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    Home»Freizeit & Reise»Wohnen»Diakonie für neue Wohn- und Lebenskonzepte im Alter
    (c) Pixabay.com

    Diakonie für neue Wohn- und Lebenskonzepte im Alter

    23. Mai 20173 Mins Lesezeit

    Die Ansprüche im Pflegebereich haben sich über die Jahre deutlich verändert, nicht zuletzt dank einer gestiegenen Lebenserwartung. Diese Veränderungen beantwortet die Sozialpolitik allerdings immer noch mit Lebenskonzepten aus dem vorigen Jahrhundert. Wer aber über Pflege spricht, darf zu Alltag und Wohnen nicht schweigen. „Wir haben uns dringend gesellschaftspolitisch darüber zu unterhalten, wie wir die Gesellschaft des langen Lebens gut gestalten wollen – und wie wir ein Altern in Würde sichern können,“ fordert beispielsweise die Diakonie.

    Neue Lebenskonzepte bringen neue Ansprüche
    Eine alte Frau mit den Händen auf den Schultern einer anderen alten Frau, Stichwort Lebenskonzepte. (c) Pixabay.com
    Die Gesellschaft verändert sich, Ansprüche sind andere, die Konzepte allerdings immer noch die Gleichen wie vor 25 Jahren.

    Die Gesellschaft verändert sich und auch die Ansprüche alter Menschen. Sie sind individueller und heterogener geworden. Mittlerweile leben in Pflegeheimen zunehmend Menschen mit fortgeschrittener Demenz und die Betreuungssituationen am Lebensende verdichten sich.

    Diese veränderten Ansprüche beantwortet unsere Gesellschaft aber immer noch mit Konzepten, die teilweise mehr als 25 Jahre alt sind. Das Pflegegeld wurde 1993 eingeführt, Pflegeheimstruktur und bauliche Konzepte der meisten Häuser stammen aus den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Keine andere Personengruppe würde sich einen so trägen Wandel bzw. eine so verzögerte Anpassung der Angebote an aktuelle Bedürfnisse gefallen lassen. Alte pflegebedürftige Menschen sind die einzige Personengruppe, die noch in derart großen Institutionen und Sonderwohnformen leben muss.

    Internationale Beispiele gibt es dazu ja bereits zahlreich: Quartiersentwicklung, sozialräumliche Herangehensweisen, ambulant betreute Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz, Umbau bestehender Pflegeheime, Community Care, etc.

    Cure & Care
    (c) Pixabay.com
    Die Pflege allein darf nicht isoliert betrachtet werden. Es braucht integrative Konzepte, die vor allem die geänderten Lebensumstände mit berücksichtigt.

    Es braucht neue Wohnkonzepte für Menschen mit hohem Pflegebedarf. Wohnen, das ins Gemeinwesen integriert ist, das alltags- und  bürgernäher organisiert ist. Deswegen ist die Kernfrage, bevor wir über Pflege reden, wie kann ich Grätzel, Sozialraum und Wohnformen etablieren, damit ältere Menschen auch mit Behinderung oder Demenz dort leben können. Die Pflege, die dazu nötig ist, ist eine zusätzliche Dienstleistung. Und natürlich gehören Pflegeheime als hochspezialisierte Einrichtungen auch weiterhin zu den Angeboten dazu. Aber eben mit zeitgemäßen Konzepten und ausreichenden Ressourcen, um diesem hoch professionellen Auftrag und Anspruch auch mit der gebotenen Qualität nachkommen zu können.

    Dabei muss auch der Blick auf die derzeit sehr unterschiedliche Ressourcenausstattung von „stationärer Altenarbeit“ in den Bundesländern gerichtet werden.

    „Wir müssen uns von der isolierten Pflege verabschieden und einen größeren Blick auf die Bedürfnisse älterer Menschen werfen – nicht nur aus medizinisch-pflegerischer (Cure), sondern aus allgemein sorgender Sicht (Care). In Zukunft geht es darum, „Cure“ und „Care“ zu verbinden. Denn Alter darf nicht weiter am Rand bleiben. Alter gehört in die Mitte der Gesellschaft“, verlangt die Diakonie.

    Wir unterstützen das voll inhaltlich!

    (Bilder: Pixabay.com)

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    Thomas Kumhofer
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    Thomas Kumhofer denkt das Älterwerden seit über zehn Jahren neu. Als Kopf hinter „AlterNEUdenken“ schickt er den klassischen Ruhestand in Rente: Statt auf Häkeldeckchen und Couching setzt er auf Aktives Altern und neuronale Abenteuer. Mit Expertise und Neugier beweist er, dass die beste Zeit für neue Expeditionen – im Kopf oder auf der Weltkarte – genau jetzt ist.

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