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    Home»Pflege & Betreuung»Sozialbarometer: Pflege darf keine Frage des Einkommens sein
    (c) Pixabay.com

    Sozialbarometer: Pflege darf keine Frage des Einkommens sein

    6. Okt. 20173 Mins Lesezeit

    Der aktuelle Sozialbarometer verdeutlicht: „In Würde altern, selbstbestimmt leben, schmerzfrei sein, die eigenen Schamgrenzen selbst festlegen und sterben ohne einsam zu sein. Das muss auch in Zukunft für alle Menschen möglich sein“, sagt Erich Fenninger, Direktor der Volkshilfe Österreich. Er sieht das Pflegesystem in Österreich mit vielen Herausforderungen konfrontiert. „Unser neuester Volkshilfe Sozialbarometer zeigt, dass die Österreicherinnen und Österreicher die Sorge um die Zukunft der Pflege teilen und von der Politik heute Antworten für die Fragen von morgen erwarten.“

    Einheitliche Qualitätsstandards sicherstellen

    Es braucht endlich bundeseinheitliche Mindeststandards für Qualität und Leistungen von Alten- und Pflegeeinrichtungen, das sehen 91% der im Sozialbarometer Befragten so. „Zu der nicht vorhandenen Einheitlichkeit fehlen auch oft Daten über die Einhaltung bestehender Qualitätsstandards“, zeigt Fenninger auf. „Als Pflegedienstleister ist der Volkshilfe Kontrolle wichtig. Mit unangekündigten Überprüfungen der Bezirksbehörden, Begehungen des Arbeitsspektorats, Sicherheitsfachkräften und Arbeitsmediziner sowie der Lebensmittelbehörde können wir unseren Klienten auch in stationären Einrichtungen bestmögliche Pflege und Betreuung garantieren.“

    Inflation darf nicht das Pflegegeld kürzen
    Erich Fenninger präsentiert den Volkshilfe Sozialbarometer. (c) Volkshilfe/ Christopher Glanzl
    Erich Fenninger, Direktor Volkshilfe Ö: „Pflege darf nicht von der Geldbörse abhängen.“

    Das Pflegegeld soll notwendige Pflege sichern und pflegebedürftigen Menschen sowie ihren Angehörigen ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen, sagt der Direktor. „Dieses Ziel kann langfristig nur erreicht werden, wenn die Leistung an die tatsächlichen Kosten angepasst wird. Dazu gehört auch die Anpassung an die Inflation.“ Der Sozialbarometer zeigt, dass die Österreicher dem zustimmen. Fast neun von zehn Befragte (89%) sprechen sich dafür aus, dass das Pflegegeld jährlich angepasst werden muss. Zudem stimmen 92% der Forderung nach einer einkommensabhängigen Staffelung der Kosten für mobile Pflege zu. „Ob man mobile Pflege in Anspruch nehmen kann, darf nicht von der Geldbörse abhängen!“, sagt Fenninger.

    Die Frage nach der Finanzierung

    Eine weniger eindeutige Position haben die Österreicher bei der Frage nach der Finanzierung der Pflege. Jeweils etwas weniger als die Hälfte der Befragten (44%) spricht sich dafür aus, dass die Pflege durch eine zweckgebundene Erbschaftssteuer finanziert werden soll. Jeweils die andere Hälfte (45%) lehnt diese Finanzierungsform ab. „Nicht nur, weil die Frage der Finanzierung die Menschen bewegt, sondern auch, um das gute Pflegesystem in Österreich auch für die Zukunft garantieren zu können, ist die Politik gefordert, Rahmenbedingungen für eine Sicherung der Pflegefinanzierung zu schaffen.“ Der Direktor fordert, das Lebensrisiko Pflege solidarisch durch einen Mix aus Versicherungs- und Steuerleistungen solidarisch abzusichern.

    Rechtsanspruch auf Pflegekarenz

    Ziel der im Jahr 2014 eingeführten Pflegekarenz und Pflegeteilzeit ist eine bessere Vereinbarung von Pflege und Beruf. Diese Leistungen werden jedoch nur wenig in Anspruch genommen: Während rund 336.000 Menschen durch Angehörige bzw. mit Hilfe von Pflegediensten gepflegt werden, gab es im Jahr 2015 nur 2.577 positiv bewilligte Anträge auf Pflegekarenzgeld. „Diese Zahlen zeigen, es braucht einen Rechtsanspruch auf Pflegekarenz und Pflegeteilzeit“, sagt Fenninger und 87% der im Sozialbarometer Befragten stimmen ihm zu.

    Service Volkshilfe Sozialbarometer

    Sehen sie hier die Ergebnisse des Volkshilfe Sozialbarometers, der in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut Sora erstellt wurde.

    (Bilder: Pixabay.com, Volkshilfe/ Christopher Glanzl)

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    Thomas Kumhofer
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    Thomas Kumhofer denkt das Älterwerden seit über zehn Jahren neu. Als Kopf hinter „AlterNEUdenken“ schickt er den klassischen Ruhestand in Rente: Statt auf Häkeldeckchen und Couching setzt er auf Aktives Altern und neuronale Abenteuer. Mit Expertise und Neugier beweist er, dass die beste Zeit für neue Expeditionen – im Kopf oder auf der Weltkarte – genau jetzt ist.

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