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    Home»Kunterbunt»Versicherungen im Alter: Was macht Sinn, was braucht man nicht?
    (c) Pixabay.com

    Versicherungen im Alter: Was macht Sinn, was braucht man nicht?

    22. Mai 20174 Mins Lesezeit

    Es soll ja Leute geben, die der Meinung sind, Versicherungen seien nur etwas für feige. Aber im Fall des Falles hätten diese dann doch gern eine vorher abgeschlossen. Wie haben uns einmal angeschaut, welche Versicherungen für ältere Menschen Sinn machen, oder ob eventuell die eine oder andere Versicherung im Alter überflüssig ist?

     

    Pension: viel mehr Zeit, aber weniger Einkommen
    Ein alter Mann blickt in die Ferne, Stichwort Versicherungen. (c) Pixabay.com
    Prüfen sie schon vor ihrem Pensionsantritt ihre Versicherungen – v.a. auch hinsichtlich der künftigen Leistbarkeit.

    In der Regel ist es ja so, dass man als Pensionist eher weniger Geld zur Verfügung als bisher. Darum sollten sie zeitgerecht vor ihrem Pensionsantritt ihre Versicherungen einmal prüfen und schauen, ob sie die Beiträge auch weiterhin problemlos bezahlen können.

    Wenn sie das überprüft haben, schauen sie sich am besten jede einzelne Versicherung, die sie weiterhin brauchen, genau an.

    Prüfen sie, ob der Tarif und die entsprechenden Leistungen noch zu ihnen passen; ob es eventuell günstigere Tarife für Senioren gibt; und – für den Fall des Falles –, welche Kündigungszeiten sie für zu teure Versicherungen, die sie wechseln möchten, haben.

    Unser Tipp: Beraten sie sich mit ihrem Versicherungsvertreter und sprechen sie mit ihrer Versicherung. Nicht selten bekommen sie ein neues Angebot, das viel besser zu ihnen und ihren neuen Lebensumständen passt – und in den meisten Fällen sogar günstiger ist.

    Braucht man im Alter noch eine Haushaltsversicherung?

    Eine Haushaltsversicherung ist in jedem Fall zu empfehlen. Je nach Versicherungsumfang ersetzt diese bei Feuer, Einbruch, Diebstahl, Wasserschäden, Glasbruch, etc. bis zur Höhe der Versicherungssumme alle Schäden an Gegenständen im Haushalt.

    Gerade ältere Menschen haben im Laufe ihres Lebens oft wertvolle Einrichtungsgegenstände, Bilder, Bücher, Schmuck, etc. angesammelt. Daher gilt: Je wertvoller diese Besitztümer sind, desto sinnvoller ist eine Haushaltsversicherung. Wenn sie sich beispielsweise auf Grund eines Umzugs in eine kleiner Wohnung von dem einen und anderen Gegenstand trennen, sollten sie das auch der Versicherung melden. Die kann dann den Beitrag neu berechnen, wodurch sich ev. eine Kostensenkung ergibt.

    Privathaftpflicht inklusive

    Bei vielen Haushaltsversicherungen ist außerdem auch gleich eine Privathaftpflichtversicherung inkludiert. Diese ist auch für ältere Menschen unverzichtbar und deckt angerichtete Personen-, Sach- und Vermögensschäden ab.

    Achtung: Ohne dem Versicherungsschutz durch eine Privathaftpflichtversicherung kann die gesetzliche Haftung im Schadensfall den finanziellen Ruin bedeuten. Die Haftpflichtversicherung ist deshalb ein Muss. Und das Gute daran: der Ehepartner ist mitversichert und es gibt spezielle Seniorentarife.

    Unfallversicherung ja/ nein?
    (c) Pixabay.com
    Eine Unfallversicherung kann im Fall des Falles den Umbau der Wohnung finanzieren.

    Hier gibt es ein klares „Jein“. Zum einen ist eine Unfallversicherung für Senioren ist nicht mehr so wichtig wie für Erwerbstätige, weil bei einem Unfallschaden ja kein Einkommen wegfällt, sondern die Pension weiter bezahlt wird. Zum anderen steigt gerade mit zunehmendem Alter die Unfallgefahr, weil die Körperkräfte nachlassen.

    Wenn sie sich für eine Unfallversicherung entscheiden, sollten sie unbedingt darauf achten, dass die Versicherungssumme ausreichend hoch ist. Dann kommt es nach einem Unfall zu keinen finanziellen Problemen, wenn sie zB die Wohnung behindertengerecht umbauen müssen.

    Was bringt eine Pflegeversicherung?

    Dank moderner Medizin werden wir immer älter. Das ist eine schöne Entwicklung, denn jeder von uns wünscht sich ein langes und gesundes Leben. Gleichzeitig steigt der Bedarf an Pflegeeinrichtungen, Personal und Medikamenten. Gute Pflege und Betreuung ist teuer und oft reicht das gesetzliche Pflegegeld nicht aus.

    Eine Pflegeversicherung zahlt ihnen – gestaffelt nach Pflegestufen – monatlich zusätzlich zum Pflegegeld eine Pauschale. Über dieses Geld können sie dann frei verfügen und sich auch privat versorgen lassen.

    Idealer Weise haben sie eine Pflegeversicherung schon in jungen Jahren abgeschlossen. Zum einen erhöhen sich die Beiträge mit dem Alter des Versicherten beim Vertragsabschluss. Und zum anderen können Versicherungen Kunden auch ablehnen, wenn sie bereits Vorerkrankungen haben.

    Welche Versicherungen sind für Senioren eigentlich überflüssig?

    Sie brauchen im Alter keine Versicherungen mehr, die auf die Sicherung ihres laufenden Einkommens abzielen. So brauchen sie auf keinen Fall mehr eine Berufsunfähigkeitsversicherung, die sie gegen eine mögliche Erwerbsunfähigkeit absichert.

    Rechtsschutzversicherungen sind grundsätzlich nicht schlecht, ob sie eine solche aber (auch) im Alter brauchen, hängt letztlich von ihrem Lebensstil ab.

    Gedanken machen sollten sie sich allerdings über Begräbniskostenversicherungen. Dadurch sollen Angehörige im Falle des Todes des Versicherten finanziell entlastet werden. Diese werden aber überflüssig, wenn sie eine „normale“ Lebensversicherung haben. Denn in beiden Fällen wird im Todesfall eine bestimmte Summe ausbezahlt.

    Fazit

    Wenn sich ihr Lebensstil auf Grund ihrer Pensionierung nicht dramatisch ändert und sie nicht plötzlich mit dem Tiefseetauchen oder Big-Wave Surfen beginnen, werden sie keine großen Änderungen in ihrem „Versicherungs-Portfolio“ vornehmen müssen. Trotzdem sollten sie sich jede einzelne Versicherung anschauen und prüfen, ob es spezielle Seniorentarife gibt.

    In diesem Zusammenhang noch ein Tipp: Prüfen sie auch ihre Kreditkarte oder Automobilclub-Mitgliedschaften. Hier gibt es gerade im Reisebereich oft zusätzlichen Versicherungsschutz, den sie nicht extra über eine zusätzliche Versicherung abdecken müssen.

    (Bilder: Pixabay.com)

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    Thomas Kumhofer
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    Thomas Kumhofer denkt das Älterwerden seit über zehn Jahren neu. Als Kopf hinter „AlterNEUdenken“ schickt er den klassischen Ruhestand in Rente: Statt auf Häkeldeckchen und Couching setzt er auf Aktives Altern und neuronale Abenteuer. Mit Expertise und Neugier beweist er, dass die beste Zeit für neue Expeditionen – im Kopf oder auf der Weltkarte – genau jetzt ist.

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