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    Home»Studien»Stille Nacht, Vanillekipferl & Co. – die liebsten Weihnachtstraditionen
    Vanillekipferl. (c) Pixabay.com

    Stille Nacht, Vanillekipferl & Co. – die liebsten Weihnachtstraditionen

    6. Dez. 20196 Mins Lesezeit

    Wenn die Tage kürzer und die Nächte dunkler werden, Glitzer, Glanz und Lichter Geschäfte, Straßen und Häuser erfüllen und ein Hauch von Zimt, Vanille und Maroni in der Luft liegt, wird eines klar: Sie ist wieder da, die Weihnachtszeit – und mit ihr auch eine Vielzahl an Traditionen. Da wird dekoriert und gebacken, verpackt und beschenkt, gesungen und aufgeputzt. Doch welche Traditionen in Advents- und Weihnachtszeit sind hierzulande besonders beliebt? Wie zelebrieren Herr und Frau Österreicher den Advent und das Weihnachtsfest?

    Diesen Fragen ist das digitale Markt- und Meinungsforschungsinstitut Marketagent in einer repräsentativen Studie* nachgegangen. Vom liebsten Adventkalender über das stimmungsvollste Weihnachtslied bis hin zum Weihnachtsessen schlechthin – diese Weihnachtstraditionen bringen die Augen der Österreicher*innen zum Funkeln.

    Inhaltsverzeichnis verbergen
    Vorfreude auf den Heiligen Abend
    Diese Weihnachtstraditionen stehen – nach wie vor – hoch im Kurs
    Musik liegt in der Luft
    Oh Tannenbaum
    Eine schöne Bescherung
    Service


    Vorfreude auf den Heiligen Abend

    Alle Jahre wieder beginnt spätestens mit dem 1. Advent die Zeit voller Lichter, glitzender Kugeln und gefüllter Keksdosen, voller Überraschungen und knisternder Vorfreude – zumindest für all jene unter uns, bei denen mit dem Beginn der Weihnachtszeit nicht auch der „innere Grinch“ zum Vorschein kommt.

    Die deutliche Mehrheit der Österreicher*innen ist allerdings ohnehin eher Weihnachtsfan (64%) als –muffel. Vor allem bei Frauen (68%) und den 14- bis 29-Jährigen (70%) schlägt das Herz beim Gedanken an die bevorstehenden Weihnachtsfeierlichkeiten höher. Was dabei für Herrn und Frau Österreicher nicht fehlen darf, sind Traditionen – und davon gibt es in der Weihnachtszeit jede Menge.

    Eine Frau in weihnachtlich gestimmter Umgebung, die vor Freude ihre Arme hebt und nach oben schaut. (c) Pixabay.com
    Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude – ein Spruch, der vor allem auch für die Adventzeit gilt, schlägt doch das Herz beim Gedanken an den nahende Heiligen Abend bei vielen von uns ganz automatisch höher :)

    Diese Weihnachtstraditionen stehen – nach wie vor – hoch im Kurs

    Für das richtige Weihnachts-Feeling in den eigenen vier Wänden wollen knapp 8 von 10 nicht auf die passende Deko verzichten, bei 62% gehört auch eine Krippe dazu. In Familien mit Kindern wird sogar von 84% geschmückt und dekoriert.

    Stimmungsvoll wird es bei mehr als 7 von 10 Befragten auch durch einen gekauften oder sogar selbst gebundenen Adventkranz.

    Ab dem 1. Dezember öffnen zwei Drittel der Österreicher Tag für Tag ein Türchen am Adventkalender und versüßen sich damit im wahrsten Sinne des Wortes die Adventszeit, denn – wie könnte es anders sein – der mit Abstand häufigste Inhalt ist Schokolade (66%).

    Köstlich wird der Advent auch durch andere Leckereien: Weihnachtskekse gehören für mehr als 9 von 10 dazu, egal ob selbst gebacken, geschenkt oder gekauft. Vor allem Frauen (63%) schwingen gerne selbst Nudelholz und Keksausstecher für die selbstgemachte Weihnachtsbäckerei. Dabei ist der Favorit unter den Weihnachtskeksen ein Klassiker: das Vanillekipferl (65%).

    Kleine Naschereien gibt es auch noch am 6. Dezember: Knapp 6 von 10 Haushalten stattet der Nikolaus einen Besuch ab – unter jenen mit Kindern bis zu 10 Jahren beschenkt er sogar über 80%. Dabei bringt er meist ganz traditionell Nüsse, Mandarinen und Schokolade (77%). 

    „Die Augen der Kinder zum Leuchten zu bringen ist ein wichtiges Motiv für das Pflegen von Weihnachtstraditionen. Und auch der Glaube ans Christkind ist für die Österreicher eine schöne Sache, die von 88% unterstützt wird,“ erklärt Thomas Schwabl, Geschäftsführer von Marketagent.

    Musik liegt in der Luft

    Natürlich darf im Zusammenhang mit Weihnachtstraditionen ein wichtiger Bestandteil der Weihnachtszeit nicht unerwähnt bleiben: die Weihnachtslieder. Diese gehören für den Großteil der Befragten zu Advent und Weihnachten dazu – nur 15% versuchen, „Jingle Bells“, „Oh Tannenbaum“ und Co. bewusst zu entgehen.

    Im Gegensatz dazu besitzen 4 von 10 Österreichern sogar eigene Weihnachts-CDs und Playlists. Allgemein akzeptiert sind Weihnachtslieder sowohl zuhause als auch in Radio oder Geschäften – laut zwei Drittel der Befragten übrigens ab dem 1. Advent.

    Interessant dabei: Der Klassiker „Last Christmas“ spaltet nämlich die Gemüter: Er ist sowohl das beliebteste als auch zugleich das nervigste nicht-deutschsprachige Weihnachtslied. Für 64% ist hingegen klar: Am schönsten und besinnlichsten ist es immer noch mit den Klängen von „Stille Nacht, Heilige Nacht„.

    Oh Tannenbaum

    Pflicht ist für mehr als 8 von 10 der Feiernden auf jeden Fall auch der Christbaum. 43 Euro werden für den Nadelbaum der Wahl im Durchschnitt ausgegeben. Glitzernd und festlich kommt dann der Aufputz daher: Glanzvoller Schmuck mit Kugeln und Schleifen (72%) in den Farben Rot (45%), Gold (44%) und Silber (33%) ist die am meisten bevorzugte Deko.

    Doch auch süßer Christbaumbehang in Form von verschiedenen Leckereien erfreut sich durchaus großer Beliebtheit, vor allem bei den Männern (41%).

    Licht und Kerzenschein setzt den Christbaum abschließend richtig in Szene, wobei die herkömmliche Wachskerze mittlerweile von zwei Drittel der Befragten durch elektrische Beleuchtung ersetzt wird.

    Weihnachtstraditionen – ein geschmückter Weihnachtsbaum. (c) Pixabay.com
    Für die meisten von uns gehört ein festlich geschmückter Weihnachtsbaum einfach dazu.

    Eine schöne Bescherung

    Ist der 24. Dezember dann endlich da, putzen die Österreicher*innen nicht nur den Christbaum auf, sondern auch sich selbst heraus. Mehr als zwei Drittel machen sich für die Weihnachtsfeierlichkeiten gerne schick.

    Das Weihnachtsessen, das später verspeist wird, hat auch meist Tradition. Bei knapp 8 von 10 Befragten kommt alle Jahre wieder dasselbe Menü auf den Tisch – oder es wird zwischen wenigen Gerichten abgewechselt. Zu den Klassikern zählen Raclette, Kalte Platte, Fisch, Fondue und Würstel bzw. Würstelsuppe, wobei es hier große regionale Unterschiede gibt.

    Beginnt dann die tatsächliche Bescherung, gehört ein stimmungsvolles Ambiente durch Lichter an Christbaum (51%) und Adventkranz (50%) sowie durch Weihnachtslieder (45%) dazu. „Weihnachtskekse (55%) und die obligatorischen Familienfotos (45%) dürfen in vielen Haushalten ebenfalls nicht fehlen. Übrigens wird die Bescherung bei 43% der Befragten noch vom traditionellen Glöckchen angekündigt“, beschreibt Lisa Patek, Marketingleiterin von Marketagent, die typische Weihnachtsfeier weiter.

    Das Wichtigste aber ist das Geschenkeauspacken, das für mehr als 7 von 10 absolut unerlässlich ist. Dabei treten die eigentlichen Wurzeln des Weihnachtsfestes für viele Menschen schon mal in den Hintergrund. Denn ein traditioneller Kirchenbesuch gehört nur für ein Drittel dazu. Interessant ist, dass der größte Anteil der Kirchengänger mit 44% unter den 14- bis 29-Jährigen zu finden ist. Auch regionale Unterschiede sind zu finden: In den westlichen und südlichen Bundesländern ist der Anteil deutlich höher als in Ostösterreich.

    Insgesamt zeigen die Ergebnisse: Bei Weihnachtstraditionen wird dem Großteil der Österreicher*innen warm ums Herz, darunter vor allem den Frauen und auch den jüngeren Generationen, die die Bräuche weitertragen. Ganz besonders für Kinder soll der Zauber von Weihnachten aufrechterhalten und bewahrt werden.

    In diesem Sinn: eine schöne Vor-Weihnachtszeit!

    Service

    *Im Rahmen der Studie wurden mittels CAWI | Marketagent.com Online Access Panel im Zeitraum 25.10.2019 – 30.10.2019 repräsentativ für die Österreichische Bevölkerung insgesamt 502 Personen im Alter zwischen 14 und 69 Jahren befragt.

    (Bilder: Pixabay.com)

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    Thomas Kumhofer
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    Thomas Kumhofer denkt das Älterwerden seit über zehn Jahren neu. Als Kopf hinter „AlterNEUdenken“ schickt er den klassischen Ruhestand in Rente: Statt auf Häkeldeckchen und Couching setzt er auf Aktives Altern und neuronale Abenteuer. Mit Expertise und Neugier beweist er, dass die beste Zeit für neue Expeditionen – im Kopf oder auf der Weltkarte – genau jetzt ist.

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