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    Home»Körper & Geist»Herpes Zoster vulgo Gürtelrose: Österreicher halten Risiko für gering
    Die Hand eines Arztes, der "Herpes Zoster" schreibt. (c) AdobeStock

    Herpes Zoster vulgo Gürtelrose: Österreicher halten Risiko für gering

    25. März 20224 Mins Lesezeit

    Ein Großteil, nämlich 85 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher, kennen laut einer aktuellen Umfrage* der Ipsos Marktforschung vom Jänner 2022 Gürtelrose – in der Fachsprache Herpes Zoster – als Erkrankung. Und 67 Prozent wissen auch zumindest grundsätzlich Bescheid über Symptome, schwere Ausprägungen und mögliche Komplikationen.

    Im Hinblick auf ihr persönliches Risiko haben die Menschen aber einen blinden Fleck: Nur zwei Prozent der Befragten der über 50-Jährigen halten es für wahrscheinlich, in den nächsten 12 Monaten Gürtelrose zu bekommen. 65 Prozent meinen, es wäre „nicht sehr wahrscheinlich, eine Gürtelrose zu entwickeln“. Dabei erkrankt jede•r Dritte im Lauf seines Lebens daran.

    Inhaltsverzeichnis verbergen
    „Herpes Zoster? Ich wüsste nicht, woher ich es bekommen sollte.“
    Schwere der Erkrankung massiv unterschätzt
    Viele schwere Fälle in der klinischen Praxis
    Empfehlung im österreichischen Impfplan
    Informationskampagne soll Bewusstsein schaffen – seit kurzem auch im TV
    Hintergrundinformation | Service


    „Herpes Zoster? Ich wüsste nicht, woher ich es bekommen sollte.“

    „Mit diesem gering ausgeprägten Risikobewusstsein unterscheiden sich die Österreicher•innen von der Bevölkerung in anderen Ländern“, betont Mag. Alexander Zeh von Ipsos Austria. In Schweden sind sich immerhin zehn Prozent der Gefahr bewusst, diese oft extrem schmerzhafte und langwierige Erkrankung zu bekommen. In Großbritannien liegt der Wert bei elf Prozent und in Hongkong sogar bei 14 Prozent.

    Als die wichtigsten Risikofaktoren werden ein „schwaches Immunsystem“, „Stress“, „eine mit dem Alter schwächer werdende Immunfunktion“ und „eine bereits erlittene Gürtelrose-Erkrankung“ genannt. Wenn es jedoch um das persönliche Risiko geht, sehen sich viele Befragten nicht gefährdet: „Ich hatte es noch nie, also werde ich es auch in Zukunft nicht bekommen“, „Ich fühle mich gesund“ oder „Ich wüsste nicht, woher ich es bekommen sollte“ sind typische Aussagen.

    Mag. Alexander Zeh.
(c) GlaxoSmithKline Pharma GmbH/ APA-Fotoservice/ Martin Hörmandinger
    Mag. Zeh bei der Präsentation der aktuellen Studienergebnisse zum Thema Herpes Zoster.

    Schwere der Erkrankung massiv unterschätzt

    Gürtelrose wird außerdem im Vergleich zu anderen Krankheiten als wenig schwerwiegend eingestuft: Nur 15 Prozent der heimischen Befragten über 50 halten Gürtelrose für eine schwere Erkrankung. Im Gegensatz dazu werden beispielsweise Lungenentzündung und Covid-19 von 69 Prozent als gravierend eingestuft, ebenso wie Influenza, die 39 Prozent in diese Kategorie einordnen.

    „Dabei – und das ist aus psychologischer Sicht interessant – wissen 47 Prozent der Befragten über den negativen Einfluss auf die Lebensqualität Bescheid„, zeigt sich Zeh verwundert. „Und hohe Anteile können auch Symptome benennen. 80 Prozent kennen etwa den typischen Ausschlag, 53 Prozent haben von Taubheit und Kribbeln an den betroffenen Körperstellen gehört. Und 49 Prozent wissen über die Berührungsempfindlichkeit und den teils lähmenden Schmerz Bescheid.“

    Trotzdem, so Zeh abschließend, würden nur fünf Prozent über eine Vorsorge nachdenken.

    Viele schwere Fälle in der klinischen Praxis

    Daran knüpft Prim. Univ.-Doz. Dr. Robert Müllegger, Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten und Leiter der Abteilung Dermatologie und Venerologie am Landesklinikum Wr. Neustadt, mit seiner praktischen Erfahrung an: „Das Risiko, Gürtelrose zu bekommen, ist ja enorm hoch. Mit jedem Lebensjahrzehnt wird es höher. Jeder dritte Österreicher bekommt – über die gesamte Lebenszeit gerechnet – Gürtelrose. Und mit steigendem Alter steigt auch die Wahrscheinlichkeit für Komplikationen stark an. An vorderster Stelle sind die Post-Zoster-Schmerzen zu nennen, die mindestens drei Monate – manchmal auch viele Monate bis Jahre – anhalten und die Lebensqualität massiv einschränken. Wer Erfahrung mit Zoster-Patienten hat, weiß, dass sie zu den Fällen mit den stärksten Schmerzerlebnissen in der Humanmedizin zählen. Und noch dazu sind sie sehr schwer zu behandeln.“

    Müllegger ist auch betroffen, dass laut Umfrage die Schwere einer Gürtelrose von den Österreicher•innen so unterschätzt wird. „Viele ehemalige Patientinnen und Patienten können von einem wahren Leidensweg berichten, und ich verzeichne viele Fälle mit dramatischen Verläufen und langanhaltenden Beschwerden.“ Die Post-Zoster Neuralgie kann bis zu 30 Prozent aller Patient•innen betreffen; weitere mögliche Komplikationen sind Post-Zoster-Pruritus, bakterielle Superinfektionen, eine Augenbeteiligung oder Manifestationen im zentralen Nervensystem.

    Empfehlung im österreichischen Impfplan

    Müllegger verweist auf den österreichischen Impfplan, in dem eine Impfung gegen Gürtelrose für Erwachsene ab 50 Jahren und für Personen mit besonders hohem Risiko bereits ab 18 Jahren ausdrücklich empfohlen ist.

    Prim. Univ.-Doz. Dr. Robert Müllegger bei einer PK zum Thema Herpes Zoster.
(c) GlaxoSmithKline Pharma GmbH/ APA-Fotoservice/ Martin Hörmandinger
    Dr. Müllegger weiß, dass Gürtelrose zu den Fällen mit den stärksten Schmerzerlebnissen in der Humanmedizin zählt.

    Informationskampagne soll Bewusstsein schaffen – seit kurzem auch im TV

    Aufmerksamkeit in der Bevölkerung zu schaffen versucht die Informationskampagne „Gürtelrose-Info.at – Impfen schützt“.

    Zentrale Plattform der Kampagne ist die Website
    www.gürtelrose-info.at.

    Ergänzend werden Fakten über Medienkooperationen, eine Facebook-Seite, verschiedene Aktionen und nicht zuletzt eine Podcast-Serie mit Radio- und TV-Moderatorin Martina Rupp transportiert, die sich aufgrund ihrer eigenen Krankheitsgeschichte für die Kampagne engagiert.

    Sehen sie hier auch den aktuellen TV-Spot der Kampagne.


    Hintergrundinformation | Service

    *Im Rahmen der Studie wurden 307 Österreicherinnen und Österreicher zwischen 50 bis 80 Jahren im Zeitraum 6. bis 17. Jänner 2022 mittels Online-Befragung Österreichweit befragt.

    Die Ergebnisse der Studie können sie HIER als Pdf downloaden.

    GlaxoSmithKline [GSK] ist ein weltweit führendes, forschungsfokussiertes Gesundheitsunternehmen, das Menschen dabei unterstützt, ein aktiveres, gesünderes und längeres Leben zu führen. GSK forscht, entwickelt und produziert in den drei Bereichen Arzneimittel, Impfstoffe und Consumer Healthcare. GSK ist zudem seit 2013 Mitglied von Transparency International Austrian Chapter und zum siebenten Mal in Folge Nummer 1 im Access to Medicine Index.

    (Bilder: AdobeStock, GlaxoSmithKline Pharma GmbH/ APA-Fotoservice/ Martin Hörmandinger (2x); Video: GSK)

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    Thomas Kumhofer
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    Thomas Kumhofer denkt das Älterwerden seit über zehn Jahren neu. Als Kopf hinter „AlterNEUdenken“ schickt er den klassischen Ruhestand in Rente: Statt auf Häkeldeckchen und Couching setzt er auf Aktives Altern und neuronale Abenteuer. Mit Expertise und Neugier beweist er, dass die beste Zeit für neue Expeditionen – im Kopf oder auf der Weltkarte – genau jetzt ist.

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