panoramablick auf die Kulisse von St. Wolfgang und das „Weiße Rössl“.

    Abtauchen in Kärnten

    An Kärntens größtem Badesee, dem Wörthersee, sind öffentliche Seezugänge aufgrund des bereits hohen Verbauungsgrades ein besonders rares Gut. 2012 gelang es den Bundesforsten, von der ASFINAG drei Seeuferflächen anzukaufen und diese für den öffentlichen Seezugang zu sichern. Dabei handelt es sich um die zwei Badeplätze in Techelsberg-Töschling und das Edelweißbad in Pörtschach.

    Ein Geheimtipp ist der fernab von Hektik und Badetrubel liegende Afritzer See in den Kärntner Nockbergen mit dem Naturbadeplatz „Rauth“. Eingebettet in das idyllische Gegendtal bietet der See Natur und Erholung auf 750 Meter Seehöhe für alle, die Ruhe und Stille suchen. Weitere Naturbadeplätze befinden sich am Flatschacher See, nahe dem Ossiacher See, und dem Millstätter See.

    Millstätter See in Kärnten.(c) Pixabay.com
    Der Millstätter See ist zwar weniger bekannt als sein „großer Bruder“, der Wörther See, aber dafür nicht so überlaufen ;)

    Genießen mit Vorsicht

    Bei aller Freude über die Badetage sollte in diesem Ausnahmesommer nicht auf die Vorsichtsmaßnahmen angesichts der Corona-Pandemie vergessen werden. Abstände von mindestens einem Meter zu Personen, die nicht im selben Haushalt leben, sind auch auf den Badeplätzen einzuhalten. Die jeweils aktuellen, österreichweiten oder lokalen Regelungen gelten auch dort!

    Regionale Zusammenarbeit für saubere Seen

    Insgesamt pflegen, schützen und bewirtschaften die Bundesforste für die Republik Österreich 74 Seen mit je mehr als einem Hektar Wasserfläche sowie zahlreiche Klein- und Bergseen. Die Betreuung und Erhaltung der Plätze werden meist von den Standortgemeinden übernommen. Damit das Badevergnügen ungetrübt bleibt, führen die Bundesforste regelmäßig nach der Badesaison – in Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr, regionalen Tauchvereinen oder der Wasserrettung – Seenreinigungsaktionen in allen Gewässern durch.

    Freier Seezugang und Naturufer

    An einigen Seen befinden sich Seeflächen seit jeher in Privatbesitz oder sind durch Verbauung eingeschränkt. „Umso mehr setzen wir uns für einen freien Seezugang ein„, betont der ÖBf-Vorstand. Meist betreuen die Bundesforste jedoch nur die Seefläche selbst, Uferflächen befinden sich nur wenige im Besitz der Bundesforste.

    Gute öffentliche Zugangsmöglichkeiten bieten etwa der Attersee, der Traunsee, der Hallstätter See oder der Grundlsee. Aber auch das Südufer des Millstätter Sees ist größtenteils unverbaut und über Rad- und Wanderwege entlang des Seeufers gut zugänglich.

    Darüber hinaus engagieren sich die Bundesforste für den Erhalt möglichst naturnaher Seeufer. „Von unseren Seeflächen sind rund 200 Kilometer Uferlänge in naturbelassenem Zustand“, so Georg Schöppl. Erst kürzlich wurde am Attersee ein Seeuferbereich renaturiert und am Wörthersee eine 200 Meter lange große Naturuferfläche angekauft. In einem eigenen Naturschutzprojekt soll der natürliche Schilfgürtel entlang der Uferlinie wiederhergestellt und der natürliche Lebensraum für Fische und Wassertiere verbessert werden.

    (Bilder: Bundesforste/ Franz Soukup, Pixabay.com (2x))

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    Thomas Kumhofer
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    Thomas Kumhofer denkt das Älterwerden seit über zehn Jahren neu. Als Kopf hinter „AlterNEUdenken“ schickt er den klassischen Ruhestand in Rente: Statt auf Häkeldeckchen und Couching setzt er auf Aktives Altern und neuronale Abenteuer. Mit Expertise und Neugier beweist er, dass die beste Zeit für neue Expeditionen – im Kopf oder auf der Weltkarte – genau jetzt ist.

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