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    Home»Freizeit & Reise»Internet & Technik»Was muss Digitalisierung ganz konkret in der Psychiatrie können?
    Illustration: ein Arzt mit Tablett, um das diverse Icons kreisen. (c) Clipdealer

    Was muss Digitalisierung ganz konkret in der Psychiatrie können?

    14. Dez. 20224 Mins Lesezeit

    Seit gut einem Jahr wird an einem absoluten Vorzeigeprojekt im Bereich der Psychiatrie bzw. der psychischen Gesundheit zu folgender Frage geforscht: Wie kann Digitalisierung künftig Menschen in ihrem Genesungsprozess oder in psychischen Krisen unterstützen? Eine Antwort darauf ist: MeHealth – das Digital Mental Health Tool.

    MeHealth – Das Digital Mental Health Tool – ist eine übergeordnete Plattform und unter der Zusammenarbeit folgender renommierter Institutionen entstanden:

    • Krankenhaus Barmherzige Brüder Eisenstadt, Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie
    • Bertha von Suttner Privatuniversität St. Pölten
    • Fachhochschule Technikum Wien
    • FH Campus Wien | University of Applied Sciences
    • Technische Universität Wien

    Gefördert wird das Sondierungsprojekt aus Mitteln der FFG Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft [www.ffg.at].

    Inhaltsverzeichnis verbergen
    Hintergrund zur Entstehung
    Umfrage: Jede und jeder soll teilnehmen, für neue Erkenntnisse!
    Das sagen Projektbeteiligte
    Informationen


    Hintergrund zur Entstehung

    Die weltweite Corona-Pandemie hat zu sehr persönlichen Krisen geführt. Lockdown und Isolation, unsichere Arbeits- und Lebensverhältnisse, Ängste und mentale Last begleiten viele Menschen im Alltag. Daher werden spezielle, der aktuellen Zeit angepasste Lösungen benötigt. Große Hoffnungen werden dabei in technisch und rechtlich sichere eHealth Anwendungen gesetzt.

    Diese innovativen, digitalen Formate erleichtern einerseits die psychotherapeutische Versorgung der Patientinnen und Patienten [Stichwort Videocalls]. Die Ausfalls- und Versorgungssicherheit psychiatrischer Leistungen im akuten Krisen- oder Pandemiefall kann somit erhöht werden. Andererseits kann MeHealth auch als Arbeitstool eingesetzt werden, wodurch es gelingt, die organisatorischen Prozesse zu optimieren, da beispielsweise Befunde, Patientendaten oder Anträge eingesehen und abgewickelt werden können.

    Im Zuge der geleisteten Forschungsarbeit wurde ein kurzes Erklärvideo erstellt: Was muss Digitalisierung in der Psychiatrie können?

    Umfrage: Jede und jeder soll teilnehmen, für neue Erkenntnisse!

    Sieben Fragen um weitere Erkenntnisse zu gewinnen, ob ein digitales Tool oder eine App zur Unterstützung der Behandlung psychischer Erkrankungen und Bewältigung psychischer Krisen hilfreich ist oder nicht, inkl. DSGVO*-konformen Funktionen wie zum Beispiel Dokumentenspeicher, Videocall /-chat, Reminder, multiprofessionelle Vernetzung. Die Umfrage wendet sich an Expertinnen und Experten, ebenso wie an Betroffene, Erfahrene im Durchleben psychischer Krisen, Angehörige oder einfach an Themen zur psychischen Gesundheit interessierte Personen. Die Umfrage ist anonym, in den Umfrageantworten werden keine persönlichen Informationen gespeichert.

    Jede und jeder soll teilnehmen, für neue Erkenntnisse – direkt zur Umfrage kommen sie HIER.

    Das sagen Projektbeteiligte

    „Wir möchten in Anbetracht der aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen im Bereich der psychosozialen Versorgung Digitalisierung aktiv mitgestalten, um sie für Menschen und an tatsächlichen Bedarfen orientiert auszurichten“ ist Prim. Dr. Florian Buchmayer, Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie im Krankenhaus Barmherzige Brüder Eisenstadt vom Mehrwert von MeHealth überzeugt. „Ein unabhängiges Dokumentationstool für psychische Patientinnen und Patienten, das den Patienten in den Mittelpunkt stellt, ist ein Novum in Österreich und hat viel Potenzial für eine zeitgemäße Behandlung psychisch kranker Menschen“, so Buchmayer weiter.

    „Für die Berta von Suttner Privatuniversität sind dynamische Digitalisierungsprozesse stets im Sinne einer humanistischen Ausrichtung zu betrachten und der Mensch rückt grundsätzlich in unserer Forschung in den Mittelpunkt. Im Kontext der psychosozialen Versorgung wird Digitalisierung als potentiell nützliches Werkzeug der Unterstützung verstanden, niemals als Ersatz für zwischenmenschliche Beziehung. Dies ist uns besonders wichtig zu betonen, da dies neben dem Datenschutz und allgemeinen Unsicherheiten gegenüber Technologien, eines der größten Bedenken ist, dem wir begegnen“ sagt Dipl.-Ing. Esther Blaimschein von der Berta von Suttner Privatuniversität.

    „Die Betrachtung komplexer Zusammenhänge – sei es IT-Sicherheit, räumliche Versorgungsstrukturen, nutzerfreundliches Design, aber eben auch Ängste und Stigmatisierung von Betroffenen – können daher besser im Disziplinen übergreifenden Austausch behandelt werden,“ lautet das Credo des Forschungsteams. „Dies ist uns im Projekt MeHealth gelungen und soll auch in der Fortführung in einem Pilotprojekt weiter gelingen“ sind alle Beteiligten überzeugt.

    Eine Frau sitzt auf einer Couch vor einem Laptop und macht sich Notizen, Stichwort Digitalisierung in der Psychiatrie.(c) AdobeStock
    Die Digitalisierung wird künftig auch im Bereich der Psychiatrie Prozesse und Abläufe sehr stark verändern.

    Informationen

    *Die Datenschutz-Grundverordnung [DSGVO] ist eine Verordnung der Europäischen Union, mit der die Regeln zur Verarbeitung personenbezogener Daten durch die meisten Verantwortlichen, sowohl private wie öffentliche, EU-weit vereinheitlicht werden. Dadurch soll einerseits der Schutz personenbezogener Daten innerhalb der EU sichergestellt, und auch andererseits der freie Datenverkehr innerhalb des Europäischen Binnenmarktes gewährleistet werden.

    (Bilder: Clipdealer, AdobeStock; Video: Youtube.com)

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    Thomas Kumhofer
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    Thomas Kumhofer denkt das Älterwerden seit über zehn Jahren neu. Als Kopf hinter „AlterNEUdenken“ schickt er den klassischen Ruhestand in Rente: Statt auf Häkeldeckchen und Couching setzt er auf Aktives Altern und neuronale Abenteuer. Mit Expertise und Neugier beweist er, dass die beste Zeit für neue Expeditionen – im Kopf oder auf der Weltkarte – genau jetzt ist.

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