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    Home»Freizeit & Reise»Internet & Technik»7 einfache Tipps für weniger Abfall und Mist beim Online-Kleiderkauf
    Schild "Kleidersammlung" auf einer roten Tonne. (c) AdobeStock

    7 einfache Tipps für weniger Abfall und Mist beim Online-Kleiderkauf

    22. Nov. 20234 Mins Lesezeit

    Online einkaufen ist vor allem in den Wochen vor Weihnachten besonders verlockend. Doch mit jeder Bestellung wird auch eine Menge Mist produziert – Verpackungsmaterialien und unpassende Waren landen häufig im Müll. Die Website Wenigermist.at gibt Tipps zum verantwortungsvollen Umgang mit Textilien und zur Schonung wertvoller Ressourcen beim Kleiderkauf im Internet.

    Inhaltsverzeichnis verbergen
    Beim Kleiderkauf im Internet werden bis zu 20 Prozent wieder zurückgeschickt
    7 Tipps für Abfallvermeidung beim Kleiderkauf
    Information


    Beim Kleiderkauf im Internet werden bis zu 20 Prozent wieder zurückgeschickt

    Mit wenigen Klicks kann im Internet neue Mode gekauft werden, und das oft zu einem geringen Preis. Aber auch wenn vom Konto selbst nicht viel abgebucht wird, der Preis für die Umwelt ist hoch. Zu den riesigen Verpackungsbergen, die Onlinebestellungen verursachen, kommen auch noch zahlreiche Retoursendungen. Das lässt sich allerdings durch gut überlegte Einkäufe vermeiden.

    Die Textilindustrie bringt starke Umweltauswirkungen mit sich – vom Wasserbrauch über den Chemikalieneinsatz bis hin zu Treibhausgasemissionen. „Wird die Ware, die einen großen ökologischen Rucksack am Buckel hat, dann auch noch als Retourware vernichtet, ist das doppelt bitter. Die Bestellung nach genauen Maßangaben hilft, Retourware zu vermeiden“, erklärt Gabriele Homolka von Die Umweltberatung.

    Das deutsche Institut für Ökologie und Politik berechnete 2021, dass bei Textilien zehn bis 20 Prozent und bei Elektroartikeln vier bis zehn Prozent der Rücksendungen entsorgt werden, weil die Entsorgung wirtschaftlicher oder die Ware schwer verkäuflich ist. Auf Österreich umgelegt, werden laut Greenpeace jährlich rund 1,3 Millionen entsprechende Retouren vernichtet.

    Eine Frau mit Laptop sitzt am Boden neben unzähligen Kleidungsstücken und überlegt, Stichwort Kleiderkauf.(c) AdobeStock
    Bevor man online neuen Kleidungsstücke kauft, sollte man „ausmisten“ und schauen, welche Schätze sich in den Tiefen der Kleiderschränke verbergen – oft muss man danach gar nichts Neues kaufen ;)

    7 Tipps für Abfallvermeidung beim Kleiderkauf

    1. Die Garderobe checken

    Oft wandern im Lauf der Zeit Kleidungsstücke im Schrank weiter nach unten oder nach hinten. Bevor etwas bestellt wird, ist es daher wichtig, zuerst die eigene Garderobe zu durchforsten und sich einen Überblick zu verschaffen, was da ist und auszuprobieren, ob vielleicht eine andere Kombination von Kleidungsstücken den Neukauf überflüssig macht.

    2. Im Geschäft das Richtige finden

    Online-Einkauf kann das Einkaufserlebnis im Geschäft nicht ersetzen: gustieren, Stoffe angreifen, nach Herzenslust anprobieren, und das auf Wunsch mit persönlicher Beratung. Dabei kann man auch genau die Materialzusammensetzung studieren, die Herkunft und die Pflegeanleitung. Was nicht gefällt oder passt, landet im Anschluss wieder im Verkaufsraum – ohne umständliches Zurückschicken, ohne Transportwege und Verpackung.

    3. Erste Wahl aus zweiter Hand

    Vom Lieblingsmodell der Jeans bis zum hübschen Tuch zum Aufpeppen der bestehenden Garderobe ist so gut wie alles in Secondhandgeschäften oder auf Online-Plattformen für Gebrauchtes zu bekommen. Und das Gute daran – neben den günstigeren Preisen: Secondhandkauf senkt den Ressourcenverbrauch enorm.

    4. Richtig Maß nehmen

    Wenn schon online eingekauft wird, dann unbedingt auf die richtige Größe achten. In vielen Online-Shops gibt es übersichtliche Maßtabellen als wichtiges Hilfsmittel, um gut sitzende Kleidung zu bestellen. Wer genau Maß nimmt und anhand der Maßtabellen bestellt, braucht Kleidung nicht wegen Unsicherheit in verschiedenen Größen bestellen.

    5. Mit Ware sorgfältig umgehen

    Was nicht passt, wird zurückgeschickt. Sorgsamer Umgang mit den Produkten und sichere Verpackung, um Transportschäden zu vermeiden, sind die besten Voraussetzungen dafür, dass das Kleidungsstück wieder zum Verkauf gelangt, aber keine Garantie. Denn leider kommt ein Teil der Retourware nicht mehr in den Verkauf – laut dem deutschen Institut für Ökologie und Politik sind das bei Textilien zirka zehn bis 20 Prozent!

    6. Gesammelt bestellen

    Wenn schon online, dann keine Einzelbestellungen abschicken, sondern gleich überlegen, was in nächster Zeit noch alles gebraucht wird, und gesammelt bestellen. Das spart zusätzliche Verpackungsmaterialien und unnötige Transportstrecken.

    7. Mehrwegverpackungen nutzen oder Kartons selbst weiterverwenden

    Wiederverwendbare Transportverpackungen sind gerade im Kommen – am besten beim Online-Shop nach dieser Möglichkeit suchen. Und falls es beim Lieblingsshop keine Mehrwegverpackungen gibt, können die Verpackungen als Transport- oder Aufbewahrungsschachteln zu Hause noch gute Dienste leisten.

    Kleiderständer mit Secondhand Kleidungsstücken.(c) AdobeStock
    Wer Geld und Ressourcen sparen möchte, dem sind Secondhandgeschäfte ans Herz gelegt.

    Information

    Viele weitere Tipps zum verantwortungsvollen Umgang mit Textilien bietet die Initiative „natürlich weniger Mist“ auf www.wenigermist.at/textilien.

    Die Initiative „natürlich weniger Mist“ der Stadt Wien führt richtungweisende und beispielhafte Projekte und Aktivitäten im Bereich der Abfallvermeidung durch, die zur Schonung wertvoller Ressourcen oder zu einer nachhaltigen Lebens- und Verhaltensweise beitragen.

    (Bilder: AdobeStock)

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    Thomas Kumhofer
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    Thomas Kumhofer denkt das Älterwerden seit über zehn Jahren neu. Als Kopf hinter „AlterNEUdenken“ schickt er den klassischen Ruhestand in Rente: Statt auf Häkeldeckchen und Couching setzt er auf Aktives Altern und neuronale Abenteuer. Mit Expertise und Neugier beweist er, dass die beste Zeit für neue Expeditionen – im Kopf oder auf der Weltkarte – genau jetzt ist.

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