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    Home»Freizeit & Reise»Internet & Technik»Trolle, Hass und Fake News erkennen – kostenloser Onlinekurs
    Zwei Wegweise – Hate Speech, Fake News – vor einer im Hintergrund verschwommenen Straße. (c) HPI Hasso-Plattner-Institut

    Trolle, Hass und Fake News erkennen – kostenloser Onlinekurs

    14. Okt. 20194 Mins Lesezeit

    Das Internet hat unzählige „gute Seiten“, Stichwort Wissen und Information beispielsweise. Aber wie heißt es so treffend: wo Licht, da auch Schatten. Und die „Schatten im Internet“ heißen Trolle, Hass und Fake News. „Gute“ bzw. richtige Informationen von falschen zu unterscheiden wird immer schwieriger – und zwar nicht nur für Internet-Neulinge.

    Aus diesem Grund startet das Hasso-Plattner-Institut (HPI) am 6. November einen kostenlosen Onlinekurs, der unsoziales und Schaden stiftendes Verhalten im Internet beleuchtet. Der Gratiskurs mit dem Titel „Trolle, Hass und Fake News: Wie können wir das Internet retten?“ findet auf der IT-Lernplattform „openHPI“ statt. Interessierte können sich ab sofort für den zweiwöchigen sogenannten „Massive Open Online Course“ (MOOC) unter https://open.hpi.de/courses/hate_and_fake2019 anmelden.

    Inhaltsverzeichnis verbergen
    Bewusstsein schaffen gegen Trolle, Hass und Fake News
    Das Web und soziale Medien stehen im Mittelpunkt
    Spezialist für automatische Erkennung von Hasskommentaren
    Einige Fakten zur IT-Lernplattform openHPI


    Bewusstsein schaffen gegen Trolle, Hass und Fake News

    Die beiden Kursleiter, die HPI-Wissenschaftler Prof. Dr. Ralf Krestel und Julian Risch, sind sich einig. „Wir wollen vor allem ein Bewusstsein für die vielen Möglichkeiten der Manipulation im Internet schaffen – angefangen bei schlechtem Benehmen einzelner Nutzerinnen und Nutzer über koordinierte Angriffe von Troll-Armeen bis hin zu Falschnachrichten und Hassrede“, sagt Krestel. In diesem Sinn sollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf der einen Seite lernen, diese Informationen aus dem richtig Netz einzuordnen. Auf der anderen Seite sollen sie auch kennenlernen, mit welchen technischen Methoden beispielsweise Fake-Accounts oder Spam-eMails enttarnt werden können.

    Den HPI-Forschern geht es aber auch darum, mit den Kursteilnehmerinnen und -teilnehmern zu diskutieren, wie jede und jeder Einzelne „das World Wide Web besser machen“ und sich selbst gegen negative Auswirkungen insbesondere von sozialen Medien schützen kann. Beide Kursleiter wollen sowohl auf mögliche Gefahren, aber auch auf vielen Chancen hinweisen, die bei der täglichen Nutzung des Internets auftauchen.

    Der Rücken einer Person, auf den drei Zeigefinger zeigen – gegen Trolle, Hass und Fake News im Internet. (c) Pixabay.com
    Im Internet verbreiten sich Informationen rasend schnell – leider auch solche, die diskriminieren, Hass schüren oder schlicht und ergreifend einfach nur falsch sind. In diesem kostenlosen Onlinekurs lernen sie, wie sie sich davor schützen können.

    Das Web und soziale Medien stehen im Mittelpunkt

    Der Kurs ist klar strukturiert. Zu Beginn erläutern die beiden Experten die grundlegenden Begriffe, identifizieren die relevanten Aspekte und vermitteln einen Überblick über die aktuellen Probleme. In der ersten Kurswoche behandeln Krestel und Risch Hass-Kommentare im Netz, so genannte Hate Speech, sowie das Verhalten von den mittlerweile viel zitierten „Trollen“ – so werden solche Internetnutzer genannt, die andere lediglich zu emotionalen Kommentaren provozieren wollen.

    Woche zwei ist den verschiedenen Formen von Falschinformationen und Spam im Web gewidmet. Hier liegt das besondere Augenmerk auf manipulierten und falschen Nachrichten, sogenannten Fake News, sowie Propaganda und Versuchen der Wahl-/ Beeinflussung.

    „Der erste Schritt, um kein Opfer von Falschinformationen zu werden, ist das Verstehen der Funktionsweise des Netzes und dessen Dynamik„, betont Kursleiter Krestel. Und sein Kollege Risch ergänzt: „Durch Aufklärung und Bildung sehen wir weit bessere Chancen, das Internet zu retten, als zum Beispiel durch diverse Upload-Filter oder gar Zensur“.

    Spezialist für automatische Erkennung von Hasskommentaren

    In seiner Forschung erprobt Risch auch automatische Analysen von Online-Kommentaren, -Nutzern und -Zeitungsartikeln – unter anderem, um so Hassreden schnell und effizient zu erkennen. Das soll helfen, den Prozess der Moderation zu vereinfachen und so Diskussionen in Informationsmedien weiter zu ermöglichen.

    Als Zielgruppe haben Krestel und Risch „alle deutschsprachigen Internetnutzer“ vor Augen. Denen präsentieren sie kurze Lehrvideos und Selbsttests, die anschließend – so der Wunsch – auch rege im Nutzer-Forum von openHPI diskutiert werden.

    Erfolgreiche Absolventen des Kurses erhalten im Anschluss eine Teilnahmebescheinigung des Hasso-Plattner-Instituts.

    Worte mit Bezug zum Internet, die nach hinten immer kleiner werden. (c) Pixabay.com
    Tag täglich werden Milliarden von Beiträgen, Videos, Kommentaren, etc. im Internet veröffentlicht. Vielen davon haben den Zweck, Meinungen zu beeinflussen, egal, ob die entsprechenden Informationen stimmen oder nicht.

    Einige Fakten zur IT-Lernplattform openHPI

    • Gestartet am 5. September 2012
    • Betreiber: Hasso-Plattner-Institut, Potsdam
    • Einzelne Nutzer: über 207.000*
    • Kurseinschreibungen: rund 656.000*
    • Ausgestellte Leistungsnachweise: fast 68.000*
    • Archivierte Kurse für ein Selbststudium: rund 70*
    • Kurs-Sprachen: Deutsch, Englisch, Chinesisch
    • Webseite: https://open.hpi.de

      *alle Angaben und Zahlen beziehen sich auf Oktober 2019.

    Das Hasso-Plattner-Institut (HPI) in Potsdam ist Deutschlands universitäres Exzellenz-Zentrum für Digital Engineering. Aktuell sind am HPI 15 Professoren und über 50 weitere Gastprofessoren, Lehrbeauftragte und Dozenten tätig. Schwerpunkt der HPI-Lehre und -Forschung sind die Grundlagen und Anwendungen großer, hoch komplexer und vernetzter IT-Systeme. Hinzu kommt das Entwickeln und Erforschen nutzerorientierter Innovationen für alle Lebensbereiche.

    (Bilder: HPI Hasso-Plattner-Institut, Pixabay.com (2x))

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    Thomas Kumhofer
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    Thomas Kumhofer denkt das Älterwerden seit über zehn Jahren neu. Als Kopf hinter „AlterNEUdenken“ schickt er den klassischen Ruhestand in Rente: Statt auf Häkeldeckchen und Couching setzt er auf Aktives Altern und neuronale Abenteuer. Mit Expertise und Neugier beweist er, dass die beste Zeit für neue Expeditionen – im Kopf oder auf der Weltkarte – genau jetzt ist.

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