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    Home»Freizeit & Reise»Wohnen»Was in den eigenen vier Wänden so abgeht, wenn keiner hinschaut
    Eine Frau, die mit einem Schöpflöffel als Mikrofon singt. (c) AdobeStock

    Was in den eigenen vier Wänden so abgeht, wenn keiner hinschaut

    23. Aug. 20214 Mins Lesezeit

    Offene Toilettentüren, aus dem Fenster einfach mal schnell Brösel werfen oder Tanz- und Gesangseinlagen für die Nachbarschaft – was machen Herr und Frau Österreicher eigentlich so in den eigenen vier Wänden, wenn [zumindest vermeintlich] niemand hinsieht? Wo es zu Hause keinen Genierer gibt, dem ist jetzt eine Umfrage im Auftrag von ImmoScout24 unter 500 Befragten[1] nachgegangen.

    Inhaltsverzeichnis verbergen
    In den eigenen vier Wänden ist man am Stillen Örtchen gar nicht so privat wie man denkt
    Gut riechbar, aus dem Kühlschrank essen und aus dem Fenster bröseln
    Wenn bei den lieben Nachbarn wieder einmal „Showtime“ angesagt ist
    Informationen über die Studie


    In den eigenen vier Wänden ist man am Stillen Örtchen gar nicht so privat wie man denkt

    Auch wenn nicht viele Österreicherinnen und Österreicher ihre eigenen vier Wände als offene Kommune bezeichnen würden, so gibt es doch in gar nicht so wenigen heimischen Haushalten eine frappierende Parallele zu dem „ultimativen Lebensstil“ der 1970er Jahre: Denn obwohl eigentlich davon auszugehen ist, dass im Normalfall die Türen zu den Toiletten standardmäßig nicht ausgehängt sind, verzichten doch sechs von zehn Befragten in der vertrauten häuslichen Umgebung ganz gerne auf die Privatsphäre am so genannten Stillen Örtchen. Oder anders gesagt: Sie lassen die Türe einfach kurzerhand offen, während sie ihre Notdurft verrichten. Frauen [64 Prozent] legen dabei übrigens [noch] weniger Wert auf ein wenig Privatsphäre als ihre männlichen Mitbewohner [52 Prozent].

    Ein Mann sitzt in den eigenen vier Wänden auf dem WC und liest Zeitung.(c) AdobeStock
    Das Stille Örtchen wird nicht immer nur ausschließlich dafür genutzt, wofür es eigentlich da ist. Und genauso geht es der Tür dorthin.

    Gut riechbar, aus dem Kühlschrank essen und aus dem Fenster bröseln

    Aber auch was Essen angeht, gibt es das eine oder andere durchaus „interessante“ Verhalten, bei dem kein Genierer gezeigt wird. 57 Prozent der Befragten geben nämlich unumwunden zu, dass sie ganz gerne einmal gleich schnell und direkt aus dem Kühlschrank essen. Und jede bzw. jeder Zweite kocht ganz gerne mal durchaus auch stark riechende Speisen – wogegen ja grundsätzlich nichts zu sagen wären, würden sie dabei nicht auch die Nachbarn großzügig an dieser Explosion der Gerüche teilhaben lassen.

    Und wenn sie beim nächsten mal unter offenen Fenstern vorbei gehen, sollten sie durchaus ein wenig achtsam sein, wenn von oben das eine oder andere herunter rieselt: Denn immerhin ein Viertel der Österreicherinnen und Österreicher wirft schon gerne einmal die Essensbrösel aus dem Fenster. Man möchte ja schließlich keinen Saustall in den eigenen Räumlichkeiten haben… ;)

    Wenn bei den lieben Nachbarn wieder einmal „Showtime“ angesagt ist

    Wenn sie sich nun fragen, was da sonst noch so in den heimischen Wohnungen rundherum passiert, sollten sie es vielleicht wie 42 Prozent der Befragten halten und ein wenig genauer schauen – und zwar ganz konkret in die Fenster der umliegenden Wohnungen, um dort die Menschen zu beobachten – also rein metaphorisch und theoretisch, man ist ja schließlich keine Spannerin bzw. Spanner. Zu sehen gäbe es da – zumindest laut der vorliegende Umfrage – nämlich jede Menge: Denn jede bzw. jeder Zweite spaziert ganz gerne mal so durch die Wohnung, wie Gott sie bzw. ihn schuf – selbstredend bei offenen Fenstern oder zumindest „nur“ Vorhängen.

    Wer Glück hat, kann die Nachbarin oder den Nachbarn auch schon mal beim Tanzen zu lauter Musik [46 Prozent] oder beim lauten Singen [42 Prozent] zusehen oder -hören. Und wer keinen eigenen Fernseher hat, hat ziemlich gute Chancen, zumindest die Tonspur des aktuellen Programms mitzubekommen. Denn deutlich mehr als ein Drittel der Österreicherinnen und Österreicher [39 Prozent] sehen gerne laut fern – auch wenn die Fenster offen sind. Kann man nur hoffen, dass die „richtige“ Sendung geschaut wird.

    Schließlich kennt rund ein Drittel der Österreicherinnen und Österreicher auch keinen Genierer, wenn es um laute Partys geht, die in den eigenen vier Wänden stattfinden. Da kann man nur hoffen, dass man auch eingeladen ist und mitfeiern kann ;)

    Ein Mann mit eGitarre neben einer tanzenden Frau auf einem Couchtisch, daneben ein Mann und eine Frau, die laut mitsingen.(c) AdobeStock
    Wenn die Nachbarn [wieder mal] feiern, als gäbe es kein Morgen, kann man nur hoffen, dass man auch auf der Gästeliste steht ;)

    Informationen über die Studie

    [1] Für die Studie hat das Marktforschungsinstitut Innofact AG im Juli dieses Jahres für ImmoScout24 rund 500 Österreicherinnen und Österreicher von 18 bis 65 Jahren online repräsentativ für die österreichische Bevölkerung befragt.

    (Bilder: AdobeStock)

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    Thomas Kumhofer
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    Thomas Kumhofer denkt das Älterwerden seit über zehn Jahren neu. Als Kopf hinter „AlterNEUdenken“ schickt er den klassischen Ruhestand in Rente: Statt auf Häkeldeckchen und Couching setzt er auf Aktives Altern und neuronale Abenteuer. Mit Expertise und Neugier beweist er, dass die beste Zeit für neue Expeditionen – im Kopf oder auf der Weltkarte – genau jetzt ist.

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