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    Home»Körper & Geist»Das bedeutet „dermatologisch getestet“ auf Cremes und Co. wirklich
    (c) Pixabay.com

    Das bedeutet „dermatologisch getestet“ auf Cremes und Co. wirklich

    26. Okt. 20183 Mins Lesezeit

    Ob auf Creme Tuben, Make-up-Dosen oder Shampoo-Flaschen: Wer sich Verpackungen von Reinigungs- und Pflegeprodukten für Haut und Haar anschaut, stößt meist auch auf den Begriff „Hautverträglichkeit dermatologisch getestet“. Aber was bedeutet das genau? Werden alle Inhaltsstoffe auf Hautverträglichkeit geprüft? Wer beispielsweise eine empfindliche Haut hat oder unter Allergien leidet, sollte sich trotzdem auf keinen Fall allein auf diesen Hinweis verlassen.

     

    Dermatologisch getestet – Achtung bei empfindlicher Haut
    Der Finger einer Frau, die sich Creme auf die Haut schmiert, Stichwort dermatologisch getestet. (c) Pixabay.com
    Allergiker sollten auch ganz genau auf die Inhaltsstoffe von Cremen, Salben, & Co. achten.

    Die Kennzeichnung „dermatologisch getestet“ darf grundsätzlich wörtlich genommen werden. Gemäß der EU-Kosmetikverordnung müssen nämlich alle Aussagen auf Kosmetikverpackungen belegbar sein. Der Begriff besagt ganz klar, dass das Produkt in Anwesenheit eines Dermatologen, also Hautmediziners, auf Hautverträglichkeit getestet wurde. Der Hinweis bedeutet allerdings nicht automatisch, dass die jeweilige Creme besonders gut für zu Allergien neigenden Menschen geeignet ist.

    Wer also eine empfindliche Haut hat und ihre Unverträglichkeiten kennt, sollte stets auf die Inhaltsstoffe achten, die detailliert auf der Verpackung angegeben sein müssen – unabhängig von Kennzeichnungen wie „dermatologisch“ oder „klinisch getestet“. Und auf das Siegel der Europäischen Stiftung für Allergieforschung (ECARF) achten. Es zeichnet unter anderem Allergiker freundliche Cremes, Shampoos und Kosmetik aus. Die Produkte werden von unabhängigen Wissenschaftlern anhand festgelegter Kriterien bewertet.

    Zusätzlich ist es empfehlenswert, einen Hautarzt zu fragen, sollte man unsicher sein. Er/ sie kennt mögliche Allergien und kann die Patienten entsprechend aufklären.

    Neue Cremes selbst „testen“

    Darüber hinaus ist es empfehlenswert und sinnvoll, neue Produkte zunächst nur auf einer kleinen Stelle auf der Haut zu testen. Ideal eignet sich dazu die Haut am Ellenbogen. Einfach neue Creme anwenden und drei bis vier Tage abwarten. Diese Vorgehensweise empfiehlt sich vor allem dann, wenn man in der Vergangenheit schon mal einen sogenannten Kontaktallergie – eine allergische Reaktion der Haut, die sich durch Rötung, Juckreiz und Schwellung äußern kann – hatte. Das zeigt sich zumeist 24 bis 72 Stunden nach Kontakt mit dem Allergen. In diesem Fall sollte man das Mittel absetzen und sich mit seinem Hautarzt beraten.

    Testreihen zur Qualitätssicherung
    (c) SGS Institut Fresenius/ jkp Jens Kaiser
    „Dermatologisch getestet“ bedeutet, dass die Produkte wissenschaftlich untersucht wurden.

    Wertvoll ist die Aussage „dermatologisch getestet“ auf den Verpackungen aber dennoch. Die Kennzeichnung „beweist“ sozusagen, dass der Hersteller Wert auf Qualität seiner Produkte legt und diese durch wissenschaftlich kontrollierte Tests sicherstellen möchte. Dass Kosmetik- und Pflegeprodukte im Rahmen der gesetzlich vorgeschriebenen Sicherheitsbewertung in allen Phasen der Entwicklung umfassend getestet werden, ist zudem für alle Hersteller obligatorisch. Innerhalb der sogenannten GMP-Richtlinie (Good Manufacturing Practice) wird auch die Herstellung von Wirkstoffen weltweit geregelt. Spezielle Hautlabore wie etwa SGS Institut Fresenius führen dazu nach strengen wissenschaftlichen Vorgaben Laboruntersuchungen, Probandenstudien und Wirksamkeitstests durch.

    (Bilder (v.o.n.u.): Pixabay.com (2x), SGS Institut Fresenius/ jkp Jens Kaiser)

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    Thomas Kumhofer
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    Thomas Kumhofer denkt das Älterwerden seit über zehn Jahren neu. Als Kopf hinter „AlterNEUdenken“ schickt er den klassischen Ruhestand in Rente: Statt auf Häkeldeckchen und Couching setzt er auf Aktives Altern und neuronale Abenteuer. Mit Expertise und Neugier beweist er, dass die beste Zeit für neue Expeditionen – im Kopf oder auf der Weltkarte – genau jetzt ist.

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