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    Home»Kunterbunt»Der »heilige Gral« des Alterns – den Alterungsprozess verlangsamen
    Das Gesicht eines älteren Mannes mit Vollbart, der durch seine Finger schaut. (c) AdobeStock

    Der »heilige Gral« des Alterns – den Alterungsprozess verlangsamen

    10. Feb. 20235 Mins Lesezeit

    Sie werden jetzt nicht wirklich überrascht sein, wenn wir sagen: „Das Altern an sich gehört zum Lauf des Lebens dazu.“ Sobald wir das Licht der Welt erblicken, altern wir. Zugegeben, bis wir sozusagen „ausgewachsen“ sind Mitte unserer 20er Jahre hat das Altern eine andere Bedeutung als nach der viel zitierten »Midlife-Crisis«. Denn je älter man wird, desto bewusster nimmt man das eigene Alter wahr. Es gibt zwar nicht den berühmten »heiligen Gral« oder »ewigen Jungbrunnen«, der den Alterungsprozess stoppen könnte, allerdings können sie diesen Prozess verlangsamen, wenn sie die folgenden Tipps beherzigen und ihr Leben anpassen.

    Inhaltsverzeichnis verbergen
    Das Leben in vollen Zügen »stressfrei« genießen
    Regelmäßige Bewegung wirkt [auch] dem Alterungsprozess entgegen
    Lesen, Spielen und Hobbys nachgehen
    Ein gesunder Schlaf ist wichtig
    Mit dem Alter ändern sich [auch] die Bedürfnisse
    Stress- und angstfrei leben


    Das Leben in vollen Zügen »stressfrei« genießen

    Der Mensch ist ein Gewohnheitstier – und je älter Menschen werden, desto wichtiger werden Gewohnheiten wie beispielsweise ein regelmäßiger Tagesablauf. Das bedeutet aber nicht, dass sie jeden Tag zur gleichen Zeit die gleichen Tätigkeiten ausführen müssen. Viel wichtiger ist, dass sie [fast] immer zur gleichen Zeit

    • aufstehen
    • essen
    • und schlafen gehen

    Haben sie erst einmal ihren »persönlichen und individuellen Rhythmus« gefunden, können sie davon nur profitieren. Sie leben dadurch nämlich stressfreier und können sich die restliche Zeit des Tages beliebig einteilen, ohne dabei Stress zu verspüren. Und je weniger Stress sie während des Tages haben, desto besser für Körper und Geist. Das bedeutet im Umkehrschluss aber nicht, dass sie sich gar nicht mehr belasten dürfen. Denn positiver Stress fördert sogar die Gesundheit – und zwar nicht nur auf körperlicher, sondern auch auf geistiger Ebene.

    Regelmäßige und vor allem auch ausgewogene Mahlzeiten sorgen dafür, dass ihr Blutzucker konstant bleibt und ausreichend viele Vitamine, Eiweißbausteine, Mineralien und Nährstoffe aufgenommen werden. Achten sie daher auf eine möglichst gesunde Ernährung, kochen sie selber und essen sie nach Möglichkeit keine Fertigprodukte, wenn sie ihren Alterungsprozess verlangsamen möchten. Essen sie stattdessen viel Gemüse, nicht zu viel Obst und viele Nüsse. Wenn sie sich hinsichtlich ihrer Ernährung nicht sicher sind, lassen sie sich von ihrer Hausärztin bzw. ihrem Hausarzt beraten, wie sie sich persönlich auch hinsichtlich etwaiger Krankheiten besonders gesund ernähren können.

    Eine ältere Frau, die mit einer Hand eine Creme im Gesicht aufträgt und mit der anderen einen Spiegel hält.(c) AdobeStock
    Um den natürlichen Alterungsprozess ein wenig zu verlangsamen, helfen Routinen, gesunde Ernährung und Bewegung – diverse Cremen können dabei zumindest nicht sonderlich schaden… ;)

    Regelmäßige Bewegung wirkt [auch] dem Alterungsprozess entgegen

    Keine Angst, sie müssen auf keinen Fall Leistungssport betreiben, wenn sie die natürliche Alterung möglichst lange herauszögern möchten. Finden sie am besten in allen Lebenslagen einen gesunden Mittelweg, egal ob bei der Bewegung, Ernährung, Schlafdauer oder der Pflege sozialer Kontakte.

    Sie kennen sich selbst am besten, wie leistungsfähig sie sind. Sie können regelmäßig bis an die Grenze der Belastbarkeit gehen, sollten diese aber nicht überschreiten. Glücksgefühle – wie sie eben auch beim Sport entstehen – steigern das Immunsystem und somit die Gesundheit. Unternehmen sie daher alles, was ihnen Freude bereitet und Kraft gibt. Sie brauchen sich nicht zu schonen, es sei denn, sie leiden unter einer Erkrankung, wegen der sie sich einschränken müssen. Ein Haustier, wie zum Beispiel ein Hund, sorgt nicht nur bei älteren Menschen für ausreichend Bewegung, sondern kann auch neue soziale Kontakte vermitteln.

    Ältere Menschen, die fit und gesund sind, können viele Jahre davon profitieren, wenn sie sich einen Hund anschaffen. Dieser muss verantwortungsvoll gehalten werden, sorgt aber zugleich für einen regelmäßigen Tagesablauf. Hunde schätzen es sehr, wenn die täglichen Spaziergänge stets zur gleichen Zeit erfolgen, ebenso wie genau eingehaltene Fütterzeiten.

    Lesen, Spielen und Hobbys nachgehen

    Im Berufsleben haben die meisten Menschen in der Regel viel zu wenig Zeit, ihren Hobbys nachgehen zu können. Im Alter ist es viel einfacher, Hobbys zu haben, die zeitaufwendig sind. Sie sollten den Tag über immer wieder auch Tätigkeiten nachgehen, die ihnen nicht nur Freude bereiten, sondern auch das Selbstwertgefühl steigern. Lesen sie viel, damit die Gehirntätigkeit gesteigert wird. Mithilfe von Gesellschaftsspielen können sie nicht nur die Kontakte zu Freunden und Bekannten aufrechterhalten, sondern auch das Gedächtnis und die Motorik trainieren. Diese positiven Effekte haben Spiele nicht nur auf kleine Kinder, sondern auf Menschen aller Altersklassen.

    Ein gesunder Schlaf ist wichtig

    Damit sich ihr Körper nach jedem Tag wieder regenerieren kann, ist ein gesunder Schlaf von entscheidender Wichtigkeit. Die notwendige Zellerneuerung kann nur erfolgen, wenn während der nächtlichen Schlafphase ausreichend viele Wachstumshormone ausgeschüttet werden. Die Wachstumshormone stärken das Immunsystem, unterstützen die Hirnleistung und die Wundheilung und sind für die natürliche Zellerneuerung unerlässlich. Wie beim gesunden Essen auch, ist Schlaf nur dann gesund, wenn er regelmäßig und nicht zu lange erfolgt. Eine Schlafphase zwischen sechs bis acht Stunden gilt für ältere Menschen als absolut ausreichend. Als aktiver Mensch sind sie keinesfalls bettlägerig, daher sollten sie täglich zur gewohnten Zeit aufstehen und am Abend ins Bett gehen.

    Mit dem Alter ändern sich [auch] die Bedürfnisse

    Ihre Bedürfnisse im täglichen Leben verändern sich, wenn sie älter werden. Denken sie daher frühzeitig darüber nach, ob sie häusliche Veränderungen durchführen sollten, damit sie auch im zunehmenden Alter noch uneingeschränkt im häuslichen Bereich leben können. Sind die Kinder erst einmal aus dem Haus, können einige Lebensbereiche problemlos umgebaut werden.

    Aus dem ehemaligen Kinderzimmer kann zum Beispiel ein kleiner, häuslicher Fitnessbereich werden. Im Bad können Veränderungen nicht nur optisch positiv sein, sondern auch die persönliche Sicherheit steigern. Im Alter ist es nicht mehr so einfach, in eine Badewanne zu steigen oder ohne Schwierigkeiten herauszukommen. Eine Dusche kann bis ins hohe Alter fast selbsttätig genutzt werden, wenn sie mit Griffen und einer Sitzgelegenheit ausgestattet ist.

    Ein älterer Mann mit Tablet neben einem Kind; beide schauen ins Tablet.(c) AdobeStock
    „Langsamer“ Altern heißt auch, im Kopf „jung“ zu bleiben.

    Stress- und angstfrei leben

    Viele Menschen verlangsamen den Alterungsprozess, weil sie stress- und angstfrei leben. Diesen Effekt können sie durch kleine Umbauten im eigenen Lebensbereich erreichen, wenn sie sich danach in ihren eigenen vier Wänden noch viel entspannter und wohler fühlen können. Altersgerecht wohnen bietet viel Sicherheit und Ruhe.

    (Bilder: AdobeStock)

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    Thomas Kumhofer
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    Thomas Kumhofer denkt das Älterwerden seit über zehn Jahren neu. Als Kopf hinter „AlterNEUdenken“ schickt er den klassischen Ruhestand in Rente: Statt auf Häkeldeckchen und Couching setzt er auf Aktives Altern und neuronale Abenteuer. Mit Expertise und Neugier beweist er, dass die beste Zeit für neue Expeditionen – im Kopf oder auf der Weltkarte – genau jetzt ist.

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