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    Home»Studien»Studie zeigt: Covid-19 erhöht Risiko für Gürtelrose um 15 Prozent
    Redner•innen bei der PK zum Thema Covid-19 erhöht Risiko für Gürtelrose. (c) GlaxoSmithKline Pharma GmbH/ APA-Fotoservice/ Krisztian Juhasz

    Studie zeigt: Covid-19 erhöht Risiko für Gürtelrose um 15 Prozent

    16. Nov. 20224 Mins Lesezeit

    Rund 5,4 Millionen Österreicherinnen und Österreicher haben bisher eine Covid-19-Erkrankung durchgemacht oder sind aktuell erkrankt. In den letzten beiden Jahren mehrten sich die Hinweise, dass Personen, die an Covid-19 erkrankt waren, in der Folge ein höheres Risiko für Gürtelrose hatten bzw. vermehrt daran erkrankten. Als möglicher Grund gilt die durch Sars-CoV2- induzierte Abnahme der Immunfunktionen.

    In einer groß angelegten Studie* aus den USA wurde dieser Zusammenhang nun untersucht. Den Ergebnissen zufolge war das Risiko, an Gürtelrose zu erkranken, bei Personen mit einer Covid-19 Diagnose um 15 Prozent erhöht. Das Risiko, an einer Gürtelrose zu erkranken, war dabei für Frauen höher als für Männer. Die Risikoerhöhung galt für die ersten sechs Monate nach der Diagnose − mehr als die Hälfte der Fälle trat jedoch bereits innerhalb der ersten Woche nach Diagnosestellung auf. Nach sechs Monaten glich sich das Risiko dem der nicht Erkrankten wieder an.

    Inhaltsverzeichnis verbergen
    Gürtelrose-Virus kann bei geschwächtem Immunsystem leichter reaktivieren
    Schwerer Covid-19 Verlauf erhöht das Risiko für Gürtelrose sogar um 21 Prozent
    Frauen und ältere Personen ab 65 Jahren überproportional gefährdet
    Gürtelrose meist mit starken Schmerzen verbunden
    Fast 20.000 Spitalstage durch Gürtelrose
    Empfehlung im Österreichischen Impfplan
    Informationskampagne soll Bewusstsein schaffen
    Service


    Gürtelrose-Virus kann bei geschwächtem Immunsystem leichter reaktivieren

    Univ.-Prof. Dr. Alexander Zoufaly, Leiter des Tropeninstituts 1060 Wien und Universitätsprofessor für Infektiologie, Tropenmedizin und globale Gesundheit an der Sigmund Freud Universität, Wien: „Wenn das Immunsystem geschwächt ist, hat das Virus, das Gürtelrose auslöst, gewissermaßen ein leichtes Spiel. Nahezu alle Österreicherinnen und Österreicher tragen nach einer Feuchtblattern-Infektion im Kindesalter das sogenannte Varizella-Zoster-Virus in sich. Und wenn die Abwehrkräfte nachlassen, kann das Virus wieder aktiv werden und so zur meist sehr schmerzhaften Gürtelrose führen.“

    Schwerer Covid-19 Verlauf erhöht das Risiko für Gürtelrose sogar um 21 Prozent

    Die Studie rund um Bhavsar, die auf Daten von fast zwei Millionen US-Amerikaner•innen beruht, bei denen Covid-19 diagnostiziert wurde, zeigt außerdem, dass schwere Covid-19-Verläufe mit Krankenhausaufenthalten dieses Risiko sogar noch weiter in die Höhe treiben: Bei hospitalisierten Covid-19 -Patient•innen steigt das Risiko einer Gürtelrose-Erkrankung den Ergebnissen zufolge sogar um 21 Prozent.

    Dr. Alexander Zoufaly im Rahmen einer PK zum Thema Covid-19 erhöht Risiko für Gürtelrose.(c) GlaxoSmithKline Pharma GmbH/ APA-Fotoservice/ Krisztian Juhasz
    Dr. Zoufaly informiert über das erhöhte Risiko nach einer Covid-19 Infektion an Gürtelrose zu erkranken.

    Frauen und ältere Personen ab 65 Jahren überproportional gefährdet

    Bestätigt wurden in dieser Studie die Unterschiede zwischen den Geschlechtern und bestimmten Altersgruppen: Frauen erwiesen sich als stärker gefährdet als Männer, Personen über 65 Jahren waren anfälliger als 50-64-Jährige.

    „Das sind besorgniserregende Daten“, so Zoufaly. „Gürtelrose zählt zu den häufigsten Erkrankungen im Erwachsenenalter. Fast alle Erwachsenen – nämlich über 99 Prozent der über 50-jährigen – sind mit dem Varizella-Zoster-Virus infiziert. Und eine von drei Personen erkrankt im Lauf des Lebens auch an Herpes Zoster. Wenn dieser Wert durch die Corona-Pandemie nun noch gesteigert wird, sollten die Alarmglocken schrillen.“

    Gürtelrose meist mit starken Schmerzen verbunden

    „Gürtelrose verursacht“, führt Infektiologe Zoufaly weiter aus, „immerhin bei bis zu 30 Prozent der Betroffenen die gefürchtete Post-Zoster-Neuralgie, die mit starken, teils irreversiblen Schmerzen verbunden ist. Untersuchungen zufolge, zählen diese Schmerzen zu den stärksten in der Humanmedizin.“

    Fast 20.000 Spitalstage durch Gürtelrose

    Auf Basis der Herpes Zoster-Fallzahlen in Deutschland geht man in Österreich von etwa 40.000 Erkrankungen pro Jahr aus. Laut Krankenhausdaten von Statistik Austria wurden im Jahr 2019 über 2.400 Patient•innen stationär mit einer Hauptdiagnose aus dem ICD B02 [Herpes Zoster] behandelt. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer betrug zirka 8,3 Tage. Somit verursacht Gürtelrose grob gerechnet fast 20.000 Spitalstage.

    Empfehlung im Österreichischen Impfplan

    Vor diesem Hintergrund empfiehlt Experte Zoufaly vor allem Menschen über 50 und Personen aus Risikogruppen bereits ab 18 Jahren mit ihrer•m betreuenden Ärztin•Arzt über einen Schutz zu sprechen. Dabei verweist er auf den österreichischen Impfplan, in dem die Impfung für alle Erwachsenen ab 50 Jahren und für Personen mit besonders hohem Risiko für Gürtelrose bereits ab 18 Jahren empfohlen ist.

    Bildschirm mit Touchpoints der Infokampagne gegen Gürtelrose.(c) GlaxoSmithKline Pharma GmbH/ APA-Fotoservice/ Krisztian Juhasz
    Mit zahlreichen Touchpoints versucht die Informationskampagne zu Gürtelrose so viele Menschen wir möglich zu erreichen.

    Informationskampagne soll Bewusstsein schaffen

    Bewusstsein in der Bevölkerung zu schaffen, versucht die Informationskampagne „Gürtelrose-Info.at – Impfen schützt“. Zentrale Plattform ist die Website www.guertelrose-info.at . Ergänzend werden Fakten über Medienkooperationen, eine Facebook-Seite, verschiedene Aktionen und nicht zuletzt eine Podcast-Serie mit Radio- und TV-Moderatorin Martina Rupp transportiert, die sich aufgrund ihrer eigenen Krankheitsgeschichte für die Kampagne engagiert.

    Service

    *Die Originalstudie von Bhavsar et al., 2022, können sie HIER nachlesen bzw. als Pdf downloaden.

    (Bilder: GlaxoSmithKline Pharma GmbH/ APA-Fotoservice/ Krisztian Juhasz)

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    Thomas Kumhofer
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    Thomas Kumhofer denkt das Älterwerden seit über zehn Jahren neu. Als Kopf hinter „AlterNEUdenken“ schickt er den klassischen Ruhestand in Rente: Statt auf Häkeldeckchen und Couching setzt er auf Aktives Altern und neuronale Abenteuer. Mit Expertise und Neugier beweist er, dass die beste Zeit für neue Expeditionen – im Kopf oder auf der Weltkarte – genau jetzt ist.

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