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    (c) Pixabay.com

    Internationaler Tag der Pflege: Die Angehörigen tragen das System

    11. Mai 20172 Mins Lesezeit

    Am 12. Mai ist internationaler Tag der Pflege. Eine gute Gelegenheit um auf die Lebenssituation hunderttausender Österreicher/ innen aufmerksam zu machen, die Tag für Tag Menschen in ihrem engsten Lebensumfeld betreuen und dabei ihr eigenes Wohl aufs Spiel setzen. Sie sind der größte „Pflegedienst“ des Landes.

     

    Tag der Pflege – [auch] für die Interessen pflegender Angehöriger
    Die Hände eines Pfleger, der einer alten Frau die Bluse zuknöpft, Stichwort Tag der Pflege. (c) Pixabay.com
    Pflege wird sehr oft von den Angehörigen übernommen, was zu großen Belastungen führt.

    Pflegende Angehörige stellen oft ihre eigenen Interessen zurück und versuchen, ohne Hilfe zurecht zu kommen. „Weil viele weniger arbeiten, um pflegen und betreuen zu können, kann das zu einem echten Armutsproblem werden“, warnt Birgit Meinhard-Schiebel, Präsidentin der Interessengemeinschaft pflegender Angehöriger (IG-Pflege). Der gemeinnützige Verein setzt sich für die Interessen pflegender Angehöriger ein. Die meisten von ihnen sind über 60 Jahre alt, es sind aber auch junge Menschen und Kinder darunter.

    „Pflegende Angehörige brauchen vor allem einen guten und raschen Zugang zu Unterstützungsangeboten“, sagt Meinhard-Schiebel. Die IG-Pflege fordert kostenlose Beratung für sie. „Diese müsste aber bereits im Krankenhaus beginnen, um die häusliche Pflege bestmöglich zu gewährleisten. Dazu gehören auch Entlastungs-Möglichkeiten, um geistige und körperliche Beeinträchtigungen zu vermeiden.“

    Für fast 2/3 psychische Belastung

    Etwa 62 Prozent der pflegenden Angehörigen empfinden derzeit ihre Verantwortung als psychische Belastung. 47 Prozent machen sich laut Daten des Kompetenzzentrums Qualitätssicherung in der häuslichen Pflege Sorgen oder haben Angst. 44 Prozent gaben an, sich einschränken und auf Dinge verzichten zu müssen. Die Zahl der zu Pflegenden steigt indessen. Die Gruppe der über 80-jährigen wird von 2015 bis 2030 um über 47 Prozent zunehmen. Die Menschen leben länger und leiden oft an mehreren Krankheiten gleichzeitig: Dadurch wird auch der Pflege- und Betreuungsbedarf komplexer.

    Es ist Zeit zu handeln

    „Wer beim Thema Pflege etwas erreichen will, muss bei den pflegenden Angehörigen und Zugehörigen ansetzen, die mehr Unterstützung brauchen. Unsere Aufgabe ist es, überall für sie einzutreten, wo sie es selbst nicht tun können. Die IG-Pflege steht als Anlaufstelle und Lotse durch das System zur Verfügung,“ so Meinhard-Schiebel abschließend.

    Wir unterstützen das!

    Service

    Nähere Informationen zu finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten und Dienstleistungen finden sie u.a. in der Informationsbroschüre für pflegende Angehörige der Caritas.

    Diese können sie HIER als Pdf downloaden.

    (Bilder: Pixabay.com)

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    Thomas Kumhofer
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    Thomas Kumhofer denkt das Älterwerden seit über zehn Jahren neu. Als Kopf hinter „AlterNEUdenken“ schickt er den klassischen Ruhestand in Rente: Statt auf Häkeldeckchen und Couching setzt er auf Aktives Altern und neuronale Abenteuer. Mit Expertise und Neugier beweist er, dass die beste Zeit für neue Expeditionen – im Kopf oder auf der Weltkarte – genau jetzt ist.

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