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    Home»Kunterbunt»Worauf man [vor Weihnachten] beim Online-Shoppen besonders achten muss: Betrug erkennen und vermeiden
    Von oben: ein Tisch, an dem eine Person im Weihnachtskostüm an einem Laptop sitzt und seine Kreditkartendetails eingibt; um den Laptop liegen Weihnachtsgeschenke am Tisch. (c) AdobeStock

    Worauf man [vor Weihnachten] beim Online-Shoppen besonders achten muss: Betrug erkennen und vermeiden

    10. Nov. 20255 Mins Lesezeit

    Die Wochen vor Weihnachten gehören zu den intensivsten Online-Shopping-Phasen des Jahres. Während viele Menschen bequem von zu Hause aus Geschenke für Familie und Freunde bestellen, sind leider auch Betrüger in Höchstform.

    Geschenkeflut, Zahlungsstau und Sonderangebote bieten ideale Angriffspunkte für Kriminelle, die es auf ihre Daten und ihr Geld abgesehen haben. Die Methoden der Kriminellen werden dabei immer raffinierter: von gefälschten Online-Shops mit manipulierten Angeboten über Markenfälschungen bis zu Fake-Paketbenachrichtigungen. Wer jetzt online einkauft, sollte daher ganz genau hinsehen, bevor er•sie auf „Jetzt kaufen“ klickt. Die folgenden Hinweise zeigen, worauf es ankommt, um sicher und stressfrei durch die digitale Geschenke-Saison zu kommen.

    Inhaltsverzeichnis verbergen
    Die Identität des Shops prüfen
    Preise realistisch einschätzen
    Sichere Zahlungsmethoden wählen
    Auf sichere Verbindung achten
    Vorsicht bei Gutscheinen und Tickets
    Produktfälschungen erkennen
    Versand- und Lieferangaben prüfen
    Vorsicht bei Phishing rund um Bestellungen
    Handeln sie sofort, wenn ihnen etwas verdächtig vorkommt
    Fazit


    Die Identität des Shops prüfen

    Gerade rund um Weihnachten schießen scheinbar besonders attraktive Shops aus dem Boden, die zum Teil mit enormen Rabatten locken. Viele davon existieren jedoch nur, um Zahlungsdaten abzugreifen oder Bestellungen zu kassieren, die nie ankommen.

    Um seriöse Anbieter von Betrügern zu unterscheiden, helfen ein paar einfache Prüfschritte:

    • Impressum und Kontaktangaben
    Ein echter Online-Shop weist ein vollständiges Impressum auf, inklusive vollständiger Adresse, Name eines Verantwortlichen und gültiger Kontaktinformationen. Fehlen diese Angaben oder wirken sie offensichtlich erfunden, sollte man auf jeden Fall Abstand von diesem Shop nehmen.

    • Domain und URL
    Eine ungewöhnliche Domain-Endung [zum Beispiel fakeshop.xyz oder .top], Schreibfehler im Namen oder verwendete Sonderzeichen sind häufig ein Warnsignal. Auch Shops, die erst seit wenigen Wochen existieren, sind oft kritisch.

    • Bewertungen und Erfahrungsberichte
    Suchen sie mit Hilfe einer Suchmaschine oder Plattformen wie Trustpilot außerhalb der Shopseite nach Bewertungen. Vorsicht vor Shops, die ausschließlich übertrieben positive, aber inhaltsarme Bewertungen haben. Gütesiegel wie beispielsweise »Trusted Shops« bieten zusätzliche Orientierung.

    Die Hände einer Frau, die eine Kreditkarte hält und die Daten in einem Laptop eingibt; davor ein kleiner Einkaufswagen mit drei kleinen Päckchen, Stichwort Online-Shop.(c) AdobeStock
    Vor jedem Kauf im Internet sollten sie prüfen, ob es sich um einen „seriösen“ Shop handelt, bei dem sie kaufen möchten.

    Preise realistisch einschätzen

    Extrem niedrige Preise sind besonders in der Weihnachtszeit verlockend. Doch wenn ein Produkt anderswo 120 Euro kostet und ein unbekannter Shop es für 29 Euro anbietet, handelt es sich meist nicht um ein Weihnachtswunder, sondern um einen typischen Lockversuch.

    Merke
    Wenn ein Angebot »zu gut« erscheint, stimmt häufig etwas nicht. Betrüger nutzen die Konsumstimmung in der Vorweihnachtszeit, um ihre gefälschten Schnäppchen besonders attraktiv wirken zu lassen. Daher: Bei vermeintlich unschlagbaren Angeboten lieber zweimal hinschauen.

    Sichere Zahlungsmethoden wählen

    Bei der Bezahlung trennt sich schnell ein seriöser Anbieter von einem zweifelhaften.

    Grundregeln:

    • Niemals per Vorkasse an unbekannte Shops zahlen
    Überweisungen können später kaum rückgängig gemacht werden.

    • Bezahlen per Kreditkarte oder seriösem Zahlungsdienstleister
    Kreditkarteninstitute oder Anbieter wie PayPal bieten Käuferschutz. Wenn die Ware nicht geliefert wird oder ein Betrug vermutet wird, hat man gute Chancen, das Geld zurückzubekommen.

    • Vorsicht bei unbekannten Zahlungsdiensten
    Wenn ein Händler nur eine einzige, obskure Zahlungsmethode anbietet, ist das ein ernstes Warnsignal.

    Auf sichere Verbindung achten

    Eine verschlüsselte Verbindung [https:// vor der Internetadresse] ist heute Standard. Fehlt dieses »https«, sollte man auf keinen Fall persönliche Daten oder Zahlungsinformationen eingeben.
    Achtung: Auch gefälschte Shops können https verwenden. Eine sichere Verbindung allein reicht also nicht, sie ist aber immer eine Grundvoraussetzung.

    Vorsicht bei Gutscheinen und Tickets

    Gerade in der Weihnachtszeit sind Gutscheine und Konzerttickets besonders beliebt – und werden deshalb häufig von Betrügern ins Visier genommen. Kaufen sie Gutscheine und/ oder Tickets ausschließlich bei offiziellen Anbietern oder bekannten Plattformen. Bei Privatverkäufen, etwa über Kleinanzeigen oder Social Media, besteht ein hohes Risiko für Fälschungen oder ungültige Codes.

    Produktfälschungen erkennen

    Vor Weihnachten suchen viele nach Markenartikeln zu guten Preisen. Genau das nutzen Fälscher aus. Bei besonders beliebten Produkten wie Parfums, Sneaker, Modeaccessoires, Elektronik oder Spielzeug tauchen verstärkt täuschend echte Fälschungen auf.

    Hinweise auf Plagiate:

    • Produktbilder wirken standardisiert oder extrem künstlich
    • Der Preis weicht stark von dem offizieller Händler ab
    • Die Beschreibung enthält Fehler oder Übersetzungsprobleme
    • Der Händler hat keinerlei Historie und verkauft ausschließlich Markenprodukte zu Niedrigpreisen

    Versand- und Lieferangaben prüfen

    Stress mit verspäteten Lieferungen ist vor Weihnachten besonders ärgerlich. Unseriöse Shops versprechen schnellen Versand, liefern aber nicht oder verschicken gefälschte Tracking-Nummern.

    So beugt man vor:

    • Hinweise auf realistische Lieferzeiten beachten
    • Erfahrungsberichte zur Versandgeschwindigkeit suchen
    • Prüfen, ob der Versand weltweit erfolgt und ob versteckte Gebühren auftauchen

    Vorsicht bei Phishing rund um Bestellungen

    Betrüger versenden häufig gefälschte E-Mails oder SMS, die echten Marken täuschend ähnlich sehen. Öffnen sie keine Links oder Anhänge von unbekannten Absendern und prüfen sie bei URLs immer die genaue Schreibweise. Eine kurze Google-Suche hilft oft bei der Einschätzung der Echtheit. Im Zweifel wenden sie sich direkt an den offiziellen Anbieter.

    Typische Maschen dabei sind:

    • angebliche Zustellprobleme
    • gefälschte Paketdienst-Benachrichtigungen
    • Aufforderungen, „Daten zu bestätigen“
    • gefälschte Support-Mitteilungen von bekannten Shops

    Grundregel
    Nicht auf Links in verdächtigen E-Mails klicken. Lieber direkt die Website des Paketdiensts aufrufen und die dortige Sendungsverfolgung nutzen.

    Grafik: An einem Haken wird ein Zettel mit eMail und Passwort aus einem Briefkuvert gezogen, Stichwort Phishing.(c) AdobeStock
    Online-Betrüger haben es sehr oft auf Daten wie eMail-Adressen und Passwörter abgesehen, mit denen sie dann in weiterer Folge teils enormen Schaden anrichten.

    Handeln sie sofort, wenn ihnen etwas verdächtig vorkommt

    Kontaktieren sie im Fall des Falles umgehend ihre Bank bzw. ihren Zahlungsanbieter oder wenden sie sich gleich direkt an die Polizei – schnelles Handeln kann größeren Schaden verhindern.

    Fazit

    Die Vorweihnachtszeit ist eine besonders aktive Phase für Online-Betrüger. Mit einem wachsamen Blick, realistischen Erwartungen und ein paar einfachen Sicherheitsregeln lässt sich jedoch vermeiden, in ihre Fallen zu tappen. Wer Shops sorgfältig prüft, sichere Zahlungsarten nutzt und sich nicht von übertriebenen Schnäppchen blenden lässt, kann entspannt und sicher online einkaufen – und sich am Ende über rechtzeitig eingetroffene, echte Geschenke freuen.


    (Bilder: AdobeStock)

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    Thomas Kumhofer
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    Thomas Kumhofer denkt das Älterwerden seit über zehn Jahren neu. Als Kopf hinter „AlterNEUdenken“ schickt er den klassischen Ruhestand in Rente: Statt auf Häkeldeckchen und Couching setzt er auf Aktives Altern und neuronale Abenteuer. Mit Expertise und Neugier beweist er, dass die beste Zeit für neue Expeditionen – im Kopf oder auf der Weltkarte – genau jetzt ist.

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