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    Home»Körper & Geist»Hörgesundheit»Nicht zu unterschätzen: 1,7 Mio. Österreicher mit Hörproblemen
    Eine Frau, die ihre Hand zu ihrem Ohr hält, um besser zu hören. (c) Pixabay.com

    Nicht zu unterschätzen: 1,7 Mio. Österreicher mit Hörproblemen

    4. März 20193 Mins Lesezeit

    Rund 1,7 Millionen Menschen sind laut einer Studie in Österreich von Hörproblemen betroffen, weltweit sind es etwa 1 Milliarde – und laut WHO sind 460 Millionen davon bereits dauerhaft hörgeschädigt. Alarmierende Zahlen, die sich bis zum Jahr 2050 sogar noch verdoppeln sollen! Grund genug, die Prävention und Versorgung von Hörbeeinträchtigungen in den Fokus zu rücken.

    Inhaltsverzeichnis verbergen
    Hörprobleme sind nicht zu unterschätzen
    Pionierarbeit hat u.a. in Graz begonnen
    Technologische Meilensteine
    20 Jahre Hörgeräte in Zahlen

    Hörprobleme sind nicht zu unterschätzen

    Die Fähigkeit zu hören ist die Basis, um mit anderen Menschen kommunizieren zu können. Sie ist unser Sprachrohr zur Welt, das uns aktiv am Leben teilnehmen lässt. Hörschäden und Schwerhörigkeit können zu sozialer Isoaltion führen, weil betroffene Menschen vor allem akustisch schwierige Situationen vermeiden wollen. So wird es schwierig, sich zum Beispiel im Kaffeehaus mit dem Gegenüber zu unterhalten, wenn sie eine Hörminderung haben. Diese soziale Isolation wäre die erste Konsequenz von Hörschäden.

    Doch damit nicht genug: Mittlerweile gilt es auch als medizinisch erwiesen, dass Patienten mit einer Schwerhörigkeit ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer Depression und im Alter auch für die Entwicklung einer Demenz haben. Oder anders gesagt: Hörschäden und Schwerhörigkeit sind nicht auf die leichte Schulter zu nehmen! Experten empfehlen daher, ab dem 50. Lebensjahr einmal pro Jahr einen Hörtest zu machen.

    Zeichnung: der Mund einer Frau ganz nah beim Ohr einen Mannes, um ihm etwas ins Ohr zu flüstern, Stichwort Hörproblem. (c) Pixabay.com
    Wenn man nicht mehr so gut hört, ist soziale Isolation oft eine erste Konsequenz. Man versteht seinen Gesprächspartner nicht mehr so gut und meidet daher Situationen, wo man mit anderen Menschen in Kontakt kommt. Ein Teufelskreis, der mit Hilfe von Hörgeräten sehr leicht durchbrochen werden kann.

    Pionierarbeit hat u.a. in Graz begonnen

    Unternehmen wie Hartlauer hatten schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt ein offenes Ohr für das Thema „Hören“. Ende der 1990er-Jahre wagte Franz Josef Hartlauer gemeinsam mit drei Akustik-Experten aus Graz den Einstieg in die Produktion von Hörgeräten in einer kleinen hauseigenen Fertigung. „Damals war das Thema noch mit sehr viel größeren Tabus behaftet als heute. Wir waren schon so etwas wie Pioniere. Gleich zum Start im April 1999 haben wir als erste in Österreich ein digital programmierbares Hörgerät zum Kassentarif angeboten“, erinnert sich Martin Huber, einer der drei Männer der ersten Stunde. Er leitet heute noch den Bereich Hörgeräte bei Hartlauer. Dieser umfasst die Fertigung und Anpassung von Hinter-dem-Ohr- sowie Im-Ohr-Geräten.

    In weiterer Folge wurde und wird der Hörgeräte-Bereich Schritt für Schritt ausgebaut. Im Fokus steht dabei die Qualität der Produkte: Die Elektronik für die Hörgeräte stammt von Technologieführern in den USA und in der Schweiz. Darüber hinaus ermöglicht ab 2001 die Erweiterung der eigenen Hörgeräteproduktion in Graz die individuelle Maßanfertigung für die Ohren der Kunden.

    Technologische Meilensteine

    Hörgeräte haben sich in den letzten 20 Jahren verändert und Hartlauer war bei vielen Entwicklungen Vorreiter: volldigitale Hörgeräte zum Kassentarif, verkleinerte und damit kosmetisch ansprechende Hinter-dem-Ohr-Geräte, computergestützte Hörprofilanalyse, standardisierte Kundenbedarfs- und Erwartungserhebung, 3D-Modellierung bei der Anpassung des Ohrpassstücks, Hörgeräte, die mit dem Smartphone verbunden werden können – das sind nur einige Highlights aus den vergangenen 20 Jahren.

    Und die Entwicklung geht noch weiter: Heute hat man die Hörgeräte der Zukunft im Visier, versehen mit integrierten Sensoren und künstlicher Intelligenz.

    Jemand hält ein Hörgerät mit Daumen und Zeigefinger. (c) Pixabay.com
    Hörgeräte gibt es in unterschiedlichen Formen bzw. „Systemen“. Was allen gemeinsam ist: sie werden immer kleiner, intelligenter und helfen v.a., wieder ein Stück Lebensqualität zurück zu bekommen.

    20 Jahre Hörgeräte in Zahlen

    In den letzten 20 Jahren hat Hartlauer …
    … 175.000 Hörgeräte-Kunden beraten und begleitet
    … 350.000 Hörgeräte gefertigt
    … 100.000 Mal einen individuellen Ohrenschutz maßgefertigt
    … pro Jahr etwa 45.000 maßgeschneiderte Otoplastiken hergestellt
    … 175 Hörstudios in 121 Hartlauer-Geschäften in ganz Österreich eröffnet
    … 450 Hörakustiker ausgebildet.

    Der jüngste Hörgeräte-Kunde ist neun Jahre alt, die älteste Kundin 108!

    (Bilder: Pixabay.com)

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    Thomas Kumhofer
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    Thomas Kumhofer denkt das Älterwerden seit über zehn Jahren neu. Als Kopf hinter „AlterNEUdenken“ schickt er den klassischen Ruhestand in Rente: Statt auf Häkeldeckchen und Couching setzt er auf Aktives Altern und neuronale Abenteuer. Mit Expertise und Neugier beweist er, dass die beste Zeit für neue Expeditionen – im Kopf oder auf der Weltkarte – genau jetzt ist.

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