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    Home»Körper & Geist»SENaktiv – Sicher im Alter bewegen»Unfälle im Haushalt: Seniorinnen und Senioren besonders betroffen
    Ein alter Mann liegt auf dem Teppich, daneben kniet seine Frau, die seine Hand hält und Hilfe ruft. (c) AdobeStock

    Unfälle im Haushalt: Seniorinnen und Senioren besonders betroffen

    16. Feb. 20234 Mins Lesezeit

    Mehr als 200.000 Menschen über 65 Jahre haben jedes Jahr in Österreich zu Hause einen Unfall. Dabei ist festzustellen, dass mit zunehmendem Alter die Gefahr, einen Unfall zu erleiden, steigt. Unfälle im Haushalt im eigenen Haus bzw. in der eigenen Wohnung zählen zu den häufigsten. Oftmaliger Grund dafür: Die eigenen vier Wände sind nicht bzw. nur unzureichend altersgerecht gestaltet. Wir haben daher hier für sie ein paar einfach umzusetzende Tipps, wie sie ihr zu Hause sicherer machen können.

    Inhaltsverzeichnis verbergen
    Die häufigsten Auslöser für Unfälle im Haushalt
    Durch Präventionsmaßnahmen sind Unfälle sehr gut vermeidbar
    Tipps gegen Unfälle von Seniorinnen und Senioren


    Die häufigsten Auslöser für Unfälle im Haushalt

    Teppichkanten, Haustiere, lose Kabel – das sind die drei häufigsten Unfallauslöser und Stolperfallen für Seniorinnen und Senioren. Mit zunehmendem Alter steigt die Gefahr, einen Unfall zu erleiden. In Österreich verletzen sich pro Jahr mehr als 200.000 Menschen über 65 Jahre so schwer, dass sie im Spital behandelt werden müssen. Das sind mehr als 500 Seniorinnen und Senioren jeden Tag!

    Beinahe die Hälfte all dieser Unfälle ereignet sich in den eigenen vier Wänden. „Gerade banale Unfallursachen werden leider sehr oft nicht beachtet und unterschätzt. Entsprechend ist zu beobachten, dass nur wenige ältere Menschen ihre Wohnung bzw. ihr Haus tatsächlich altersgerecht umgestalten“, erläutern Expertinnen und Experten der KFV-Unfallforschung im Bereich Sport- und Freizeitprävention [Kuratorium für Verkehrssicherheit].

    Ein älterer Mann, der über eine Treppe gestürzt ist, Stichwort Unfälle im Haushalt.(c) AdobeStock
    Jedes Jahr verunfallen über 200.000 Österreicherinnen und Österreicher zu Hause so schwer, dass sie in einem Krankenhaus behandelt werden müssen.

    Durch Präventionsmaßnahmen sind Unfälle sehr gut vermeidbar

    Nach wie vor ist die vorsorgliche Sicherung der eigenen vier Wände für Seniorinnen und Senioren nicht allerorts auf der Agenda. Der Grund hierfür liegt darin, dass eine Vorsorge hinsichtlich Sicherheit auf ein mögliches Passiv-Werden im Alter verweist. „Zu einer wirklichen Auseinandersetzung mit der Thematik kommt es in der Regel erst im Zusammenhang mit Leidenserfahrungen, sprich meist erst, nachdem etwas passiert ist„, so die Unfallforscher•innen des KFV. Dabei hat jeder Unfall seine ganz spezifischen Ursachen – und ist daher in der Regel auch vermeidbar.

    So könnten zum Beispiel ein paar technische Verbesserungen und Achtsamkeit auch bei täglichen Routinearbeiten schon viele Unfälle im Vorfeld verhindern. So helfen zum Beispiel Leuchtstreifen oder Lampen, die mittels Bewegungsmelder aktiviert werden, Stufen gut erkennbar zu machen – auch wenn man selbst vielleicht nicht mehr so gut sieht. Aber neben diversen baulichen Maßnahmen ist auch die körperliche Fitness von entscheidender Bedeutung. Ausreichend Bewegung und regelmäßiger Sport sowie Gleichgewichtsübungen können Unfälle verhindern und das Leben um viele Jahre verlängern – #BewegungISTgesund!

    Tipps gegen Unfälle von Seniorinnen und Senioren

    • Treppen sollten – wenn möglich – auf beiden Seiten mit einem Handlauf versehen werden.

    • Achten sie generell auf eine helle und vor allem auch blendfreie Beleuchtung. Lampen mit Bewegungsmeldern sind zum Beispiel in der Nacht beim Toilettengang besonders hilfreich, da sie nicht im Dunkeln erst nach dem Lichtschalter suchen müssen.

    • Installieren sie Rauchwarnmelder. So können sie einem Brand eventuell noch gegensteuern bzw. auf jeden Fall rechtzeitig die Feuerwehr alarmieren und den Gefahrenbereich unbeschadet verlassen.

    • Deponieren sie einen Feuerlöscher an einem gut und leicht erreichbaren Ort im Haushalt. Bereits ein Sechs-Kilogramm-Feuerlöscher macht einen Entstehungsbrand beherrschbar.

    • Für hochbetagte Seniorinnen und Senioren sind Alarmsysteme für Notfälle – wie zum Beispiel ein Armband mit Alarmknopf/ Rufhilfe – wichtig.

    • Altersgerechte Assistenzsysteme für ein umgebungsunterstütztes, gesundes und unabhängiges Leben erhöhen die Sicherheit zu Hause. Beispiele für „Ambient Assisted Living“ sind zum Beispiel Sturzmeldesysteme, Hilferufanlagen und universelle Fernsteuerungen.

    • Stolperfallen wie zum Beispiel offen liegende Kabel, Teppiche ohne rutschfeste Unterlage oder mit hohen Kanten sind leicht zu entfernen. Achten sie gerade und vor allem auch in den Nassbereichen im Bad auf rutschfeste Unterlagen.
    Die Füße einer Frau, die im Bad ausgerutscht ist und nun auf den Fliesen sitzt.(c) AdobeStock
    Das Bad wird vor allem bei nassen Fliesen sehr oft zu einer Stolperfalle, auf der man leicht ausrutscht.
    • Verwenden sie an schwer zu bewältigenden bzw. schwer zugänglichen Stellen in der Wohnung Steig-, Steh- und Aufstehhilfen. Sicherheitsgriffe sind gerade in Badewanne und Dusche sowie auch auf der Toilette wertvolle Hilfen.

    • Ordnung schafft Sicherheit – am besten geben sie allem, was sie beim Kommen und Gehen brauchen, einen festen Platz. So haben sie es immer griffbereit: zum Beispiel einen langen Schuhlöffel, das Schlüsselbrett, Schirm- und Stockständer, die Kommode für Kappen, Sonnenbrille, Schals und Handschuhe.

    • Hohe Betten sind komfortabel und machen das morgendliche Aufstehen deutlich leichter. Empfehlenswert sind Betten mit einer Höhe von mindestens 45 Zentimetern.

    (Bilder: AdobeStock)

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    Thomas Kumhofer
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    Thomas Kumhofer denkt das Älterwerden seit über zehn Jahren neu. Als Kopf hinter „AlterNEUdenken“ schickt er den klassischen Ruhestand in Rente: Statt auf Häkeldeckchen und Couching setzt er auf Aktives Altern und neuronale Abenteuer. Mit Expertise und Neugier beweist er, dass die beste Zeit für neue Expeditionen – im Kopf oder auf der Weltkarte – genau jetzt ist.

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