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    Home»Studien»Herzinsuffizienz: neue Studiendaten zu Therapie und Prävention
    Grafik: ein rotes Herz, darüber hellblaue Linien der Schlagfrequenz. (c) Pixabay.com

    Herzinsuffizienz: neue Studiendaten zu Therapie und Prävention

    2. Okt. 20194 Mins Read

    In Österreich leiden bis zu 300.000 Menschen an einer chronischen Herzschwäche. Es handelt sich dabei um eine chronische, stetig voranschreitende Erkrankung mit der Gefahr akuter Episoden. Das tatsächliche Risiko wird dabei oftmals falsch eingeschätzt. So sind die 5-Jahres-Überlebensstatistiken bei Herzinsuffizienz schlechter als bei vielen Krebsarten. Neue Studiendaten eines bereits etablierten Diabetes-mellitus-Medikaments zeigen nun nicht nur verringerte Sterblichkeitsraten, sondern sogar Erkrankungsvorbeugung hinsichtlich Herzinsuffizienz.

    Inhaltsverzeichnis verbergen
    Herzinsuffizienz ist lebensbedrohlich und wird stark unterschätzt
    Studiendaten belegen Senkung der Sterblichkeit und Präventiveffekt
    Referenzen


    Herzinsuffizienz ist lebensbedrohlich und wird stark unterschätzt

    Herzinsuffizienz ist eine lebensbedrohliche Erkrankung, bei der das Herz nicht mehr in der Lage ist, den Körper ausreichend mit Blut zu versorgen (i). Die Hälfte der betroffenen Patienten verstirbt innerhalb von fünf Jahren nach Diagnose (ii, iii, iv). Damit ist Herzinsuffizienz so „bösartig“ wie einige der häufigsten Krebsarten bei Männern – Prostata- und Blasenkrebs – und bei Frauen – Brustkrebs – (v). Mehr noch: Sie ist sogar die Hauptursache für Spitalseinweisungen von Menschen über 65 Jahren und stellt damit neben der individuellen – auch – eine sehr starke ökonomische Belastung dar (vi).

    Jedes Jahr entwickeln zwei bis drei von 1.000 Menschen eine Herzinsuffizienz. Dabei steigt die Häufigkeit mit dem Alter an, was durch die zunehmende Lebenserwartung zusätzlich begünstigt wird (vii, viii). In Österreich sind rund 250.000 bis 300.000 Personen von einer Herzinsuffizienz betroffen (ix).

    Neue Studiendaten zeigen Erfolge bei Therapie und Prävention von Herzinsuffizienz. (c) Pixabay.com
    Ein gesundes menschliches Herz pumpt je nach Anstrengung bis zu 25 Liter Blut/ Minute durch unseren Körper. Bei einer Herzinsuffizienz kann das Herz nicht mehr die vom Körper benötigte Menge Blut fördern.

    Studiendaten belegen Senkung der Sterblichkeit und Präventiveffekt

    Im Rahmen des Europäischen Kardiologen-Kongresses (European Society of Cardiology/ ESC) in Paris, Frankreich, wurden Anfang September 2019 detaillierte Studienergebnisse präsentiert. Die Kernaussage: Herzinsuffizienz kann künftig besser therapiert werden und auch Maßnahmen zur Vorbeugung können mit der richtigen Medikation getroffen werden.

    „Der untersuchte Wirkstoff ist derzeit als wichtiger Bestandteil zur Behandlung von Typ-2 Diabetes in Österreich im Einsatz. Diese brandneuen Daten weisen darauf hin, dass er zukünftig eine wichtige Rolle in Zusammenhang mit Herzinsuffizienz bei Patienten mit Typ-2 Diabetes einnehmen kann!“, betont Assoz.-Prof. Priv.-Doz. Dr. Yvonne Winhofer-Stöckl von der Univ.-Klinik für Innere Medizin III, Abteilung für Endokrinologie und Stoffwechsel an der MedUni Wien und Erste Sekretärin der Österreichischen Diabetesgesellschaft (ÖDG).

    Auch Peter P. Hopfinger von „Diabetes Austria – Initiative Soforthilfe für Menschen mit Diabetes“ unterstreicht diesen Meilenstein aus der Forschung und beleuchtet aus der Sicht des Diabetes-Patienten: „Die aktuelle Therapie des Diabetes dreht sich schon lange nicht mehr rein um die Blutzuckersenkung. Nach und nach rücken die mit Diabetes mellitus assoziierten Folgeerkrankungen in den Vordergrund, die nicht nur enorme Belastungen für Betroffene, sondern auch für das Gesundheitssystem darstellen.

    Die Aussicht, dass eine Therapie das Risiko, an einer Herzinsuffizienz zu erkranken, senken bzw. die Verschlechterung der Herzinsuffizienz hinauszögern und die damit verbundenen Todesfälle verhindern kann, ist eine überaus positive. Damit ermöglicht man Diabetes-Patienten ein neues Level an Lebensqualität und ein selbstbestimmtes Leben trotz ihrer chronischen Erkrankung!“

    Referenzen

    (i.) Mayo Clinic. Heart failure; 2017. Verfügbar unter: https://www.mayoclinic.org/diseasesconditions/heart-failure/symptoms-causes/syc-20373142.

    (ii.) Vos T et al. Global, regional, and national incidence, prevalence, and years lived with disability for 328 diseases and injuries for 195 countries, 1990–2016: A systematic analysis for the Global Burden of Disease Study 2016. The Lancet 2017; 390(10100):1211–59.

    (iii.) Mozaffarian D et al. Heart Disease and Stroke Statistics-2016 Update: A Report From the American Heart Association. Circulation. 2016 Jan 26;133(4):e38-360 und Centers for Disease Control and Prevention (CDC), US-Gesundheitsministerium: https://www.cdc.gov/dhdsp/data_statistics/fact_sheets/fs_heart_failure.htm.

    (iv.) Bhuiyan, Taslima, and Mathew S Maurer. Heart Failure with Preserved Ejection Fraction: Persistent Diagnosis, Therapeutic Enigma. Current cardiovascular risk reports. 2011; 440-449. doi:10.1007/s12170-011-0184-2.

    (v.) Mamas M. A. et al. Do patients have worse outcomes in heart failure than in cancer? A primary care-based cohort study with 10-year follow-up in Scotland. European Journal of Heart Failure, 2017; 19(9), 1095-1104. https://doi.org/10.1002/ejhf.822.

    (vi.) Azad, N., & Lemay, G. Management of chronic heart failure in the older population. Journal of Geriatric Cardiology 2014; 11(4), 329-37.

    (vii.) Cowie und Zaphirou 2002.

    (viii.) Herzinsuffizienz als zentrale Herausforderung, Universum Innere Medizin 03/14; Seite 30–31

    (ix.) „Information für Ärztinnen & Ärzte zum Thema Herzinsuffizienz“ bzw. „Gut leben mit Herzschwäche!“, Hauptverband der Österreichischen Sozialversicherungsträger

    Über AstraZeneca

    AstraZeneca ist ein globales, forschungsorientiertes biopharmazeutisches Unternehmen. Der besondere Fokus bei AstraZeneca ist auf die Behandlung kardiovaskulärer, metabolischer, respiratorischer, inflammatorischer, onkologischer und neurologischer Erkrankungen, sowie Autoimmunerkrankungen gerichtet.
    Nähere Informationen finden Sie unter www.astrazeneca.com.

    (Bilder: Pixabay.com)

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    Thomas Kumhofer
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    Thomas Kumhofer denkt das Älterwerden seit über zehn Jahren neu. Als Kopf hinter „AlterNEUdenken“ schickt er den klassischen Ruhestand in Rente: Statt auf Häkeldeckchen und Couching setzt er auf Aktives Altern und neuronale Abenteuer. Mit Expertise und Neugier beweist er, dass die beste Zeit für neue Expeditionen – im Kopf oder auf der Weltkarte – genau jetzt ist.

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