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    Home»Kunterbunt»Vermögenserhalt im Alter: Diese Fehler sollten sie vermeiden!
    Ein älterer Mann, der einer älteren Frau einen Kuss auf die Wange gibt. (c) Unsplash.com

    Vermögenserhalt im Alter: Diese Fehler sollten sie vermeiden!

    14. Mai 20216 Mins Lesezeit

    Die Rente oder der Ruhestand ist eine Zeit, auf die sich viele Arbeitnehmer•innen freuen und täglich darauf hinarbeiten. Dabei sollten idealerweise keine Sorgen mehr um das gute Geld bestehen, denn man hat bereits ein Leben lang für diesen Ruhestand gearbeitet, Stichwort Vermögenserhalt. Doch die gesetzlichen Renten sind oft nicht ausreichend, um im Alter gut zu leben und vor allem zu überleben. Dazu sind dann zusätzliche Absicherungen nötig.

    Doch wenn man sich nicht mit finanziellen Themen auskennt, kann es schwer werden, richtig in die Altersvorsorge zu investieren. Es gibt unzählige Möglichkeiten Geld zu investieren. Welche sich jedoch lohnt, kann nur im Einzelfall geklärt werden. Ob sie für die Rente in Pennystocks mit Potential investieren oder ihr Geld doch lieber in Gold anlegen, hängt von den Bedingungen ab und auch vom eigenen Geschmack. In diesem Beitrag erfahren sie, welche Fehler es beim Vermögenserhalt im Alter zu vermeiden gilt.

    Inhaltsverzeichnis verbergen
    Sparen bringt nichts ohne zusätzliche Investitionen
    Wie viel Geld ist im Alter noch da und regelmäßig zur Verfügung?
    Unnötige Ausgaben reduzieren
    In was investiert werden soll
    Die eigenen Interessen berücksichtigen
    In mehrere Assets investieren


    Sparen bringt nichts ohne zusätzliche Investitionen

    Die meisten Menschen fühlen sich finanziell sicher und haben ihr Geld noch auf klassischen Sparkonten. Diese  klassischen Sparbücher oder Girokonten werden häufig vor allem von älteren Menschen verwendet, denn sie trauen oft neuen Angeboten nicht und haben Angst vor neuartigen Investitionsmöglichkeiten. Deshalb lassen sie ihr erspartes Geld lieber auf einem dieser Konten liegen und denken es sei sicher bzw. vermehrt sich von selbst.

    Doch das stimmt nicht, denn mittlerweile gibt es keine Zinsen mehr. Im Gegenteil verlangen die Banken sogar Gebühren für das Konto, ohne Zinsen zu geben. Deshalb verliert das Geld nach und nach an Wert. Es handelt sich also um eine negative Geldanlage. Es würde sogar mehr Sinn ergeben, das Geld abzuheben und im Garten zu vergraben, denn dort kostet es keine monatliche Gebühr. Seien sie also vorsichtig, wenn sie ihr Geld nur auf einem gewöhnlichen Konto liegen haben.

    Wie viel Geld ist im Alter noch da und regelmäßig zur Verfügung?

    Zuallererst sollten sie genau wissen, wie viel Geld sie im Alter zur Verfügung haben. Dieses Budget muss dann mit den Ausgaben gegengerechnet werden. So kann ganz schnell erkannt werden, wie viel Geld für zusätzliche Vermögenserhaltungen zur Verfügung steht. Wenn dabei ein negativer Betrag herauskommt, dann sollten sie an ihrem Lebensstil einige Dinge herunterfahren und auf teure Dinge verzichten.

    Auf keinen Fall sollte Geld investiert werden, dass sie nicht haben. Das ist einer der schlimmsten Fehler, die sie machen können, weil am Ende mehr verloren wird als gewonnen. Meist ist schon vor Rentenantritt klar, wie viel Rente ausgezahlt wird. Dies ist eine optimale Basis, um zu berechnen, welcher Betrag für Investitionen übrig bleibt.

    Eine Geldbörse, aus der Geldscheine schauen, Stichwort Vermögenserhalt.(c) Pixabay.com
    Wenn sie investieren möchten, schauen sie sich ganz genau an, wie viel Geld sie dafür übrig haben.

    Unnötige Ausgaben reduzieren

    Es gibt sehr viele Verträge, Abos, Versicherungen und andere Leistungen, die man sich über ein ganzes Arbeitsleben hin anhäuft. Zu Rentenbeginn sollte deshalb genau überprüft werden, welche dies sind. Eine komplette Auflistung hilft dann dabei, diejenigen auszumisten, die nicht mehr benötigt werden. Das kann im Alter durchaus eine Menge sein.

    Wenn diese dann gekündigt werden, wird ein relativ großer Betrag frei, der dann zum Vermögenserhalt im Alter genutzt werden kann. Außerdem gibt es für Rentner•innen auch bestimmte günstigere Angebote in all diesen Kategorien. Eine Auflistung ist die Basis dafür, denn anhand dieser kann genau gesehen werden, welche Dinge wegfallen können und für welche Punkte es günstigere Alternativen gibt.

    Die meisten Arbeitnehmer•innen haben zusätzlich eine Reihe an Versicherungen, die dem Arbeitsplatz dienen, und folglich im Alter nicht mehr benötigt werden. Hier sollten sie auf jeden Fall gründlich ausmisten.

    In was investiert werden soll

    Die Möglichkeiten der Vermögenserhaltung im Alter sind sehr umfangreich und für jede Interessentin bzw. für jeden Interessenten findet sich die passende Option. Die Frage ist nur, welche Option für wen die beste ist. Generell gilt es den Fehler zu vermeiden, etwas zu kaufen, von dem sie keine Ahnung haben.

    Finanzprodukte müssen demnach zuerst verstanden werden, bevor man in sie investiert. Diese Regel sollte wirklich von jeder und jedem beachtet werden, ansonsten kann es zu sehr großen finanziellen Verlusten führen.

    Wenn sie schon wissen, dass es Aktien oder doch Bitcoins sein sollen, dann ist dies umso besser. Wenn sie sich nicht auskennen ist dies auch kein Problem, denn es gibt ausreichend Finanzexperten, die sie gerne beraten und ihnen die Produkte genauer erklären.

    Die eigenen Interessen berücksichtigen

    Jeder Mensch interessiert sich für andere Themen – und genauso ist es auch in der Finanzwelt. Sie sollten nicht in Dinge investieren, die sie über Bekannte erfahren haben, sondern immer nur in Dinge, die sie ihren persönlichen Zielen näher bringen.

    Es ist daher empfehlenswert sich zuerst Gedanken darum zu machen, was genau das Ziel des Vermögenserhalts im Alter ist und wie sie das erreichen wollen. Idealerweise legen sie sich einen Plan zurecht, der auch auf Papier gemacht wird. So haben sie auch schon eine gute Grundlage, um später mit einer bzw. einem Finanzberater•in darüber zu sprechen.

    Die Hand eines Mannes, der einen Taschenrechner hält.(c) Pixabay.com
    Wer hinsichtlich möglicher Investitionen Informationen benötigt, sollte sich an eine•n Finanzberater•in wenden.

    In mehrere Assets investieren

    Ein weiterer großer Fehler, der allerdings nicht nur in Bezug auf den Vermögenserhalt im Alter gemacht wird, ist der der einseitigen Investition. Das bedeutet, dass viele Menschen auf ein Finanzprodukt setzen, das ihnen gefällt oder das sie verstehen. Dies ist jedoch ganz sicher der falsche Weg, denn ein Finanzprodukt kann auch immer an Wert verlieren. Wenn sie zum Beispiel in ein Haus investieren, dann ist es sicher, dass dieses in Zukunft keinen Cent an Wert verlieren wird. Wenn sie jedoch in ein Finanzprodukt investieren, kann es immer zum Absturz kommen.

    Mit ein wenig Pech geht ein bestimmtes Unternehmen Pleite und ihr ganzes Geld ist somit auch weg. Aus diesem Grund sollte ein ganzes Portfolio genutzt werden, sodass das investierte Geld auf mehrere Kanäle verteilt ist. Wenn jetzt eines der Investitionsobjekte einbricht oder gar nichts mehr wert ist, dann ist dies weniger schlimm. Die anderen Produkte werden sie in diesem Fall auffangen.

    Der Vermögenserhalt im Alter ist auf keinen Fall eine sichere Sache. Dies muss Investoren immer bewusst sein, denn selbst die sicherste Anlage ist nicht zu hundert Prozent sicher. Wer jedoch die oben genannten Fehler, so gut es geht, vermeidet, der kann sich guten Gewissens auf das Alter freuen. Der Erhalt des eigenen Vermögens ist zudem etwas, das nicht über Nacht passiert. Es bedarf einer intensiven Einarbeitung in das Thema, um sinnvolle Anlagemöglichkeiten zu finden. Dann müssen diese Möglichkeiten geprüft werden und eine Finanzfachfrau oder ein Finanzfachmann zurate gezogen werden, die/ der einem sagt, ob die geplanten Investitionen sinnvoll sind oder nicht.

    (Bilder: Unsplash.com, Pixabay.com (2x))

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    Thomas Kumhofer
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    Thomas Kumhofer denkt das Älterwerden seit über zehn Jahren neu. Als Kopf hinter „AlterNEUdenken“ schickt er den klassischen Ruhestand in Rente: Statt auf Häkeldeckchen und Couching setzt er auf Aktives Altern und neuronale Abenteuer. Mit Expertise und Neugier beweist er, dass die beste Zeit für neue Expeditionen – im Kopf oder auf der Weltkarte – genau jetzt ist.

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