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    Home»Freizeit & Reise»Internet & Technik»Jede/ r Zweite nutzt verstärkt digitale Services seit Corona-Pandemie
    Eine Frau mit Laptop auf den Beinen sitzt auf einer Bank neben einem Fenster und surft auf Generation55plus.net (c) Pixabay.com, Screenshot

    Jede/ r Zweite nutzt verstärkt digitale Services seit Corona-Pandemie

    29. Mai 20204 Mins Read

    Aufgrund der Corona-Pandemie sind bei den Österreichern in den letzten Monaten zunehmend digitale Services an die Stelle des physischen Kontaktes getreten. Fast jede bzw. jeder Zweite [45 Prozent] hat verstärkt solche Services in Anspruch genommen – egal, ob Job bedingt oder einfach nur, um mit seine Lieben per Video-Chat Kontakt zu halten, Apps zum Streamen oder digitale Finanz-Tools wie Internet-Banking & Co. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle bevölkerungsrepräsentative Studie* des digitalen Versicherungsmanagers Clark zusammen mit dem Befragungsinstitut YouGov.

    Die Untersuchung sollte die Einstellungen und das veränderte Nutzungsverhalten digitaler Services aufgrund der Corona-Krise untersuchen und wurde sowohl in Österreich als auch in Deutschland durchgeführt.

    Vor allem die sogenannten Digital Natives – also jenen, die in und mit der digitalen Welt aufgewachsen sind – nutzen seit der Corona-Pandemie verstärkt digitale Services in Österreich. So sind es unter den 18- bis 24-Jährigen 75 Prozent und unter den 25- bis 34-Jährigen immerhin 66 Prozent. Aber selbst 29 Prozent der über 55-Jährigen hierzulande geben an, in den letzten Monaten vermehrt auf Apps und Online-Services zurückgegriffen zu haben. Nur einer von zehn Österreicherinnen und Österreicher [12 Prozent] gibt dagegen an, generell nur wenige digitale Dienstleistungen zu nutzen und dies auch seit dem Beginn der Corona-Krise nicht geändert zu haben.

    Ein Junge mit Kopfhörern, der vor drei Monitoren sitzt und online spielt.(c) Pixabay.com
    Laut aktueller Studie nutzen 3/4 der heimischen Digital Natives seit der Corona-Krise verstärkt online Services. Bei den über 55 Jährigen ist es immerhin noch fast ein Drittel.
    Inhaltsverzeichnis verbergen
    Vertrauen in digitale Services weiterhin schwankend
    Österreicher digital fitter als die Deutschen
    Chancen für verstaubte Branchen
    *Über die Studie

    Vertrauen in digitale Services weiterhin schwankend

    Die sozusagen Coronavirus bedingte „verordnete“ Digitalisierung geht allerdings nicht automatisch mit einem höheren Vertrauen in die Dienstleistungen einher. Die große Mehrheit von 74 Prozent der Befragten hat laut Studie weder mehr noch weniger Vertrauen in digitale Dienstleistungen als vor Beginn der Pandemie. Fast die Hälfte [45 Prozent] aller Befragten gibt an, mehr Angst vor dem Missbrauch der persönlichen Daten oder vor Cyberkriminalität zu haben. Diese Tendenz ist überraschenderweise bei den 18- bis 24-Jährigen mit 48 Prozent höher als bei den Befragten über 55 Jahren. Die Angst vor Missbrauch der eigenen Daten scheint auch mit vermehrten Berichten über die Zunahme von Cyber-Risiken zusammenhängen.

    In Bezug auf die Einschätzung der eigenen Fähigkeiten, mit solchen Services umzugehen, zeichnet sich ein positives Bild ab. Knapp zwei Drittel [61 Prozent] stimmen der Aussage zu, sich im Umgang mit digitalen Services sicher zu fühlen und kein Problem damit zu haben, in Zukunft vermehrt solche Dienste zu nutzen. Auch hier fallen vor allem die Digital Natives auf, denn unter den 18- bis 24-Jährigen sind es sogar 72 Prozent. Doch selbst unter der älteren Generation scheint die selbst wahrgenommene digitale Fitness hoch zu sein: 58 Prozent der über 55-Jährigen fühlen sich sicher im Umgang mit den modernen Anwendungen und Technologien.

    Österreicher digital fitter als die Deutschen

    Alles in allem sind die Österreicher deutlich positiver und offener gegenüber digitalen Services als ihre deutschen Nachbarn. So gaben mehr Befragte in Österreich an [45 Prozent], die Services vermehrt aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie zu nutzen als in Deutschland mit nur 31 Prozent.

    Auch war der Anteil derer in Deutschland höher, die sich generell gegen die digitalen Tools verweigern – 21 Prozent in der Bundesrepublik gegenüber lediglich 12 Prozent in Österreich. Und auch bei der Einschätzung der generellen Fähigkeiten im Umgang mit den digitalen Dienstleistungen sind die Österreicherinnen und Österreicher durchwegs positiver: Den 61 Prozent in Österreich stehen 50 Prozent in Deutschland gegenüber.

    Bemerkenswert dabei: Selbst die älteren Befragten fühlen sich mehrheitlich fit genug, um in Zukunft vermehrt digitale Services in Anspruch zu nehmen.

    Ausschnitt: die Hände einer Frau, die etwas auf einem Smartphone tippt, Stichwort digitale Services.(c) Pixabay.com
    Egal, ob mit PC, Laptop, Tablet oder Smartphone: wir werden digitaler.

    Chancen für verstaubte Branchen

    Trotz weiterhin bestehender Generationenlücke und Misstrauen aufgrund von Sicherheitsbedenken könnte die Corona-Krise zu einem wahren Digitalisierungsschub in einigen Branchen führen. So bietete beispielsweise der Versicherungsmanager Clark eine volldigitale Möglichkeit, alle Verträge per App oder am Computer zu managen. Das deutsche Insurtech ist seit April auch in Österreich aktiv.

    „Wir sehen, dass die Österreicher prinzipiell aufgeschlossen und fit für die Nutzung digitaler Services sind. Und jetzt machen sie die Erfahrung, dass vieles, was früher persönlich erledigt wurde, auch digital funktionieren kann. Das wird nicht nur in der Versicherungsbranche zu einem Umdenken führen“, erklärt Dr. Philip Steiner, Geschäftsführer von Clark in Österreich.

    *Über die Studie

    Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH im Auftrag von Clark, an der 1.015 Personen zwischen dem 12. und 18. Mai 2020 teilgenommen haben. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die Bevölkerung ab 18 Jahren in Österreich.

    (Bilder: Pixabay.com)

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    Thomas Kumhofer
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    Thomas Kumhofer denkt das Älterwerden seit über zehn Jahren neu. Als Kopf hinter „AlterNEUdenken“ schickt er den klassischen Ruhestand in Rente: Statt auf Häkeldeckchen und Couching setzt er auf Aktives Altern und neuronale Abenteuer. Mit Expertise und Neugier beweist er, dass die beste Zeit für neue Expeditionen – im Kopf oder auf der Weltkarte – genau jetzt ist.

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