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    Home»Freizeit & Reise»Internet & Technik»Always On – Digitales Glück oder doch eher lästige Reizüberflutung?
    Die Hände einer Frau mit ihrem Smartphone. (c) AdobeStock

    Always On – Digitales Glück oder doch eher lästige Reizüberflutung?

    8. Juli 20224 Mins Read

    Grundsätzlich ist ja der digitale Wandel [auch] in Österreich seit Jahren nicht [mehr] aufzuhalten. Smartphones, Tablets und sonstige digitale Geräte sind für die meisten von uns nicht mehr wegzudenken. Die Corona-Pandemie hat diesem Trend in Richtung „always on“, also ständig mit dem Internet verbunden zu sein, noch einmal einen ordentlichen Schub gegeben.

    Diese Tatsache hat das Online Research Institut Marketagent als Ausgangspunkt genommen, um die digitalen Gewohnheiten der Österreicherinnen und Österreicher [wieder] einmal genauer unter die Lupe zu nehmen*. Es zeigt sich: Das Smartphone ist mittlerweile tatsächlich ein unverzichtbarer Begleiter geworden. Und während für die Mehrheit die Vorteile der zunehmenden Digitalisierung überwiegen, entwickelt sich das „Offline-Sein“, Stichwort Digital Detox, gleichzeitig immer mehr zu einem Luxusgut.

    Inhaltsverzeichnis verbergen
    „Nicht ohne mein Smartphone“
    Always On – von früh bis spät
    Für die Österreicherinnen und Österreicher überwiegen die Vorteile der Digitalisierung
    *Über die Studie


    „Nicht ohne mein Smartphone“

    Während die Mehrheit der Österreicherinnen und Österreicher problemlos für eine Woche dem Alkohol [87 Prozent], Sex [57 Prozent], Fleisch [54 Prozent] oder Sport [53 Prozent] entsagen könnte, sind Handy und Internet hierzulande mittlerweile quasi unverzichtbar geworden: Nur rund jede bzw. jeder Achte [13 Prozent] kann sich vorstellen, sieben Tage lang ohne sein Mobiltelefon und ohne den Zugriff auf das World Wide Weg auszukommen. Damit liegen diese Geräte bzw. Services in der Wichtigkeit mittlerweile gleichauf mit der Familie [13 Prozent].

    Ein Mann und eine Frau Rücken an Rücken im Bett, beide mit ihren Smartphones in der Hand, Stichwort Always On.(c) AdobeStock
    Früher hat man ein Buch gelesen oder – man höre und staune – sogar miteinander geredet. Mittlerweile sagen aber immer mehr zu ihrem Handy „gute Nacht“ als zu ihren Partnern.

    Always On – von früh bis spät

    „Wie sehr sich der Stellenwert von Smartphone und Co. in den letzten Jahren noch verfestigt hat, zeigt ein Blick auf unsere Daten aus den vergangenen Jahren: So wäre etwa im Jahr 2013 jeweils noch rund ein Drittel der Befragten problemlos ohne Handy bzw. Internet ausgekommen. Und im Jahr 2018 immerhin noch jede bzw. jeder Fünfte,“ führt Thomas Schwabl, Geschäftsführer von Marketagent, weiter aus.

    Auch der genauere Blick auf unsere Smartphone-Gewohnheiten unterstützt diese Einschätzung: 7 von 10 Österreicherinnen und Österreicher können sich ein Leben ganz ohne Handy mittlerweile nicht mehr vorstellen, zwei Drittel empfinden es als störend, wenn sie ihr Smartphone zu Hause vergessen.

    Und auch der morgendliche Griff zum Mobiltelefon passiert ebenfalls immer schneller: Im Mittel nehmen Herr und Frau Österreicher nämlich bereits fünf Minuten nach dem Aufwachen ihr Handy zum ersten Mal zur Hand. 2013 betrug diese Zeitspanne immerhin noch 20 Minuten, 2018 zehn Minuten. Die Dauer, mit der man in der Früh ohne das Smartphone auskommt, hat sich über die drei betrachteten Befragungswellen hinweg also jeweils in immer kürzeren Abständen halbiert.

    Für 45 Prozent der Befragten stellt diese permanente Erreichbarkeit nicht weiter ein Problem dar – sie nehmen dadurch sogar überwiegend Vorteile wahr. Jede bzw. jeder Achte empfindet in Zusammenhang mit dem „always on“-Sein hingegen mehrheitlich Nachteile, für 42 Prozent halten sich die Plus- und Minuspunkte immerhin die Waage. „Gleichzeitig wird aber auch Digital Detox immer wertvoller. Für drei Viertel der Befragten ist ein bewusstes „Offline-Sein“ mittlerweile zum Luxusgut geworden“, so Schwabl über die Schattenseiten der permanenten Erreichbarkeit.

    Für die Österreicherinnen und Österreicher überwiegen die Vorteile der Digitalisierung

    Knapp jede zweite Österreicherin bzw. Österreicher [47 Prozent] steht der zunehmenden Digitalisierung positiv gegenüber, gehen mit ihr doch die schnelle Verfügbarkeit [88 Prozent] und der Zugang zu mehr Informationen [86 Prozent] einher. Weitere Vorteile werden in der Zeitersparnis [82 Prozent], der größeren Flexibilität [81 Prozent] und den einfacheren Abläufen [81 Prozent] gesehen.

    Als primäre Nachteile werden hierzulande die Bedrohung durch Hacker [88 Prozent] und die Übermacht großer Internet-Konzerne [86 Prozent] wahrgenommen. Der Datenhunger der Unternehmen, die immer mehr personenbezogene Daten sammeln und diese miteinander vernetzen [82 Prozent] und der Bedeutungsverlust von zwischenmenschlicher Kommunikation [83 Prozent] bereiten ebenfalls Sorge.

    Alles in allem überwiegen aber für die Mehrheit der Österreicherinnen und Österreicher klar die Vorteile der Digitalisierung [67 Prozent]. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass kaum jemand seinen Arbeitsplatz durch die Digitalisierung gefährdet sieht. 85 Prozent glauben nicht, dass sie selbst von einem Jobverlust aufgrund der Digitalisierung betroffen sein könnten.

    Wer sich auch gerne das Video mit den Studienergebnissen anschauen möchte: Here you are ;)

    *Über die Studie

    Im Rahmen der Studie hat das Online Research Institut Marketagent im Zeitraum 07.02.2022 – 14.02.2022 eine Stichprobe von 1.000 Österreicherinnen und Österreicher im Alter zwischen 14 und 69 Jahren mittels CAWI | Marketagent Online Access Panel befragt.

    Eine Präsentation der Studie können sie HIER als Pdf downloaden.

    (Bilder: AdobeStock; Video: Youtube.com)

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    Thomas Kumhofer
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    Thomas Kumhofer denkt das Älterwerden seit über zehn Jahren neu. Als Kopf hinter „AlterNEUdenken“ schickt er den klassischen Ruhestand in Rente: Statt auf Häkeldeckchen und Couching setzt er auf Aktives Altern und neuronale Abenteuer. Mit Expertise und Neugier beweist er, dass die beste Zeit für neue Expeditionen – im Kopf oder auf der Weltkarte – genau jetzt ist.

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