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    Home»Körper & Geist»Diabetes»Diabetes – die Gefahr liegt in der Zukunft, Stichwort Spätfolgen
    Blutzuckermessgerät, Medikamente, Spritze. (c) Pixabay.com

    Diabetes – die Gefahr liegt in der Zukunft, Stichwort Spätfolgen

    8. Jan. 20204 Mins Lesezeit

    In Österreich sind zwischen 500.000 bis 800.000 Menschen von Diabetes unmittelbar betroffen. Dabei werden die Patientinnen und Patienten, die bei einer unzureichenden Behandlung an besonders schweren Verlaufsformen und Spätfolgen leiden könnten, von Jahr zu Jahr immer jünger. Früherkennung und die laufend neuen Behandlungsoptionen verbessern aber die Lebenserwartung und Lebensqualität von Menschen mit Diabetes und dessen Folgeerkrankungen.

    Inhaltsverzeichnis verbergen
    Volkskrankheit Diabetes
    Große Gefahr der Spätfolgen
    Menschen mit Diabetes sind besonders häufig von Herzerkrankungen betroffen
    Laufend neue Erkenntnisse aus der Forschung und eine frühe Diagnose verbessern Lebenserwartung und Lebensqualität
    Hintergrundinformationen

    Volkskrankheit Diabetes

    In Österreich sind, wie erwähnt, zwischen einer halben bis drei Viertel Million Personen unmittelbar von Diabetes mellitus betroffen. Zählt man auch noch die Zahl der Angehörigen mit, belastet diese Volkskrankheit einen ganz beträchtlichen Teil der Österreichischen Familien. [i] 

    „Rund 40.000 Menschen erhalten in Österreich pro Jahr die Diagnose Diabetes. Nicht zuletzt aus diesem Grund sind die Aufklärung und Bewusstseinsbildung für Diabetes so wichtig!“ erklärt die Präsidentin der Österreichischen Diabetes Gesellschaft, Univ. Prof.in Dr.in Alexandra Kautzky-Willer, von der Univ.-Klinik für Innere Medizin III, Abteilung für Endokrinologie und Stoffwechsel, an der Medizinischen Universität Wien.

    „Österreichs Neuerkrankungen steigen im Unterschied zu anderen Ländern nach einem leichten Rückgang bei den über 50-Jährigen wieder an. Besonders besorgniserregend sind aber vor allem die steigenden Zahlen bei den jüngeren Menschen und die hohe Rate an Prädiabetes bei den jüngsten. Werden diese nicht früh [genug] diagnostiziert, müssen diese mit besonders schwerwiegenden Verlaufsformen und entsprechend schweren Folgeerkrankungen rechnen“, warnt die Expertin.

    Diabetes – ein kleiner Bluttropfen auf einem Zeigefinger und ein Blutzuckermessgerät. (c) Pixabay.com
    Die Zahl der Diabetes-Neuerkrankungen bei den über 50-Jährigen steigt. Aber noch besorgniserregender sind die steigenden Zahlen bei den jüngeren Menschen sowie die hohe Zahl an Prädiabetes bei den jüngsten.

    Große Gefahr der Spätfolgen

    Typ 2 Diabetes ist eine chronische, stetig voranschreitende Erkrankung, die in erster Linie mit Stoffwechselentgleisungen, sprich entweder Unterzuckerung oder massiven Blutzuckererhöhungen, einhergehen.

    Die große Gefahr liegt jedoch sehr häufig in der Zukunft, denn die Spätfolgen von Typ 2 Diabetes können beinahe jeden Bereich des Körpers betreffen. Das sind konkret Krankheiten in Folge von Schäden an den Blutgefäßen und am Nervensystem auf Grund einer jahrelangen schlechten Blutzuckerkontrolle.

    Sie entstehen meist in Verbindung mit anderen Risikofaktoren wie Bluthochdruck oder Fettstoffwechselstörungen. Diese Folgeschäden reichen von Augen- über Nierenerkrankungen bis hin zu Herzinfarkt und Fußamputationen. [ii]

    Menschen mit Diabetes sind besonders häufig von Herzerkrankungen betroffen

    Kardiovaskuläre Erkrankungen sind dabei die häufigsten Folgekomplikationen und die häufigste Todesursache bei Diabetespatientinnen und -patienten. Das Risiko für eine koronare Herzkrankheit (KHK) ist bei Diabetikern zwei- bis viermal höher und bei Frauen sogar sechsmal höher als in der Allgemeinbevölkerung.[iii] 

    Besonders schlecht ist die Prognose für manifeste Herzinsuffizienz in der Altersgruppe der über 65-Jährigen: Wird eine Herzinsuffizienz bei diesen Diabetespatientinnen und -patienten diagnostiziert, versterben 40 Prozent innerhalb von fünf Jahren.[iv] Es wird angenommen, dass fast die Hälfte der Typ 2 Diabetespatientinnen und -patienten im Krankheitsverlauf eine Herzinsuffizienz entwickeln.[v] 

    „Kardiovaskuläre Komplikationen bestimmen bei Patientinnen und Patienten mit Diabetes Typ 2 maßgeblich ihre Morbidität und Mortalität„, unterstreicht Kautzky-Willer.

    Laufend neue Erkenntnisse aus der Forschung und eine frühe Diagnose verbessern Lebenserwartung und Lebensqualität

    In der Vergangenheit war die Kontrolle des Blutzuckers der wesentliche Forschungsfokus für bessere Behandlungsmöglichkeiten des Diabetes. Mittlerweile stehen heute mehr und mehr die Verhinderung der Folgeerkrankungen im Zuge des Diabetes im Mittelpunkt der Wissenschaft.

    „Grundlage für eine optimale Behandlung und Reduktion von Risiken für Spätfolgen des Diabetes ist jedoch die frühe Diagnose!“ betont Kautzky-Willer abschließend das Anliegen der Österreichischen Diabetes Gesellschaft für eine Intensivierung der Maßnahmen zur Früherkennung.

    Ein Mann, der sich mit der linken Hand auf seine Brust greift. (c) Pixabay.com
    Schätzungen zu Folge entwickelt fast die Hälfte der Typ 2 Diabetespatientinnen und -patienten im Krankheitsverlauf eine Herzinsuffizienz.

    Hintergrundinformationen

    AstraZeneca ist ein globales, forschungsorientiertes biopharmazeutisches Unternehmen. Der besondere Fokus bei AstraZeneca ist auf die Behandlung kardiovaskulärer, metabolischer, respiratorischer, inflammatorischer, onkologischer und neurologischer Erkrankungen, sowie Autoimmunerkrankungen gerichtet. AstraZeneca ist weltweit in mehr als 100 Ländern vertreten. Nähere Informationen finden sie unter www.astrazeneca.com.


    [i] Schmutterer I., Delcour J., Griebler R. (Hrsg.). Österreichischer Diabetesbericht 2017. Wien: Bundesministerium für Gesundheit und Frauen, 2017.

    [ii] Zeitbombe Zuckerkrankheit.Wascher, Pongratz; Hauptverbandes der österreichischen Sozialversicherungsträger

    [iii] Gesundheitsbericht Diabetes 2018, Deutsche Diabetes Gesellschaft und diabetesDE. https://www.diabetesde.org/system/files/documents/gesundheitsbericht_2018.pdf. Abgerufen am 20.09.2018

    [iv] Bertoni AG, Hundley WG, Massing MW, Bonds DE, Burke GL, Goff DC Jr. Heart failure prevalence, incidence, and mortality in the elderly with diabetes. Diabetes Care. 2004;27(3):699-703.

    [v] American Diabetes Association. 10. Cardiovascular Disease and Risk Management: Standards of Medical Care in Diabetes—2019. Diabetes Care. 2019;42(suppl 1)S103-S112.

    (Bilder: Pixabay.com)

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    Thomas Kumhofer
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    Thomas Kumhofer denkt das Älterwerden seit über zehn Jahren neu. Als Kopf hinter „AlterNEUdenken“ schickt er den klassischen Ruhestand in Rente: Statt auf Häkeldeckchen und Couching setzt er auf Aktives Altern und neuronale Abenteuer. Mit Expertise und Neugier beweist er, dass die beste Zeit für neue Expeditionen – im Kopf oder auf der Weltkarte – genau jetzt ist.

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