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    Ein Laptop auf der Handfläche einer Frau, dahinter Brief- und Schlosssymbole. (c) AdobeStock

    Cyberschutz – nur die Hälfte ergreift einfachste Schutzmaßnahmen

    17. Aug. 20215 Mins Lesezeit

    Schon vor Beginn der Corona-Pandemie war der digitale Wandel auf dem Vormarsch – die Pandemie beschleunigte allerdings die Integration von Digitalisierung im Alltag. Eine aktuelle, repräsentative Marktforschung von Helvetia Österreich zeigt: Trotz gelockerter Corona-Maßnahmen hat sich an den digitalen Gewohnheiten der Österreicherinnen und Österreichern wenig verändert. Nach wie vor ist die Nutzung digitaler Tools sehr beliebt, jedoch setzt nur die Hälfte der Befragten auf Cyberschutz wie sichere Passwörter und Antivirenschutz – obwohl ein Drittel bereits persönlich mit Internetbetrug in Berührung gekommen ist. Damit bleibt die Gefahr hoch, Cyberrisiken wie Hackerangriffen ausgesetzt zu sein.

    Inhaltsverzeichnis verbergen
    Jede/ jeder Dritte hat bereits unliebsame Cybercrime-Erfahrungen
    eMail und Surfen nach wie vor an der Spitze bei Internetnutzung
    Zu wenig Bewusstsein bei Cyberschutz-Maßnahmen
    Ein Drittel der Studienteilnehmer•innen kamen bereits mit Internetbetrug in Berührung
    Schutzverhalten muss nachgerüstet und verbessert werden


    Jede/ jeder Dritte hat bereits unliebsame Cybercrime-Erfahrungen

    Nach mittlerweile beinahe 1 1/2 Jahren seit Beginn der Pandemie haben sich das Angebot und der Einsatz virtueller Vernetzungsmöglichkeiten etabliert. Man kann durchaus sagen, dass sich eine hybride Form des täglichen Lebens entwickelt hat, und digitale Möglichkeiten als Ergänzung zu den klassischen Kommunikationskanälen verwendet werden – und das langfristig. Diesen Trend bestätigt eine aktuelle Studie von marketagent im Auftrag von Helvetia Österreich, die zwischen 25. und 29. Juni 2021 bei 500 Personen zwischen 14 und 75 Jahren erneut zum Thema »Cyberschutz« durchgeführt wurde, um Vergleichswerte zur Vorjahresumfrage [Umfragezeitrum 16. bis 20. April 2020] zu generieren. Weiterhin gibt ein Drittel der Befragten an, bereits mit Cybercrime in Kontakt gekommen zu sein.

    Jemand, der mit schwarzen Handschuhen auf einer Laptop-Tastatur tippt.(c) AdobeStock
    Cyberkriminelle machen auch in Pandemiezeiten keine Pause – ganz im Gegenteil, wird diese oftmals sogar bewusst ausgenutzt für diverse kriminelle Aktivitäten.

    eMail und Surfen nach wie vor an der Spitze bei Internetnutzung

    Das Bewegen im virtuellen Raum bedeutet nach wie vor für den Großteil der Befragten das Bearbeiten von eMails [91 Prozent, 2020: 94 Prozent] und das Surfen im Internet [91 Prozent, 2020: 90 Prozent], mehrmals pro Woche. Social Media erlebte durch die Pandemie einen großen Schub, 76 Prozent der Befragten verwenden Plattformen wie Facebook, Instagram oder TikTok mehrmals pro Woche [2020: 77 Prozent].

    Auch der Konsum von Nachrichtenportalen und -websites ist nach wie vor beliebt, wenn auch im Vergleich zum Pandemieausbruch um knapp zehn Prozent gesunken: Haben sich 2020 noch 73 Prozent mehrmals pro Woche Informationen über diese Kanäle geholt so waren es jetzt, ein Jahr später, nur noch 66 Prozent. Der Trend, mittels Videokonferenz-, Chat-Tools und –Apps, Kontakt mit den Liebsten zu halten, ist gleichbleibend hoch: Mehr als jede•r Zweite [56 Prozent, 2020: 57 Prozent] nutzt diese Werkzeuge regelmäßig.

    „Man erkennt, dass die Entwicklung, sich online miteinander zu verbinden, auch nach den Lockdowns und den Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus gleichbleibend hoch ist“, so Dr. Kaspar Hartmann, Vorstand Schaden-Unfall bei Helvetia Österreich.

    Zu wenig Bewusstsein bei Cyberschutz-Maßnahmen

    Obwohl das Bewusstsein für die Notwendigkeit von Schutzmaßnahmen gestiegen ist, wie beispielsweise das aktive Filtern von Spam-eMails oder vermehrte Vorsicht bei dubiosen Links [72 Prozent, 2020: 69 Prozent] sowie der kritische Umgang mit sensiblen Daten [60 Prozent, 2020: 58 Prozent], gibt es bei den Möglichkeiten, sich vor Internetgefahren zu schützen, noch Aufholbedarf. So setzen nur beispielsweise nur 51 Prozent der Befragten auf die Verwendung von sicheren Passwörtern – 2020 waren es 55 Prozent. Auch ein aktueller Antivirenschutz ist nur noch für knapp jede•n Zweite•n [49 Prozent, 2020: 51 Prozent] wichtig.

    Ein Drittel der Befragten [35 Prozent, 2020: 34 Prozent] gibt weiterhin an, sich durch Beschränkungen der Sicherheitseinstellungen bei Social Media-Accounts vor Cyberkriminalität zu schützen.

    Nur ein Viertel der Befragten [25 Prozent, 2020: 26 Prozent] nutzt hingegen VPN-Verschlüsselung in öffentlichen WLANs. Knapp vier Prozent verwenden gar keine Maßnahmen, um sich gegen Cybercrime zu wappnen. Und nur knapp drei Prozent der Befragten geben an, im Fall der Fälle auf eine Cyberversicherung zu bauen. 2020 war das zumindest noch ein Prozentpunkt mehr [4 Prozent].

    „Bei Cyberattacken kann es zu großen finanziellen Schäden kommen, das ist noch zu wenig im Bewusstsein der Menschen angekommen. Es ist mehr als ratsam, dass man – nicht nur als Firma – eine Cyberversicherung abschließt, um hier ein Sicherheitsnetz zu spannen“, so Hartmann.

    Ein Drittel der Studienteilnehmer•innen kamen bereits mit Internetbetrug in Berührung

    Mehr als 30 Prozent der Befragten geben an, dass sie oder jemand in ihrem näheren Umfeld bereits einer Form von Internetbetrug zum Opfer gefallen sind. Hier wurden Phishing Nachrichten [12 Prozent] am häufigsten genannt. Danach folgen versehentliche Schadsoftware-Downloads [5 Prozent], Cybererpressung und Cybermobbing [je 4 Prozent].

    „Das Problem ist, dass Cybergefahren erst dann wahrgenommen werden, wenn ein Schaden entsteht – da ist es aber oft schon zu spät. Es ist sehr sinnvoll, sich darüber Gedanken zu machen, wie man Daten präventiv schützen kann. Uns ist es wichtig, hier als Versicherer Sensibilisierung zu schaffen“, so Hartmann.

    Ein Mann mit Kapuze über dem Kopf vor einem Laptop und zwei großen Monitoren, Stichwort Cyberschutz.(c) AdobeStock
    Auch bei Cyberkriminalität gilt: schützen sie sich VOR einer möglichen Attacke, nicht erst danach.

    Schutzverhalten muss nachgerüstet und verbessert werden

    Die fortschreitende Digitalisierung in fast allen Lebensbereichen bietet für Cyberkriminelle immer mehr Möglichkeiten, erhebliche Schäden anzurichten. Neben diversen Aufklärungsangeboten hinsichtlich Cyberschutz sowie Digitalbildung gibt es die Möglichkeit einer Cyberversicherung, um finanziellen Schäden vorzubeugen.

    Für Privatkunden bieten Versicherungen wie beispielsweise Helvetia mit der „Helvetia Card Home Cyber“-Versicherung umfassenden Schutz mit Soforthilfe inkl. Kauf- und Kontoschutz. Diese Versicherungspaket ersetzt Schäden bis zu 3.000 Euro, wenn aufgrund von gefälschten eMails oder Homepages Bankkarten-Informationen weitergegeben und abgefragt werden oder Geld abgebucht wird. „Mit dem Cyberangebot antworten wir auf die aktuellen Trends und Bedürfnisse unserer Kundinnen und Kunden und können als Versicherer angesichts steigender Cyberkriminalität und wechselnder Herausforderungen im digitalen Bereich eine langfristige Perspektive und Sicherheit bieten“, so Hartmann.

    Für Unternehmen bietet Helvetia mit der „Helvetia Best Business Cyber-Versicherung“ ein umfassendes Cyber-Security-Management und Schutz bei Gewinnausfall, Unterstützung bei Datenschutzverletzungen sowie Absicherung von außerordentlichen, nicht kalkulierbaren Kosten. Ein Netzwerk bestehend aus IT-Security-Expertinnen und -Experten, PR-Beraterinnen und -Beratern, Rechtsberaterinnen und -beratern sowie Datenschutzspezialistinnen und –spezialisten steht im Falle eines Angriffs für das betroffene Unternehmen zur Verfügung.

    (Bilder: AdobeStock)

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    Thomas Kumhofer
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    Thomas Kumhofer denkt das Älterwerden seit über zehn Jahren neu. Als Kopf hinter „AlterNEUdenken“ schickt er den klassischen Ruhestand in Rente: Statt auf Häkeldeckchen und Couching setzt er auf Aktives Altern und neuronale Abenteuer. Mit Expertise und Neugier beweist er, dass die beste Zeit für neue Expeditionen – im Kopf oder auf der Weltkarte – genau jetzt ist.

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