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    Home»Körper & Geist»Screening und Vorsorge bei Nierenschwäche – je früher, desto besser
    Illustration: kranke Nieren mit Pflaster. (c) AdobeStock

    Screening und Vorsorge bei Nierenschwäche – je früher, desto besser

    18. Juli 20234 Mins Lesezeit

    In Österreich kämpfen bis zu 900.000 Menschen mit einem stillen Leiden, das ihre Nieren betrifft: Nierenschwäche, auch bekannt als Niereninsuffizienz.1 Geschätzte neun von zehn Menschen wissen nichts von ihrer Erkrankung.2 Gefährlich ist, dass erste Symptome meist erst auftreten, wenn der Weg in die Dialyse bereits unausweichlich und die Lebensqualität dadurch drastisch eingeschränkt ist. Der Vorsorge kommt daher eine besondere Rolle zu. Expertinnen und Experten fordern, die Nierenparameter in die Vorsorgeuntersuchung mit aufzunehmen.

    Die neue Patient•innenwebsite www.niereleidetleise.at soll für mehr Bewusstsein und Wissen über die Erkrankung sorgen und Patientinnen und Patienten im Umgang mit ihrer Erkrankung unterstützen. Das neue Tool für mehr Aufklärung fußt auf der gemeinsamen Kampagne „Die Niere leidet leise“ von AstraZeneca und Bayer und wird von der ÖGN, der Österreichischen Gesellschaft für Nephrologie, und von der ÖGIM, der Österreichischen Gesellschaft für Innere Medizin, unterstützt.

    Inhaltsverzeichnis verbergen
    Je früher desto besser
    Ausbau eines umfassenden Screenings und einer verstärkten Vorsorge
    Neue Patientenwebsite soll zu besserer Aufklärung beitragen
    Bayer und AstraZeneca: Gemeinsam gegen Nierenschwäche


    Je früher desto besser

    Menschen mit Diabetes, Bluthochdruck und familiär bedingten Nierenerkrankungen sind besonders gefährdet, eine Nierenerkrankung zu erleiden.3 Wird die Erkrankung nicht rechtzeitig behandelt, entwickelt sich eine Nierenfunktionsstörung und die Niere kann ihrer Aufgabe, das Blut zu reinigen, nicht mehr nachkommen. Umso wichtiger ist es, die Erkrankung rasch und frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.4,5

    Ein älterer Mann, der sich mit der Hand an die Niere greift, beim Urologen, Stichwort Nierenschwäche.(c) AdobeStock
    Bei Nierenschwäche gilt: je früher diese entdeckt wird, desto besser ist es für die Behandlung.

    Ausbau eines umfassenden Screenings und einer verstärkten Vorsorge

    Den Ausweg sehen Expert•innen in einem umfassenden Screening und dem Ausbau einer verstärkten Vorsorge: „Um die Erkrankung frühzeitig behandeln zu können, muss diese auch frühzeitig erkannt werden. So fordern wir, dass neben Patientinnen und Patienten mit Diabetes mellitus, auch jene mit Hypertonie, Adipositas und einer familiären Vorgeschichte von Nierenerkrankungen regelmäßig gescreent werden. Einfache diagnostische Maßnahmen, wie die Bestimmung der eGFR [estimated GFR, die geschätzte glomeruläre Filtrationsrate als ein Maß für die Nierenfunktion] und Albuminurie bergen bisher ungenutztes Potenzial zur Prävention. 

    Ein frühzeitiges Screening kann sowohl die Häufigkeit von Erkrankungsfällen als auch die Sterblichkeit sowie die Kosten im Gesundheitssystem deutlich senken – vor allem aber viel menschliches Leid verhindern“, erklärt Prim. Univ.-Prof. Priv.-Doz. Dr. Marcus Säemann, Vorsitzender der Österreichischen Gesellschaft für Nephrologie; Abteilungsvorstand 6. Medizinische Abteilung mit Nephrologie und Dialyse mit Ambulanzen, Klinik Ottakring, die zentrale Forderungen der Aufklärungskampagne „Die Niere leidet leise“.

    Neue Patientenwebsite soll zu besserer Aufklärung beitragen

    Die Website www.niereleidetleise.at bietet umfassende Informationen über die Krankheit selbst, von den ersten Symptomen, Möglichkeiten der Früherkennung bis hin zur Therapie. Die Website richtet sich sowohl an neu Betroffene als auch an Interessierte, Angehörige, Freunde und Bekannte, die hilfreiche Informationen benötigen, um die Erkrankung besser verstehen zu können. Zusätzlich werden die Funktionsweise der Nieren und die Risikofaktoren für Nierenschwäche ausführlich erläutert. Kurze Videos, in denen Prof. Dr. Säemann als Experte zu Wort kommt, erläutern Nierenerkrankungen auch noch in Ton und Bild.

    „Gerade bei einem Organ wie der Niere, die lange unerkannt leidet, zählt jeder Tag, um eine Dialyse oder eine Transplantation zu verhindern. Ich begrüße daher die neue Patient•innenwebsite, die hoffentlich einen positiven Beitrag dazu leistet, Nierenerkrankungen mehr Aufmerksamkeit zu schenken”, erläutert Rudolf Brettbacher, Präsident der ARGE Niere Österreich, der Arbeitsgemeinschaft der Selbsthilfevereine der Nierenkranken Österreichs.

    Ursula Charwat, Obmann-Stellvertreterin der Selbsthilfe Niere und selbst Betroffene, bekräftigt: „Eine Nierenerkrankung ist meist nicht nur für einen selbst unsichtbar, vor allem in den frühen Stadien. Auch Freunde und Familie sehen einem die Erkrankung oft nicht an, wodurch es umso schwerer ist, diese Erkrankung zu erklären. Die neue Patient•innenwebsite kann hier wertvolle Unterstützung bieten.“

    Bayer und AstraZeneca: Gemeinsam gegen Nierenschwäche

    Um das Bewusstsein und somit auch die Diagnoserate für chronische Nierenerkrankungen in der öffentlichen Wahrnehmung zu erhöhen und die Früherkennung im niedergelassenen Bereich zu stärken, sind die Unternehmen AstraZeneca Österreich und Bayer Austria eine Kooperation eingegangen. Das Ergebnis ist die gemeinsame Disease Awareness Kampagne: „Die Niere leidet leise“. Diese wird wiederum von der ÖGN und der ÖGIM, unterstützt.

    Besser informiert und aufgeklärt mit www.niereleidetleise.at

    Screenshot Webseite Niereleidetleise.at.(c) AstraZeneca/ Bayer/ Eigenart
    Die neue Webseite Niereleidetleise.at bietet umfangreiche Informationen rund um das bohnenförmige Organ.

    Referenzen

    1. https://www.nephrologie.at/patienten-angehoerige/downloads-und-links [zuletzt abgerufen am 16. Juli 2023]
    2. Ponte B. et al. Determinants and burden of chronic kidney disease in the populationbased Colaus study. Nephrol Dial Transplant. 2013; 28:2329-2339 GBD Chronic Kidney Disease Collaboration, Lancet, 2020;395(10225);709-733.
    3. Braun LA et al. Int J of Nephrology and Renovascular Disease. 2012;151–163.
    4. GBD Chronic Kidney Disease Collaboration, Lancet, 2020;395(10225);709–733.
    5. Schnaper HW. Pediatr Nephrol. 2014;29(2):193–202.

    (Bilder: AdobeStock (2x), AstraZeneca/ Bayer/ Eigenart)

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    Thomas Kumhofer
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    Thomas Kumhofer denkt das Älterwerden seit über zehn Jahren neu. Als Kopf hinter „AlterNEUdenken“ schickt er den klassischen Ruhestand in Rente: Statt auf Häkeldeckchen und Couching setzt er auf Aktives Altern und neuronale Abenteuer. Mit Expertise und Neugier beweist er, dass die beste Zeit für neue Expeditionen – im Kopf oder auf der Weltkarte – genau jetzt ist.

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