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    Home»Körper & Geist»Hörgesundheit»Schlecht hören, schlecht sehen, kein Sex – Mythen über das Alter
    (c) Pixabay.com

    Schlecht hören, schlecht sehen, kein Sex – Mythen über das Alter

    15. Feb. 20173 Mins Lesezeit

    „Die hören schlecht, sehen schlecht und im Bett läuft auch nichts mehr“ – das sind (Vorsicht Mutmaßung) die wahrscheinlich drei häufigsten Mythen über das Alter wenn´s um die Beschreibung „des Alters“ geht. Das Gute daran: Viele dieser „Mythe über das Alter“ sind weit weniger schlimm als befürchtet. Und einige stimmen überhaupt nicht!

    Lesen Sie hier eine kurze Aufklärung über die häufigsten Mythen über das Alter
    Ältere Menschen brauchen weniger Schlaf

    Irrtum. Es stimmt zwar, dass es Senioren oft schwerfällt, länger zu schlafen. Das heißt aber nicht, dass sie deshalb weniger Schlaf brauchen. Ihr Schlaf ist „nur“ störanfälliger, da die Tiefschlafphasen im Alter kürzer werden. Unser Tipp: einfach mal Ohrstöpsel oder eine Schlafbrille ausprobieren.

    Mit zunehmendem Alter wird das Herz zunehmend schwächer

    Falsch. Das gesunde Herz eines 70-Jährigen ist grundsätzlich genauso belastbar wie das Herz eines 20-Jährigen. Der Unterschied: Alte Leute fühlen sich schneller schlapp, was daran liegt, dass die körperliche Leistungsreserve schneller zu Ende geht. Also nicht daran, dass das Herz schwächer wird.

    Alte Menschen hören zunehmend schlechter

    Das stimmt nur zum Teil. Bei vielen Senioren liegt die Schwerhörigkeit nicht an den Ohren, sondern am Gehirn: Die Verarbeitung des Gehörten dauert mit den Jahren einfach länger. Deshalb sollte man mit alten Menschen nicht unbedingt lauter, sondern langsamer sprechen.

    Mit dem Alter kommt die Gicht

    Stimmt nicht. Gicht bekommt man nicht vom Altwerden, sondern v.a. auf Grund seiner Ernährung, sprich zu viel Fleisch und Alkohol. Dadurch sammelt sich übermäßig viel Harnsäure im Blut an, was zu Gelenkentzündungen führen kann.

    Falten sind wie Baumringe: jedes Jahr werden sie mehr

    Stimmt zum Teil, denn zu welchem Zeitpunkt im Leben man wie viele Falten bekommt, hängt von der persönlichen Veranlagung, den Lebensumständen und dem Lebensstil ab. So macht v.a. die Sonne Falten – egal wie alt man ist.

    Ab 40 geht´s mit dem Verstand bergab

    Das stimmt so nicht. Unsere geistige Leistungsfähigkeit, die Fähigkeit, schnell zu vergleichen, komplexe Informationen zu merken und Zusammenhänge zu verstehen, lässt tatsächlich nach. Und zwar schon ab dem 27. Lebensjahr. ABER: Dieser Abbau lässt sich mit ständigem Lernen aufhalten.

    Daher nicht auf´s regelmäßige Gehirnjogging vergessen.

    Den Wechsel gibt´s auch bei Männern

    Falsch. Anders als bei Frauen endet bei Männern die Fruchtbarkeit nicht mit dem Alter, dh sie müssen keine Umstellung ihres Hormonhaushalts verkraften. Bei ihnen lässt lediglich die Testosteron-Produktion nach – kein Vergleich mit den „Wechseljahren“ bei Frauen.

    Ab 60 wird man immer kleiner

    Nun ja, in Wahrheit schrumpfen wir schon ab dem 40. Lebensjahr. Grund dafür ist der zurückgehende Flüssigkeitsgehalt des Körpers. Dadurch verlieren die Bandscheiben an Elastizität und somit an Höhe. Doch das Schrumpfen lässt sich stoppen, zB durch regelmäßiges Rückentraining.

    Zu alt für Sport

    Faule Ausrede – im Gegenteil: Im Alter hat man endlich die Zeit, um neue Sportarten auszuprobieren. Wer irgendwann im Lauf des Lebens beginnt, Sport zu treiben, gewinnt an Lebenszeit. Beispiele gibt es ja genug dafür… ;)

    Im Alter spielt sich im Bett nichts mehr ab

    Wer´s glaubt, ist selber schuld – denn guter Sex ist (k)eine Frage des Alters… ;)

    Service

    Diese 10 Mythen über das Alter plus 67 weitere finden Sie ausführlich beschrieben im Buch Not Too Old to Rock ’n‘ Roll: Die 77 größten Irrtümer über das Älterwerden.

    Viel Spaß beim Lesen ;)Schlecht hören, schlecht sehen, kein Sex - Mythen über das Alter 1 Schlecht hören, schlecht sehen, kein Sex - Mythen über das Alter

    (Bilder: Pixabay.com)

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    Thomas Kumhofer
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    Thomas Kumhofer denkt das Älterwerden seit über zehn Jahren neu. Als Kopf hinter „AlterNEUdenken“ schickt er den klassischen Ruhestand in Rente: Statt auf Häkeldeckchen und Couching setzt er auf Aktives Altern und neuronale Abenteuer. Mit Expertise und Neugier beweist er, dass die beste Zeit für neue Expeditionen – im Kopf oder auf der Weltkarte – genau jetzt ist.

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