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    Home»Körper & Geist»Diabetes»Beispiel Diabetes: So erleichtern digitale Helfer den Alltag
    (c) Pixabay.com

    Beispiel Diabetes: So erleichtern digitale Helfer den Alltag

    10. Aug. 20183 Mins Lesezeit

    Sensoren zur kontinuierlichen Glukosemessung, automatische Insulinpumpen und Datenübertragung zum behandelnden Arzt via Smartphone steigern heute die Lebensqualität von Diabetespatienten. Digitale Helfer wie diese können das Management chronischer Erkrankungen wie Diabetes erleichtern. Doch der sorgsame Umgang mit personenbezogenen Daten und die Qualitätskontrolle smarter Innovationen müssen im Auge behalten werden.

    Digitale Helfer: Stoffwechsel-Radar
    Ein Löffel mit Kristallzucker, daneben eine Insulinspritze, Stichwort digitale Helfer. (c) Pixabay.com
    Diabetiker müssen ihre Blutzuckerwerte permanent im Auge haben.

    In Österreich sind 600.000 Menschen an Diabetes erkrankt. Sie tragen ein erhöhtes Risiko für Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt, Nierenversagen, Netzhautschäden oder den diabetischen Fuß. „Sowohl die Über- als auch Unterzuckerung ist für Diabetespatienten kritisch, vor allem langfristig. Mit Hilfe von kontinuierlichen Glukosemessungen kann heutzutage der Blutzucker rund um die Uhr überwacht werden“, erklärt Elisabeth Rudolph vom forum. ernährung heute. Dazu wird ein Sensor auf oder unter die Haut platziert. Mit bis zu 300 Einzelwerten pro Tag fungiert dieser wie ein Live-Radar des eigenen Stoffwechsels und hilft, die Therapie individuell zu optimieren. Darüber hinaus ersparen sich Betroffene bis zu 2.700 unangenehme Fingerstiche jährlich.

    Blutzucker smart im Griff behalten

    „Fallen die Werte bei der kontinuierlichen Glukosemessung zu hoch oder zu niedrig aus, schlägt der Sensor bei bestimmten Systemen Alarm. Gekoppelt an eine automatisch gesteuerte Insulinpumpe können Patienten im Falle einer Hyperglykämie sofort die notwendige Insulinmenge zuführen oder ihren Glukosespiegel bei einer Unterzuckerung durch ihre Ernährung ins Gleichgewicht bringen. Für den Therapieerfolg und das Wohlbefinden der Patienten sind Innovationen wie diese ein Segen“, so Rudolph. Das bestätigt auch die sogenannte DIAMOND-Studie mit 158 erwachsenen Typ-1-Diabetikern: Durch die kontinuierliche Glukosemessung verbringen Patienten mehr Zeit im Blutzuckernormalbereich.

    Apps motivieren
    (c) mySugr.com
    mySugr ist einer der Vorreiter in Sachen digitaler Unterstützung für Diabetiker.

    Hilfreich sind auch Diabetes-Apps, weil sie für Patienten, behandelnde Ärzte oder Diabetologen alle relevanten Werte auf einen Blick zeigen. So dokumentieren Apps wie „mySugr“ oder „MyTherapy“ Blutzuckerkurven, Tagebücher über Ernährung, Aktivitäten oder die Einnahme von Medikamenten. „Elektronisches Monitoring und Telemedizin sind Chancen, um Diabetiker zu einem gesunden Lebensstil zu motivieren und sie aktiv in die Therapie einzubinden“, ist Rudolph überzeugt.

    Qualitätskontrollen und Datenschutz notwendig

    Wenn es allerdings um Apps im medizinischen Bereich geht, sind Qualitätskontrollen unumgänglich. Dafür setzt sich die Initiative DiaDigital ein. Sie bietet ein unabhängiges Prüfverfahren für App-Hersteller an. Der Nutzen von Diabetes-Apps wird anhand eines Kriterienkatalogs geprüft und transparent für Patienten, Ärzte und Diabetologen dargestellt. Werden die Kriterien erfüllt, gibt es grünes Licht für das Qualitätssiegel von DiaDigital.

    Vorsicht ist auch geboten, wenn es um die Privatsphäre geht. „Verwenden Diabetiker Apps zum Management ihrer Erkrankung, geben sie unweigerlich personenbezogene Daten bekannt. Datenschutzbestimmungen von Apps sollten darum genau gelesen werden, bevor Angaben zu Gewicht, Größe oder Krankheitsverlauf gemacht werden“, rät Rudolph.

    (Bilder: Pixabay.com (2x), mySugr.com)

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    Thomas Kumhofer
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    Thomas Kumhofer denkt das Älterwerden seit über zehn Jahren neu. Als Kopf hinter „AlterNEUdenken“ schickt er den klassischen Ruhestand in Rente: Statt auf Häkeldeckchen und Couching setzt er auf Aktives Altern und neuronale Abenteuer. Mit Expertise und Neugier beweist er, dass die beste Zeit für neue Expeditionen – im Kopf oder auf der Weltkarte – genau jetzt ist.

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