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    Home»Körper & Geist»gesunde Ernährung»Planung ist das halbe Leben: Lebensmittelverschwendung vermeiden
    Nudeln, die mit einer Gabel von einem Teller in den Müll geschoben werden. (c) AdobeStock

    Planung ist das halbe Leben: Lebensmittelverschwendung vermeiden

    24. Sep. 20214 Mins Lesezeit

    Vergangenes Jahr haben die Vereinten Nationen den 29. September zum Internationalen Tag gegen Lebensmittelverschwendung erklärt. Denn Nahrungsmittel, die im Müll landen, sind ein weitreichendes Problem: Alleine in Österreich werden jährlich bis zu 521.000 Tonnen an genießbaren Lebensmitteln und damit bis zu 800 Euro pro Haushalt entsorgt*. In der EU sind es nach Schätzungen rund 88 Millionen Tonnen Lebensmittel, die jedes Jahr in den Abfall wandern**. Die iglo-Trendstudie unter 1.000 Befragten ist der Frage nachgegangen, welche Strategien die Österreicherinnen und Österreicher verfolgen, um Lebensmittelabfälle zu vermeiden, und welche Lebensmittel am häufigsten in den Müll wandern.

    Inhaltsverzeichnis verbergen
    Lebensmittelverschwendung: Viele setzen Maßnahmen, viele schmeißen weg
    Planung ist das halbe Leben
    Stichwort Mindesthaltbarkeitsdatum
    Einfrieren und Einkochen vor allem unter Älteren und am Land gebräuchlich
    Tiefkühlprodukte verringern Lebensmittelverschwendung nachweislich
    Service: Über die iglo-Trendstudie | Quellenangaben


    Lebensmittelverschwendung: Viele setzen Maßnahmen, viele schmeißen weg

    Fakt ist, die Österreicherinnen und Österreicher haben ein hohes Bewusstsein, was das Thema anbelangt: Beinahe jede bzw. jeder [98 Prozent] gibt an, Maßnahmen zu setzen, um die Verschwendung von Nahrungsmitteln zu vermeiden. Gleichzeit sagen 7 von 10, in den letzten drei Monaten Lebensmittel weggeworfen zu haben. Im Abfall landeten allen voran Brot und Gebäck [40 Prozent], Obst [34 Prozent] sowie Gemüse [24 Prozent]. Aber auch Milch- [21 Prozent] und Wurstprodukte [18 Prozent] finden nicht selten den Weg in den Müll. Selten weggeworfen werden hingegen Tiefkühlprodukte und Fertiggerichte [je 3 Prozent] sowie Fisch [4 Prozent], Eier [7 Prozent] und Fleisch und Mehlspeisen [je 8 Prozent].

    Lebensmittel im Müll, Stichwort Lebensmittelverschwendung.(c) AdobeStock
    Fast drei Viertel der Befragen geben an, in den letzten drei Monaten Lebensmittel weggeworfen zu haben.

    Planung ist das halbe Leben

    Gefragt nach den Maßnahmen, die gesetzt werden, zeigt sich, dass Herr und Frau Österreicher sich bemühen, besser zu planen. Denn wer weiß, was zu Hause auf Lager bzw. im Kühlschrank ist, oder nur kauft, was wirklich benötigt wird, hat bereits wertvolle Schritte in die richtige Richtung gesetzt. 72 Prozent verschaffen sich daher regelmäßig einen Überblick darüber, welche Lebensmittel sie auf Vorrat haben. Mehr als die Hälfte [58 Prozent] geht noch einen Schritt weiter und versucht durch das Erstellen von Einkaufslisten nur die Lebensmittel zu kaufen, die notwendig sind. Ein knappes Viertel [23 Prozent] plant noch konkreter und erstellt Speisepläne, damit klar ist, welche Lebensmittel gebraucht werden.

    Stichwort Mindesthaltbarkeitsdatum

    Oft und heiß diskutiert ist das Mindesthaltbarkeitsdatum [MHD]. Wie die Studie zeigt, verwenden 73 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher Lebensmittel auch nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums, so sie noch in Ordnung sind. 44 Prozent kaufen sogar bewusst reduzierte Ware, bei der das MHD bald erreicht ist, damit die Lebensmittel nicht weggeworfen werden. Ein Viertel verwendet gleich Tiefkühlprodukte, da diese von vornherein länger haltbar sind.

    Das unterstreicht auch Markus Fahrnberger-Schweizer, Geschäftsführer von iglo Österreich: „Nicht nur die längere Haltbarkeit, sondern auch die Portionierbarkeit ist eine wesentliche Eigenschaft von Tiefkühlprodukten. Dadurch ist es einfacher, Lebensmittelabfälle zu verringern, denn ich kann entnehmen, was ich gerade brauche – Reste gibt es in dem Sinn nicht.“

    Einfrieren und Einkochen vor allem unter Älteren und am Land gebräuchlich

    Wer Lebensmittel länger haltbar machen will, kann sie auch selbst einfrieren, einkochen oder einlegen. Immerhin 56 Prozent der Befragten geben an, diesen Weg zu gehen. Überdurchschnittlich weit verbreitet ist die Praxis unter Pensionistinnen und Pensionisten [76 Prozent] und in ländlichen Gegenden [64 Prozent].

    Tiefkühlprodukte verringern Lebensmittelverschwendung nachweislich

    Dass die Verwendung von Tiefkühlprodukten Lebensmittelabfälle nachweislich reduzieren kann, zeigt eine Studie der Universität für Bodenkultur Wien und GfK***. So wurden in den teilnehmenden Haushalten 9,6 Prozent der gekauften frischen Lebensmittel weggeworfen, aber nur 1,6 Prozent der gekauften tiefgekühlten Lebensmittel – heißt beinahe das 6-fache wurde durch die Verwendung von tiefgekühlten Nahrungsmitteln eingespart.

    In absoluten Zahlen ausgedrückt bedeutet das: pro Jahr wurden insgesamt 37,48 kg frische Lebensmittel weggeworfen, aber nur 6,46 kg tiefgefrorene Lebensmittel. Am wenigsten wurden jene tiefgefrorenen Lebensmittel weggeworfen, die als Bestandteile von Mahlzeiten verwendet werden können, wie zum Beispiel frisches Gemüse.

    Eine Frau mit Mund-Nasen-Schutz vor einem Tiefkühlregal in einem Supermarkt.(c) AdobeStock
    Studien zeigen, dass tiefgefrorene Lebensmittel am wenigsten weggeworfen werden.

    Service: Über die iglo-Trendstudie | Quellenangaben

    Für die iglo-Trendstudie hat Integral Markt- und Meinungsforschung im März 2021 für iglo Österreich 1.000 Österreicherinnen und Österreicher von 18 bis 69 Jahren online repräsentativ für diese Zielgruppe befragt.

    *WWF-Broschüre „Lebensmittelverschwendung in Östereichischen Haushalten“, hier abrufbar [zuletzt abgerufen am 16. September 2021]

    **Presseraum der Europäischen Kommission „Häufig gestellte Fragen: Weniger Lebensmittelverschwendung in der EU“ [zuletzt abgerufen am 16. September 2021]

    ***Wayne Martindale, Walter Schiebel, (2017) „The impact of food preservation on food waste“, BritishFood Journal, Vol. 119 Issue: 12, pp.2510-2518

    (Bilder: AdobeStock)

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    Thomas Kumhofer
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    Thomas Kumhofer denkt das Älterwerden seit über zehn Jahren neu. Als Kopf hinter „AlterNEUdenken“ schickt er den klassischen Ruhestand in Rente: Statt auf Häkeldeckchen und Couching setzt er auf Aktives Altern und neuronale Abenteuer. Mit Expertise und Neugier beweist er, dass die beste Zeit für neue Expeditionen – im Kopf oder auf der Weltkarte – genau jetzt ist.

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