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    Home»Kunterbunt»Gefahren für Autofahrer im Herbst: Laub, Nebel und Wildwechsel
    (c) Pixabay.com

    Gefahren für Autofahrer im Herbst: Laub, Nebel und Wildwechsel

    5. Okt. 20173 Mins Lesezeit

    Verschmutzte Straßen, nasses Laub und dichter Nebel machen Autofahrten im Herbst oft unglaublich gefährlich. Die schlechteren Sichtverhältnisse in Kombination mit rutschigen Straßen führen leider auch vermehrt zu Unfällen mit Wildtieren. Lesen sie hier, wie sie trotzdem sicher durch diese Jahreszeit kommen.

    Warum sind verschmutzte Straßen so gefährlich?
    Ein Auto auf einer Straße mit Laub, Stichwort Herbst und Nebel. (c) Pixabay.com
    Vor allem nasses Laub kann im Herbst zu extrem rutschigen Straßen führen.

    Grundsätzlich gilt: Je schmutziger, desto rutschiger. Eine mit zB Erde verschmutzte oder nassem Laub bedeckte Fahrbahn kann genauso glatt wie eine schneebedeckte Straße werden. Dazu kommt, dass die Bereifung gegenüber trockener Fahrbahn nur noch einen Bruchteil der Haftung aufweist. Zudem unterschätzen die Verkehrsteilnehmer oft die Gefahren von nassen Fahrbahn und vermindern ihre Geschwindigkeit nur selten.

    Vor allem nasses Laub ist extrem tückisch. Es verringert die Haftung der Reifen und kann einen gefährlichen Schmierfilm bilden. Hier ist insbesondere an regnerischen Tagen erhöhte Vorsicht geboten. Das Tempo sollte den Straßenverhältnissen unbedingt angepasst werden. Blätter können auch Gefahren wie Schlaglöcher, Steine und andere Unebenheiten auf der Fahrbahn verdecken.

    Und dann kommt auch noch Nebel

    Zusätzlich zu rutschigen Straßen ist es gerade im Herbst auch häufig nebelig. Mit den vermehrt auftretenden schlechten Sichtverhältnissen steigt leider auch das Risiko von Wildunfällen. Hier gibt es nur einen einzigen einfachen Ratschlag: Das Tempo muss bei unzureichender Sicht reduziert werden!

    Alle sieben Minuten ein Wildunfall
    (c) Pixabay.com
    Schlechte Sichtverhältnisse im Herbst lassen leider auch die Zahl an Wildunfällen steigen.

    Jährlich kommen in Österreich rund 77.000 Wildtiere im Straßenverkehr zu Tode. Das bedeutet, dass sich österreichweit etwa alle sieben Minuten ein Unfall mit einem Wildtier ereignet. In den Morgenstunden und abends sind Wildtiere am aktivsten. Dies spiegelt sich auch in der Unfallstatistik wider: Die meisten Unfälle ereignen sich in den Morgenstunden (zwischen 5 und 7 Uhr) sowie abends zwischen 20 und 23 Uhr.

    Zu den Wildwechselstunden sollte daher in Zonen mit häufigem Wildwechsel ganz besonders vorsichtig gefahren und die Geschwindigkeit entsprechend angepasst werden. Generell sollte das Gefahrenzeichen „Achtung Wildwechsel“ unbedingt ernst genommen und die Geschwindigkeit entsprechend angepasst werden.

    Wildwechselschilder häufig ignoriert

    Eine Analyse des KFV zeigt allerdings, dass Wildwechselschilder – unabhängig von der Uhrzeit – in der Praxis häufig ignoriert werden und sich die gefahrene Geschwindigkeit nicht von jener auf anderen Strecken unterscheidet. „Wildwechselschilder sind an Streckenabschnitten positioniert, an welchen das Risiko einer Kollision mit einem Wildtier auch tatsächlich deutlich erhöht ist. Bei Übergangsbereichen zwischen Wald und Feld ist das Risiko eines Wildunfalles beispielsweise besonders groß. Wildwechselschilder sollten daher dringend beachtet werden.

    Richtiges Verhalten bei und nach dem Unfall

    Wenn ein Zusammenstoß mit einem Wildtier unvermeidlich ist, sollte stark gebremst und das Lenkrad gut festgehalten werden. Wenn der Fahrer richtig reagiert, ist die Verletzungsgefahr für die Autoinsassen geringer. Ein Ausweichmanöver ist nicht zu empfehlen, denn ein solches ist weitaus riskanter, als ein Zusammenstoß mit dem Tier.

    Nach dem Unfall muss die Gefahrenstelle unverzüglich abgesichert und die Exekutive verständigt werden. Die Nichtmeldung eines Sachschadens ist strafbar, bei einem Wildschaden besteht nach §4 Abs. 5 der Straßenverkehrsordnung unverzügliche Verständigungspflicht. Getötetes Wild darf niemals mitgenommen werden – auch nicht zum Tierarzt. Vielmehr ist eine rasche und korrekte Meldung des Unfalls hilfreich, da so der zuständige Jagdaufseher hinzugezogen werden kann.

    (Bilder: Pixabay.com)

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    Thomas Kumhofer
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    Thomas Kumhofer denkt das Älterwerden seit über zehn Jahren neu. Als Kopf hinter „AlterNEUdenken“ schickt er den klassischen Ruhestand in Rente: Statt auf Häkeldeckchen und Couching setzt er auf Aktives Altern und neuronale Abenteuer. Mit Expertise und Neugier beweist er, dass die beste Zeit für neue Expeditionen – im Kopf oder auf der Weltkarte – genau jetzt ist.

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