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    Home»Körper & Geist»Hörgesundheit»„Ich hab nie so gut gehört wie heute“ – sagt eine Schwerhörige
    (c) MED-EL

    „Ich hab nie so gut gehört wie heute“ – sagt eine Schwerhörige

    4. März 20183 Mins Lesezeit

    Etwa 20 Prozent der Österreicher leben mit einer Form der Hörbeeinträchtigung. Anlässlich des WHO-Welttags des Hörens am 3. März macht der heimische Hör-Implantate-Hersteller MED-EL auf die Wichtigkeit des Hörens aufmerksam. Denn Schwerhörigkeit erhöht das Risiko für soziale Isolation, Depression und Demenz.

    Hörbeeinträchtigungen nicht nur eine Frage des Alters
    (c) MED-EL
    Ab 65 Jahren ist bereits jeder 2. von Schwerhörigkeit betroffen.

    Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind weltweit rund 360 Millionen Menschen von deutlichem Hörverlust (ab 40 Dezibel) betroffen; 32 Millionen davon sind Kinder. In Österreich sind laut Schätzungen ein bis zwei Prozent der Schulkinder hörbeeinträchtigt, bei den 15- bis 19-Jährigen sind es 15 Prozent, bei den Über-60-Jährigen 30 und bei den Über-65-Jährigen 50 Prozent.[1] Die WHO gibt Hörverlust im Erwachsenenalter als die weltweit häufigste Ursache für Behinderung an. Aufgrund der demographischen Entwicklung werden diese Zahlen in den kommenden Jahren und Jahrzehnten weiter steigen.

    Schwerhörig zu sein hat weitreichende Folgen

    Wer schlecht hört, zieht sich immer mehr zurück; es kommt zu Isolation und Einsamkeit. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen darüber hinaus das erhöhte Risiko für Demenz und Depression. Auch die wirtschaftlichen Folgen des Hörverlusts sind offensichtlich: Die WHO schätzt die globalen Kosten von unbehandeltem Hörverlust auf 750 bis 790 Milliarden Dollar jährlich und spricht dabei von einer „zurückhaltenden“ Schätzung.[2]

    Rasche Hilfe notwendig

    „Sobald eine Schwerhörigkeit bemerkt wird, ist es wichtig, möglichst früh einen Hals-, Nasen-, Ohren-Arzt aufzusuchen“ rät Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Gstöttner, Vorstand der Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten der MedUniWien. „Denn je länger das Gehör nicht genützt wird, umso weniger effektiv sind technische Hörlösungen.“ Im Fall einer leichten oder mittelgradigen Hörbeeinträchtigung sind Hörgeräte eine gute Lösung. Bringen sie keinen Erfolg, können Hör-Implantate die akustische Wahrnehmung wiederherstellen. Derzeit erhältlich sind u.a. das Cochlea-Implantat, das Mittelohr-Implantat und das Knochenleitungs-Implantat. Sie werden operativ in das Ohr eingebracht. Implantationen werden in Österreich an allen Universitätskliniken und an den meisten Landeskliniken durchgeführt. Die Kosten trägt das Gesundheitssystem.

    „Ich habe nie so gut gehört wie heute.“
    Eine ältere Frau vor einem Springbrunnen, Stichwort schwerhörig. (c) MED-EL
    „Es geht mir super!“ Für Elisabeth Randa war das Cochlea-Implantat die ideale Lösung.

    Für die Wienerin Elisabeth Randa, 71, war das Cochlea-Implantat die ideale Lösung. Auf ihrem rechten Ohr war sie seit ihrem dritten Lebensjahr gehörlos, auf dem linken stark schwerhörig. Nach einem Hörsturz vor etwa acht Jahren verschlechterte sich ihr Gehör auch am linken Ohr deutlich. „Ich konnte mich nicht mehr verständigen, telefonieren ging gar nicht mehr“, sagt sie heute. Randa suchte nach einer Lösung und erhielt 2010 ihr erstes Cochlea-Implantat im rechten Ohr, drei Jahre später das zweite im linken. Heute sagt die ehemalige Kosmetikerin und Fußpflegerin: „Es geht mir super! Ich habe nie so gut gehört wie heute.“

    Quellen

    [1] gesundheit.gv.at – öffentliches Gesundheitsportal Österreichs: Schwerhörigkeit: Formen & Symptome. https://www.gesundheit.gv.at/krankheiten/hno/schwerhoerigkeit/formen-symptome

    [2] Global costs of unaddressed hearing loss and cost-effectiveness of interventions: a WHO report, 2017.

    (Bilder/ Grafik: MED-EL)

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    Thomas Kumhofer
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    Thomas Kumhofer denkt das Älterwerden seit über zehn Jahren neu. Als Kopf hinter „AlterNEUdenken“ schickt er den klassischen Ruhestand in Rente: Statt auf Häkeldeckchen und Couching setzt er auf Aktives Altern und neuronale Abenteuer. Mit Expertise und Neugier beweist er, dass die beste Zeit für neue Expeditionen – im Kopf oder auf der Weltkarte – genau jetzt ist.

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