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    Home»Freizeit & Reise»Internet & Technik»Innovation aus AT: Fake-Shop Detector entlarvt Online-Betrüger
    Ein kleiner Einkaufswagen mit Paketen vor einem Laptop. (c) AdobeStock

    Innovation aus AT: Fake-Shop Detector entlarvt Online-Betrüger

    22. Okt. 20214 Mins Lesezeit

    Fake-Shops im Internet werden immer zahlreicher und zugleich schwieriger zu erkennen. Unterstützung bietet ab sofort die Beta-Version des Fake-Shop Detectors: Das Tool untersucht im Internet-Browser in Echtzeit, ob es sich um seriöse oder betrügerische Onlineshops handelt und stellt somit ein Best Practice für den Nutzen und die Chancen des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz für Konsumentinnen und Konsumenten dar. Nutzerinnen und Nutzer sind aufgerufen, sich an der Testphase zu beteiligen.

    Inhaltsverzeichnis verbergen
    Damit die Fake-Shop-Falle nicht zuschnappt
    So funktioniert der Fake-Shop Detector
    Shop-Bewertungen nach Ampelsystem
    Mitmachen erwünscht: Gemeinsam Fake-Shops entlarven
    Service


    Damit die Fake-Shop-Falle nicht zuschnappt

    Online-Shopping boomt wie nie zuvor, gleichzeitig schnappt die Fake-Shop-Falle immer öfter zu: Die Ware ist bestellt und bezahlt, kommt aber nie an. Fake-Shops werden immer professioneller und damit zunehmend schwieriger als solche zu erkennen. Ist das Geld einmal bezahlt, ist es unwiderruflich verloren. Das effektivste Mittel, um Konsumentinnen und Konsumenten vor dieser Art von Kriminalität zu schützen, ist daher Prävention.

    Der Fake-Shop Detector, entwickelt vom AIT Austrian Institute of Technology, dem Österreichischen Institut für angewandte Telekommunikation [ÖIAT] und X-Net Services, ist ab sofort in einer Beta-Version verfügbar: Userinnen und User, die das Tool installieren, werden in Echtzeit vor Fake-Shops gewarnt bzw. können in aller Ruhe weiter einkaufen, wenn der Detector grünes Licht gibt. Der Fake-Shop Detector ist ab sofort für die Internet-Browser Firefox, Edge und Chrome auf www.fakeshop.at zum Download verfügbar.

    Mobile Nutzerinnen und Nutzer können Onlineshops in der Watchlist Internet-App [www.watchlist-internet.at] oder unter www.fakeshop.at/shopcheck überprüfen.

    Logo Fake-Shop Detector.(c) ÖIAT
    Wenn sie Online-Shops mit dem Fake-Shop-Detector prüfen, können sie ruhigen Gewissens einkaufen.

    So funktioniert der Fake-Shop Detector

    Der Fake-Shop Detector überprüft jede abgerufene Website in zwei Schritten: Zunächst wird eine Datenbank durchforstet, die sowohl seriöse als auch betrügerische Onlineshops enthält. Das Programm kennt schon jetzt mehr als 10.000 Fake-Shops und über 25.000 vertrauenswürdige Online-Händler in der DACH-Region.

    Handelt es sich um einen unbekannten Onlineshop, kommt im zweiten Schritt die Künstliche Intelligenz zum Einsatz. Sie überprüft in Echtzeit, ob Ähnlichkeiten mit bereits bekannten Fake-Shops vorliegen. Dabei werden insgesamt 21.000 Merkmale [unter anderem die Struktur der Website oder Kommentare im Quellcode] berücksichtigt, aus deren Kombination der Fake-Shop Detector seine Empfehlungen ableitet. Dabei wird größter Wert auf die Einhaltung aller geltenden Datenschutzbestimmungen gelegt.

    Shop-Bewertungen nach Ampelsystem

    Das Ergebnis der Analyse des Fake-Shop Detectors wird nach dem Ampelsystem angezeigt: Gewarnt wird mit einem roten Symbol vor bereits bekannten Fake-Shops und den von der Künstlichen Intelligenz erkannten verdächtigen Shops.

    Neben den Fake-Shops kommt es zunehmend zu Konsumentenbeschwerden über Onlineshops, die mangelhafte Waren versenden und keine Retouren ermöglichen. Vor diesen Shops warnt das Plugin mit einem gelben Symbol. User sind in diesem Fall dazu aufgerufen, ihnen unbekannte Onlineshops selbst anhand von Tipps unter die Lupe zu nehmen. Dies trifft auch zu, wenn die Echtzeitanalyse der Künstlichen Intelligenz keine eindeutige Empfehlung treffen kann.

    Kann das Tool einen Onlineshop eindeutig als echt und seriös identifizieren, zeigt die Ampel Grün an. Das ist etwa der Fall, wenn ein Shop mit einem Gütezeichen zertifiziert oder in einem vertrauenswürdigen österreichischen Onlineshop-Verzeichnis gelistet ist. Aber auch, wenn keiner dieser Aspekte zutrifft, gibt es grünes Licht, sofern die Künstliche Intelligenz keine Ähnlichkeit zu Fake-Shops feststellt.

    Grafik: Ergebnis Shopbewertungen des Fake-Shop Detectors.(c) ÖIAT
    Ergebnis der Analyse des Fake-Shop Detectors wird nach dem Ampelsystem angezeigt

    Mitmachen erwünscht: Gemeinsam Fake-Shops entlarven

    Schon jetzt weisen die Praxistests des Fake-Shop Detectors eine hohe Treffsicherheit auf. Nun werden alle Österreicherinnen und Österreicher eingeladen, sich an der Testphase des Fake-Shop Detectors bis Ende des Jahres zu beteiligen. Durch die Nutzung der Beta-Version des Fake-Shop Detectors schützen Konsumentinnen und Konsumenten nicht nur sich selbst. Sie helfen auch aktiv mit, andere vor Bestellbetrug zu warnen, da durch eine breite Nutzung in der Testphase die Datenbasis laufend verbessert werden kann.

    Änderungen können direkt im Fake-Shop Detector vorgeschlagen werden, allgemeine Rückmeldungen sind unter feedback@fakeshop.at herzlich willkommen. Sie helfen mit sicherzustellen, dass die Künstliche Intelligenz des Fake-Shop Detectors höchst zuverlässig arbeitet und laufend verbessert wird.

    Warnung des Fake-Shop Detectors vor einem betrügerischen Angebot.(c) ÖIAT
    Der Fake-Shop Detector warnt vor betrügerischen Angeboten.

    Service

    Weitere Infos und kostenloser Download der Beta-Version des Fake-Shop Detectors finden sie HIER.

    Über den Fake-Shop Detector

    Der Fake-Shop Detector wird von dem Österreichischen Institut für angewandte Telekommunikation [ÖIAT], dem AIT Austrian Institute of Technology und dem oberösterreichischen IT-Unternehmen X-Net Services entwickelt. Die Forschungsarbeit zur Erkennung von Fake-Shops mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz wird in verschiedenen Projekten im Rahmen österreichischer Forschungsförderprogramme, wie zum Beispiel derzeit im Rahmen des Projekts SINBAD im Sicherheitsforschungsprogramm KIRAS des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus [BMLRT], von der Forschungsförderungsgesellschaft FFG gefördert. Kooperationspartner sind unter anderem das Wiener Start-up Ciuvo GmbH, das Kuratorium Sicheres Österreich [KSÖ] sowie das Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz [BMSGPK].

    (Bilder: AdobeStock, ÖIAT (3x))

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    Thomas Kumhofer
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    Thomas Kumhofer denkt das Älterwerden seit über zehn Jahren neu. Als Kopf hinter „AlterNEUdenken“ schickt er den klassischen Ruhestand in Rente: Statt auf Häkeldeckchen und Couching setzt er auf Aktives Altern und neuronale Abenteuer. Mit Expertise und Neugier beweist er, dass die beste Zeit für neue Expeditionen – im Kopf oder auf der Weltkarte – genau jetzt ist.

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